40 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Informativ, fehlerhaft übersetzt, mangelhaft gedruckt, 10. April 1999
Von Ein Kunde
Die deutsche Übersetzung der Originalausgabe von J.Satinover, "Cracking the Bible Code","Die ver- borgene Botschaft der Bibel"durch W.M. Riegel weist übesetzungsmäßige, inhaltliche und insbesondere drucktechnische Mängel auf, die wohl ein durchschnittliches Maß überschreiten. Gerade dieses Buch von Satinover, das im Gegen- satz zu anderen sich wissenschaftlich mit dem Phänomen auseinandersetzt, hätte eine bessere deu- tsche Ausgabe verdient. Insoweit gilt die Kritik in erster Linie dem Übersetzer und den Verlagen. Das Manko des Übersetzers dürfte darin bestehen, daß dieser außer dem Englischen keine Kenntnisse der Hebräischen Sprache besitzt. So wurden hebräische Wörter, Namen und Begriffe einfach in englischer Transskription übernommen, die für deutschsprachige Leser schwer bzw. gar nicht nachzuvollziehen sind.Daran ändern auch die Anmerkungen auf Seite 446 nichts, die dem Leser versprechen, die Transskription "in einem annä-hernd phonetischen System" vorzunehmen. Hinzu kommt, das der Übersetzer weder mit der Thematik im allgemeinen noch mit der Kenntnis des Judentums im besonderen vertraut ist. Das englische Wort "Judaism" = "Judentum" wird stets als "Judaismus" wiedergegeben (S. 21 u.a.). In den Fußnoten werden seitens des Übersetzers regelrechte Fehlinformationen vermittelt, so auf S.59: "Dies galt als der Fall (?) im Jahr 190, 45 Jahre nach der endgültigen Zerstörung Jerusalems durch die Römer". Daß Jerusalem demnach im Jahre 145 n.d.Z. zer- stört worden sei ist unrichtig, richtig ist vielmehr, daß dies bereits im Jahr 70 n.d.Z. er- folgte. Ferner wird in der Fußnote auf Seite 187 RoschhaSchanah als "Trompetenfest" bezeichnet. Was der unvoreingenommene Leser darunter verste- hen soll, bleibt ein Geheimnis des Übersetzers. Dabei handelt es sich einfach um das jüdische Neujahrsfest.Zu bedauern ist weiterhin,daß der Übersetzer/Herausgeber für die Übersetzung der Bibelzitate die Lutherbibel benutzte, so daß Hinweise wie : "Diese Stelle ist in der Lutherbi- bel nicht enthalten"für den Leser nicht sehr vertrauenserweckend klingen. Unkenntnis der hebräischen Sprache und Schrift führten auch dazu, daß der Übersetzer die falsche deutsche Artikelform gebrauchte, da er diese aus dem Englischen nicht ableiten konnte. Es heißt nämlich nicht: "Das Zohar"(Hauptwerk der jüdischen Mystik) sondern "Der Sohar", da das He- bräische kein Neutrum kennt (S. 332 u.ö.).
Erschreckend viele Fehler sind nicht zuletzt auch drucktechnisch gemacht worden, wenn es um die Ori- ginalwiedergabe hebräischer Wörter geht. Z.B. befinden sich auf den Seiten 231 - 266 ca. 103 hebräisch gedruckte Wörter, von denen min- destens 49 ! fehlerhaft sind, weil man während des Setzvorganges ebenfalls der hebräischen Sprache nicht kundig war oder ein entsprechender Lektor nicht hinzugezogen wurde. Buchstaben und ganze Sätze (S. 19) werden ver- tauscht und geben keinesfalls die Übersetzung wie- der. Alles in allem ein wichtiges Buch, das eine korrektere Herausgabe verdient hätte, um einem möglichst breitem Publikum zugänglich gemacht zu werden. Dieser Versuch der entsprechenden Verlage ist kläglich gescheitert ! Eine fachmännische Überarbeitung ist hier unum- gänglich, wenn man dem inhaltlichen Niveau dieses Buches gerecht werden will.
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116 von 125 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Quatsch mit Soße, 4. Februar 2002
Nichts läßt Theologen mehr erschauern als die Behauptung, die Schreiber der Bibel wären davon überzeugt gewesen, einfach und klar von wirklichen Geschehnissen zu berichten - denn bei solch "oberflächlicher" Interpretation bleiben die "Botschaften" des vielgerühmten Buchs der Bücher doch über weite Strecken unglaubwürdig, banal oder beides.
So bemüht man sich seit langem, versteckte, geheime Botschaften aus dem Text herauszupressen - die älteste dieser Traditionen dürfte die Kabbala darstellen. Heute deutelt man lieber tiefenpsychologisch in den Texten herum - oder nimmt gleich den Computer, wie M. Drosnin.
Das Verfahren wird umständlich und mit viel mathematischem Tamtam beschrieben, läuft aber auf folgendes heraus (mit nur minimalen satirischen Übertreibungen):
1.) Man nimmt den hebräischen Urtext des Alten Testaments - was hier bedeutet: die gängigste von vielen Textversionen. Satzzeichen und Leerstellen werden ignoriert.
