Wer sich für Bhutan und seine Kultur interessiert, der sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen und die Bilder genießen. Der Autor war wohl noch in einer Zeit dort, als es noch Abenteuer pur war, dieses faszinierende Land zu bereisen. Verkehrsmittel und -wege, die es heute in Bhutan durchaus gibt, waren so noch nicht vorhanden. Sein Reisebericht ist spannend geschrieben. Die Bilder, sowohl in Schwarz-Weiß als auch in Farbe, sind aussagekräftig und facettenreich. Der Charme von Land und Leuten wird überzeugend rübergebracht. Man merkt dem Autor förmlich an, dass er das verbotene Land durch und durch genossen hat. Er ist sich seines Glück voll bewußt, als einer der wenigen Priviligierten, Druk Yul „Das Land des Drachen“ erleben zu dürfen. Seine Sympatie für das Land verpackt er in eine geschliffene Sprache. Seine Bilder dokumentieren das Leben der Bhutanesen, so wie ihre gesellschaftlichen Eigenheiten. Aber auch die Landschaftsaufnahmen sind einnehmend.
Was ich komisch finde ist hin und wieder der Verweis auf geile lüsterne Novizen. Da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens. Sieht man über diesen Mini-Mangel hinweg ist es ein toller Bildband in Kombination mit einem atemberaubenden Reisebericht. Ich kann nur meine Empfehlung aussprechen.