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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Lesenswert,
Von Christian (Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: SZ-Bibliothek Metropolen Band 15: Das Haus an der Moskwa (Gebundene Ausgabe)
Das Haus an der Moskwa beschreibt die Erinnernung eines Moskowiters an seine Kindheit und Jugend in der (v.a.) Stalin- und Poststalinzeit. Der Protagnonist wirkt anfangs noch sehr sympathisch, auch wenn er schon in der Kindheit begonnen hat, sich durch das Leben zu mogeln. Er entwickelt sich aber immer stärker zum Opportunisten. Bei der Entscheidung zwischen Liebe und Karriere kann man an seiner inneren Zerrissenheit regelrecht teilhaben. Richtig unsympathisch wird der nicht, jedoch bekommt man ein emotional deutlich reservierteres Verhältnis zu ihm. Es gibt aber auch eine ganze Reihe interessanter Nebenfiguren, die die Bandbreite, wie man auf das System reagieren kann, aufzeigen. Der Text der Artikelbeschreibung, der auf die "gesellschaftlich-moralischen Degeneration der sowjetischen Intelligenz der 1950er, 60er und 70er Jahre" ist ein wenig irreführend, ist doch der Hauptteil des Buches in den 50ern zu verorten.Die Übersetzung ist stilistisch elegant, lässt aber immer wieder die Übersetzung aus dem Russischen erkennen. Nicht zuletzt der Sprachduktus trägt dazu bei, dass man in das sowjetische Moskau hineinversetzt wird. Ein kleines Manko ist der Klappentext. Hier hätte man sich ein wenig mehr Hintergrundinformationen gewünscht, nicht zuletzt zum namensgebenden Haus an der Moskwa, das riesig groß, zweckmäßig errichtet, aber alles andere als schön anzusehen, gegenüber dem Kreml gelegen ist. Nicht ganz erschlossen hat sich mir die Aufnahme des Werkes in die Metropolen-Reihe der SZ-Bibliothek. Zwar spielt sich die Handlung in Moskau ab, die Stadt als solche nimmt aber keine hervorgehobene Stellung ein. Mit Ausnahme des Hauses werden kaum weitere Orte der Stadt beschrieben. Das ist aber kein nennenswertes Manko des Romans. Keine ganz große Literatur, aber ein gelungenes Spiegelbild der sowjetischen Gesellschaft. Klare Leseempfehlung, 4 Sterne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Empfehlenswert,
Von
Rezension bezieht sich auf: SZ-Bibliothek Metropolen Band 15: Das Haus an der Moskwa (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen. Gut und flüssig lesbar, lässt es den Druck der Stalinära auf die Menschen mitfühlen. Also hier hat sich die SZ Redaktion bewährt!
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