Beispiel: Nehmen wir an, der gesamte Text laute:
DASISTDASHAUSVOMNIKOLAUS.
2.) Statt den Text als solchen zu nehmen, liest man z. B. nur jeden 2. Buchstaben, liest also einmal alle Buchstaben an "gerader" Stelle und an "ungerader" Stelle hintereinander.
Für unser Beispiel:
DSSDSASONKLU und AITAHUVMIOAS.
3.) In den Ketten läßt man den Computer jetzt nach Wörtern suchen. Voilà - was finden wir?
SS, SA und ONKL.
4.) In unserem Satz haben wir schon einen Teil einer geheimen Prophezeihung gefunden - es geht um die SA und die SS und einen Onkel (das "e" muß im Laufe der Überlieferungen verlorengegangen sein).
Schnell schauen wir nach, ob wir etwas finden, wenn wir jeden dritten Buchstaben nehmen:
DIDHSMKA
ASAAVNOU
STSUOILS
- und ja - "Did", "No" und "Oil"! Dieser tiefe Bezug auf Britannien - 3 englische Wörter! - muß nun in Verbindung mit dem Rest gebracht werden: Vielleicht, wenn die Briten und Amerikaner kein Öl - Gas? - geben, fällt der Onkel in die Hände von SA und SS - sicherlich eine Andeutung darauf, daß der Umsturzversuch vom Juli 44 auch aus mangelnder Unterstützung durch die Allierten scheitern wird und die Attentäter als "Onkel" fungieren - vielleicht als "Patenonkel" - vielleicht also als Namensgeber.
5.) Die Botschaft in unserem Satz: Die Hitler-Attentäter werden aus Mangel an alliierter Unterstützung scheitern, aber als Vorbild (und Kasernen-Namensgeber) für die Bundesrepublik dienen.
Wer hätte das gedacht?
Kurz gesagt: Der Autor Drosnin erzeugt durch seine Verschiebe- und Auswahlaktionen erstmal einen ungeheuren Buchstabensalat. Da sein Original Althebräisch ist, gibt's 24 Buchstaben, aber keine Vokale - die Buchstabenreihen werden mehrdeutig, was die Interpretationsmöglichkeiten vervielfacht. Bei der reinen Textmenge bleibt es nicht aus, daß es haufenweise sinnvolle Wörter gibt - und daß die stellenweise, wieder aus rein statistischen Gründen, gehäuft auftreten.
Drosnin behauptet zwar, massenweise "eindeutige" Prophezeihungen gefunden zu haben und daß es statistisch fast unmöglich sei, derart viele Wörter zu finden - aber das ist Quark. Man findet etwa gleichviele "geheimnisvolle Botschaften", wenn man die deutsche Übersetzung des ATs nimmt, oder "Krieg und Frieden", oder jedes andere ähnlich dicke Buch.
Aus den Drachen-Sichtungen des Mittelalters wurde die UFO-Verschwörung und millionenfache "Entführungen durch Außerirdische", aus dem bösen Blick die
krebsverursachenden Erdstrahlen (oder, modischer, Handystrahlen) - und aus der Kabbala-Mystik der Bibelcode. Willkommen im 21. Jahrhundert, wo wir jedem Aberglauben einen wissenschaftlichen Anstrich zu verleihen imstande sind...
... und im Gegensatz zu Däniken ist Drosnin weder schriftstellerisch begabt noch lustig. Bloß im Regal stehen lassen!
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Hände Weg!, 1. März 2005
Das Buch, "Bibel Code 2" von Autor Michael Drosnin, ist in mehrfacher Hinsicht schlecht geschrieben worden. Meine Meinung: Hände weg!
Der Journalist M. Drosnin, der unter dem Eindruck der Erlebnisse vom 11. September steht, wiederholt sich unnötig häufig in seinen Kapiteln, ohne seine Gedanken vernünftig zu diskutieren. Dabei hebt er besonders den 11. September, den Mord am israelischen Premier Rabin und das drohende Armageddon im Jahre 2006 hervor. Man gewinnt leicht den Eindruck, daß er seine Gedanken unreflektiert in den Raum gestellt hat. Das alleine ist schon zuwenig für ein Buch, das über einen mutmaßlichen "Bibel Code" geschrieben wurde.
Bei seinen(!) Zukunftsprognosen läßt er geschickt die Hintertür offen, daß sie eintreten können aber selbstverständlich nicht müssen. Anscheinend versucht er seinen(!) Prognosen erst dadurch Bedeutung zu verleihen, indem er möglichst viele hochrangige Politiker und Militärs konsultiert und auch namentlich erwähnt.
Das Buch liefert zu wenig Informationen über die Eigenschaften der hebräischen Sprache und den verwendeten biblischen Quelltext, die aber für eine kritische Auseinandersetzung mit dem "Bibel Code" zwingend notwendig sind.
Der Autor verchweigt, daß sich die maßgeblichen Wissenschaftler Rips, Witztum und Rosenberg mittlerweile von seinen
Darstellungen distanziert haben.
Wer mehr dazu lesen möchte, sollte im Internet stöbern.
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