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am 23. Dezember 2014
Der das sagt, ist der Schriftsteller Xavier(Romain Duris), der in Paris eigentlich ganz erfolgreich arbeitet, Vater zweier Kinder ist und die wunderschöne Wendy(Kelly Reilly) zur Frau hat. Doch momentan läuft alles schief. Der neue Roman fließt nicht aufs Papier und Wendy verlässt Xavier, weil sie in New York John kennen gelernt hat. Die Kinder nimmt sie übrigens mit. Für Xavier bricht eine Welt zusammen. Er reist nach New York, um seinen Kindern nah zu sein. Dort lebt er bei Isabelle(Cecil de France) seiner besten lesbischen Freundin, die ganz nebenbei das Kind für ihre Frauenehe von Xavier hat zeugen lassen. Xavier will das Leben seiner Kinder mitbestimmen und sucht einen Anwalt auf. Der rät ihm zunächst mal sein Touristenvisum gegen einen "echten" Aufenthalt einzutauschen. Also "heiratet" Xavier Nancy(Li Jun Li), die Verwandte eines Taxifahrers, dem Xavier geholfen hat. Irgendwie scheint Xavier Fuß zu fassen, als seine Ex Martine(Audrey Tautou) in New York auftaucht. Jetzt wird Xaviers Leben noch einmal richtig durchgemixt. Aber wer weiß, vielleicht kommt jetzt endlich etwas Gutes dabei heraus...

Ein Film genau nach meiner Kragenweite. Cedric Klapisch legt mit -Beziehungsweise New York- nach den Filmen -Barcelona für ein Jahr- und -Wiedersehen in St.Petersburg- Teil 3 seiner Filmreihe vor. -Beziehungsweise New York- lebt von einer wunderbaren Erzählstimme, dem Schauspiel einer ganzen Hand voll guter Schauspieler und einem mit leichter Hand geschriebenen Drehbuch. Das ist ganz sicher nicht jedermanns Sache, aber wer zum Beispiel auf die besten "Beziehungsklamotten" von Woody Allen steht, der wird den Film mögen. Wenn Xaviers Tagträume sich in Collagen ausbreiten oder der geistig abschweifende Autor in Gespräche mit Schopenhauer oder Hegel begibt, dann hat -Beziehungsweise New York- seine ganz starken Momente.

Wenn sie französisches Kino mögen und nichts dagegen haben, wenn ein Film clever und geschickt an die wahren Probleme des Lebens anknüpft, dann kann ich ihnen -Beziehungsweise New York- empfehlen. Zu den bewegten Bildern gibt es einen Klasse-Soundtrack und herrliche Aufnahmen des "Big Apple". Versuchen sie ihr Glück...
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am 15. Februar 2015
1. Alte Bekannte - jedoch an einem anderen Punkt in ihrem Leben: Wie ist das "Auberge espagnole-Gefühl" mit knapp 40? Nach wilden Studien- und Erasmusjahren ist die ehemalige WG älter geworden. In "Beziehungsweise New York" gibt es ein Wiedersehen mit Xavier (Romain Doris), Wendy (Kelly Reilly), Isabelle (Cécile de France) und Martine (Audrey Tautou). Sie haben ihren Platz im Leben gefunden, sich für einen Job entschieden - manche sind auch Eltern geworden. Das Leben ist trotzdem nicht unbedingt einfacher - so zumindest die Wahrnehmung von Xavier. Zwar hat er als Autor mittlerweile durchaus Erfolg. In der Beziehung mit Wendy, seiner englischen WG-Liebe und Lebenspartnerin, kriselt es hingegen mächtig, da sie sich in einen New Yorker Geschäftsmann verliebt hat und in ihm ihre zweite Chance sieht. Xavier grübelt - Midlife-Crisis-geschüttelt - zweifelt, ist wie eh und je unentschlossen, denkt über sich und - selber ein Scheidungskind - die eigene Kindheit ohne Vater und das Vatersein ganz allgemein nach, da noch eine weitere grundsätzliche Frage im Raum steht. Soll er seiner besten Freundin Isabelle, die mit ihrer Freundin Ju in Brooklyn lebt, mit einer Samenspende zum Traumkind verhelfen? Xavier willigt ein und entscheidet sich zudem für einen Umzug nach New York, als es mit Wendys neuer Liebe ernst wird und sie mit ihren gemeinsamen Kindern in die USA emigriert. Ein bisschen Barcelona-Feeling kommt auf: eine noch unbekannte Stadt mit neuen Regeln (Xavier braucht z.B. eine Greencard), mit Wohnungssuche und Ungewissheit. Ob er hier nun definitiv sesshaft und ebenfalls ein neues Glück findet? Keine Angst: Was in der Kurzbeschreibung etwas schwer und problembeladen wirken mag, ist eine leichte, augenzwinkernde, sehr französische Komödie, die m.E. punktgenau die Balance schafft zwischen Tiefgang, guten Dialogen und Situationskomik/Pointen. Am meisten gespannt war ich auf den Auftritt von Martine - wie hatte sich wohl Xaviers leicht hysterische Ex in den Jahren weiterentwickelt? Aber schauen Sie selbst.

