Ist Bier zu vulgär? Gibt es eine Verbindung zwischen Bier und Kunst oder gar Literatur und Bier? Ja, denn das Buch BIER aus dem Eichborn Verlag herausgegeben von Manuela Reichart, Peter Glückstein & Stefanie Steudemann zeigt sich dem Thema und der Kombinationen ganz offen. Herausgekommen ist eine interessante Mischung aus Stammtischliteratur, vulgärer Kunst und ganz ansehnlichen Versatzstücken von interessanten Einsichten zum Thema Bier und annehmbarer Malerei, in der er doch eine akzeptable Rolle spielt.
Ein Drittel des Buches, das erste Drittel ist gefüllt mit allerlei Bildern zum Thema Bier - sehr interessant und teils völlig unbekannt aber sicherlich im Fundus so mancher Privatbrauerei. Vieles davon gewöhnungsbedürftig, wie unter dem Einfluss so manches heutzutage ganz offiziell gepanschten Bieres, welches sich aber Gottlob nicht mehr so nennen darf und einiges ganz passabel und zum nachdenken anregend.
Die Texte changieren von Brauhausgefasel, über Stammtischquerelen bis zu annehmbaren Texten und Einsichten, welche man unter Biereinfluss gar nicht vermutet. Beiden, den Texten und der Kunst ist der Protagonist immer gemein, das Bier!
Mir hat das Buch durchaus gefallen, dies aber nur weil ich auch einmal eine Verbindung zu Bier hatte, welche heute eher oberflächlich ist. Ein gut gezapftes, anständiges und sauberes Bier wird von mir aber immer noch hoch geschätzt - wohl der Brauerei welche so etwas heutzutage im Zeitalter der Industrialisierung und der Großkonzerne immer noch zustande bringt!
Empfehlenswert!