Rezension
'Gunar Letzbors Intonation ist sicher, sein Bogenstrich locker, sein Ton blüht. Ein weiterer Vorteil dieser Doppel-CD ist die sehr variable Continuo-Besetzung von Ars Antigua Austria, welche durch Hinzunahme oder Fortlassung von Gamble, Violine, Laute, Cembalo und Orgel den jeweiligen Affekt eines Sonatenabschnittes plastischer in Erscheinung treten läßt.' (FonoForum 3/1995)
Kurzbeschreibung
Seine 'Sonatae, Violino solo' widmete Heinrich Ignaz Franz Biber 1681 seinem Dienstherrn, dem Salzburger Bischof Max Gandolph. Es erstaunt nicht wenig, dass die Violinsonaten im Gegensatz zu den Mysterien-Sonaten nach wie vor im heutigen Konzertrepertoire kaum Beachtung finden. Bibers Musik, Produkt einer ungebändigten musikalischen Phantasie, beflügelt ihrerseits im besonderen Maße die Phantasie von Interpreten und Zuhörern. Gunar Letzbor und Ars Antiqua Austria haben versucht, diesen Aspekt unter anderem durch eine abwechslungsreiche Continuobesetzung zu unterstreichen. Die verschiedenen Instrumente werden dabei ihrer Klangfarbe und ihren Artikulationsmöglichkeiten entsprechend zur Verdeutlichung der diversen Affekte eingesetzt.