2. Der Charme ist geblieben. Wer "Auberge espagnole" filmisch mochte, wird nicht enttäuscht. Ein Mix aus realem Film, Animation und surrealen Elementen - zeitweise zügig geschnitten und unterbrochen von Illustration und fiktiven Besuchern: Ob das der lange Weg in der U-Bahn von Brooklyn an die 5th Avenue ist, der dynamisch auf dem U-Bahnplan nachgezeichnet wird, oder die Strassenkarte des West Village, welche die kleinen verzweigten Strassen ausserhalb des klassischen Rasters zeigt und ohne viele Worte auch Verwirrung und Chaos beschreibt, bis hin zu Schopenhauer und Hegel (in Barcelona war ja der philosophische "Spiritus rector" Erasmus), die plötzlich an die Tür klopfen und Xavier bei der Sinnsuche helfen - Cédric Klapisch bleibt seinem Stil treu. Charmant auch die Szene, als Xavier - mühsam nach Worten ringend - als "Gesandter der alten Welt" visualisiert wird. So, wie er eben denkt , dass er von Wendys neuem Lover mit Apartment am Central Park wahrgenommen wird: Ein bisschen umständlich, nicht locker und noch nicht Small Talk-geübt. Auch die Stadt spielt eine wichtige Rolle. New York wird in tollen Bildern eingefangen: Es gibt nicht nur die klassische Skyline (mal aus dem Brooklyn-Loft von Isabelle - mal aus dem Penthouse von Wendy gesehen), sondern Momentaufnahmen vom Strassenpflaster, von Asphalt und Fahrradwegen; ein Blick von unten also. Schön auch, in wievielen verschiedenen Blickwinkeln und Tageszeiten man z.B. die Brooklyn Bridge sieht und mehrere Viertel erlebt. Besonders mochte ich da z.B. die tanzenden Frauen auf einer Grünfläche in Chinatown. Untermalt mit einem guten Soundtrack, der stilistisch von Bach bis HipHop reicht.

3. Schöne Extras auf der DVD. Besonders gefallen hat mir das 25-minütige Porträt über Cédric Klapisch (dt. untertitelt), wo er erzählt, wie er Figuren entwickelt, sie glaubwürdig und doch witzig älter werden lässt, wie er mit Schreibblokaden umgeht und auch verrät, wie viel von ihm persönlich (er schrieb das Drehbuch mit 49) in Xavier steckt und was eben doch rein fiktiv ist. Spannend auch, dass er "Das chinesische Puzzle" (so der Titel des Buches, das Xavier im Film schreibt) zuerst wirklich in China drehen wollte und dann von Chinatown so begeistert war, dass er fand, dass New York genau den Enthusiasmus und dieses "Alles-ist-möglich"-Feeling beinhaltet, das er seiner Filmfigur Xavier wünscht. Sicher etwas für Filmbegeisterte, die auch gern hinter die Kulissen schauen. Dazu kommen auf der DVD ein Making of und der dt. Trailer.

Fazit: Jede Geschichte hat ihre Zeit - ich habe mich sehr gut amüsiert. In einer Kritik las ich, dass das wie ein "Klassentreffen sei mit altvertrauten Gesichtern, die man neu entdecken müsse". Genau. Anders eben. Und trotzdem richtig gut. Ich selber kenne alle drei Teile. Natürlich gibt es eine weitere Ebene, wenn man die Vorgänger kennt, weil ein Teil des Charmes eben auch ist, dass man die Entwicklung und Muster sieht und über Anspielungen lachen kann. Allerdings vermute ich (sofern ich genügend Distanz habe und mir dieses Urteil erlauben darf), dass der Film auch eigenständig, d.h. ohne die Vorkenntnis funktionieren könnte und Lust auf mehr macht - mir ging es so, weil ich sicher Auberge espagnole/Wiedersehen in St. Petersburg nochmals anschauen werde, weil auch ich viele Details nicht mehr präsent hatte und mich nun darauf freue, sie nochmals zu entdecken wie ein "Flashback".
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am 11. Januar 2016
unsere lieben Nachbarn von der anderen Seite des Rheins.
Lockere, luftige Komödien inszenieren, ohne Klischees, platten Sprüchen und flachen Dialogen.
C'edric Klapisch hat im nunmehr dritten Teil eine herrlich, leichte Komödie inszeniert, getragen von hervorragenden Darstellern und nicht zu vergessen New York...gewissermassen als Hauptrolle, ohne aufdringlich zu sein. Immer schön in Szene gesetzt, dient sie als Rahmen für allerlei menschliche Irrungen und Wirrungen.Nie kitschig, nie aufgesetzt, einfach tolle Unterhaltung.
Franzosen tragen ihr Beziehungschaos nach New York, was natürlich unweigerlich zu kulturellen Problemen führt.
Der Anfang erscheint etwas träge, dann nimmt der Film zunehmend Fahrt auf und hält das Tempo bis zum Schluss.
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TOP 500 REZENSENTam 3. September 2014
Bei "Beziehungsweise New York" handelt es sich um eine Fortsetzung zu den beiden Filmen "L'Auberge Espagnole - Barcelona für ein Jahr" aus dem Jahr 2002 und "L'Auberge Espagnole - Wiedersehen in St. Petersburg". Somit gibt es ein Wiedersehen mit so bekannten Schauspielern wie Audrey Tautou, Cécile De France, Kelly Reilly, Zinedine Soualem und vor allem Romain Duris, der erneut in der Rolle des Xavier zu sehen ist. Allerdings treten Barnaby Metschurat (als Tobias) und Kevin Bishop (als Wendys Bruder William) leider nicht mehr auf. Regie führte erneut Cédric Klapisch, wobei er ebenfalls für das Drehbuch und die Produktion zuständig war.
Neben Barcelona, London, Paris und St. Petersburg zieht es den vermeintlichen Schriftsteller nun nach New York. Dort will Xavier ein Buch mit dem Titel 'Das chinesische Puzzle" schreiben, was auch sehr gut zum Inhalt dieser wohl letzten Fortsetzung passt. Wohnhaft in China-Town, erscheint der Film mit seinen vielen Subplots wie ein Puzzle, dass die anderen Figuren aus den früheren Rollen noch stärker in das Leben von Xavier mit einbezieht. Zwar kommt dadurch auch ein wenig Langeweile auf und die Erzählweise ist nicht mehr so harmonisch wie in den beiden vorigen Filmen, aber dennoch gibt es etliche Anspielungen und Verweise auf die beiden Vorgängerfilmen, so dass gerade Fans der Reihe gewiss nicht enttäuscht sind.

Das Bild ist leider nicht ganz optimal. Die Schärfe erreicht überwiegend nur ein gutes Niveau, lässt aber immer noch erkennen, dass es sich um eine Blu-ray handelt. Die Farben sind natürlich und kräftig, der Kontrast aber leider nur sehr unausgewogen. Gerade in dunkleren Szenen oder Darstellungen mit wenig Licht ist der Kontrast nur sehr schwach, so dass Farben und Schwarzwert an Kraft verlieren. Darunter leidet auch die Plastizität, die das Bild in diesen Momenten sehr flach erscheinen lassen. Kompressionspuren sind nicht aufgefallen.

Der Ton (Deutsch und Französisch in DTS HD MA 5.1) überzeugt da schon eher. Gerade in Außenaufnahmen werden konsequent alle Lautsprecher in das Geschehen mit einbezogen und eine gute Räumlichkeit erzeugt. Die Abmischung erweist sich als natürlich und klar bei guter Dynamik und ausgewogener Balance. Der Subwoofer tritt aber ausaschließlich durch den Score in Erscheinung, bietet da aber kräftige Bässe. Die Dialoge sind stets klar verständlich.

Making of (HD; 52:32 min.)
Featurette "Schreiben ist kompliziert" (HD; 25:18 min.)
Trailer (HD; 1:32 min.)
Trailershow (HD)
Wendecover

Das Bonusmaterial schaut zwar nur sehr übersichtlich aus, bietet aber eine enorme Spielzeit. Das knapp einstündige Making of (ca. 52 min.) gewährt da am meisten Einblicke in die Produktion und bezieht dabei auch ein wenig die beiden Vorgänger mit ein. Das Featurette "Schreiben ist kompliziert" (ca. 25 min.) zeigt auf sehr interessante Weise, wie Cédric Klapisch sich für das Drehbuch vorbereitet und die Handlung ausgearbeitet hat. Nach dem Original Kinotrailer auf Deutsch (ca. anderthalb Minuten) ist auch schon Schicht im Schacht, wobei eine Trailershow sowie ein Wendecover das Angebot abrunden.

"Beziehungsweise New York" ist ein guter Abschluss der "L’auberge espagnole" Reihe und zeigt noch einmal die bekannten Figuren in neuer Umgebung. Fans werden trotz leichtem Qualitätsverlust im Vergleich zu den beiden vorigen Teilen dennoch ihren Spaß an dieser Fortsetzung haben.
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am 2. Juni 2016
Nach dem ersten, sehr innovativen und erfolgreichen Teil "Barcelona für ein Jahr" 2002 und dem Nachfolger "Wiedersehen in St. Petersburg" 2005 erschien 2013 der dritte Teil der unter "L'auberge espanole" bekannten Reihe.
Es geht um das Leben des Schrifstellers Xavier, der seine ehemalige Mitbewohnerin Wendy geheiratet hat und nun, kurz vor dem 40. Geburtstag, in seiner dritten großen Sinnkrise steckt.
Wendy trennt sich und zieht mit den Kindern nach New York. Xavier folgt ihr und beschließt vorerst bei seiner alten Freundin Isabelle zu nächtigen, der er per Samenspende zu einem Kind verholfen hat, dass sie nun mit ihrer Freundin Ju großziehen möchte.
Ich möchte nichts vorwegnehmen oder spoilern. Deshalb nur soviel: Teil Nr. 3 hat mich wieder einmal, genauso wie die ersten Teile gepackt. Aber dies liegt sicherlich an meiner Affinität für den Regisseur und die Grundidee. Ich mag die Figuren, die Musik, die Schnitte und die tolle Besetzung (Romain Duris (Der wilde Schlag meines Herzens), Audrey Tautou (Amélie), etc.).
Auf mich wirken die Filme wie aus einem Guss, sehr organisch passend.
Aber was ist es für ein Genre? Sicherlich keine seichte Komödie oder ein herzschmerzliches Liebesdrama. Es ist ein Film über einen Mann, der immer wieder im Chaos seines eigenen Lebens stecken bleibt, in schwierige persönliche Situationen gerät und sich trotzdem immer auf die Hilfe und Herzlichkeit seiner Freunde verlassen kann.
Xavier ist erwachsen, genauso alt wie ich. Vielleicht kann ich mich deshalb in seine Rolle hineinfühlen. Er wirkt reifer und sympathischer, als in den ersten beiden Teilen.
Ich fand den Film toll, irgendwie nostalgisch, haben sich doch die Stilmittel, die Regisseur Cédric Klapisch verwendet mittlerweile überholt.
Leztendlich spricht "Beziehungsweise New York" nur Menschen an, denen auch schon Teil 1 und 2 gefallen haben.
Allen Anderen wird der Film wenig zusagen (siehe einige Rezensionen).
Wilkommen im Club der L'auberge espagnole.
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TOP 1000 REZENSENTam 31. Juli 2015
Das Talent des Filmemachers Cédric Klapisch (*1961) scheint auf eine ganz bestimmte Art von Filmen ausgerichtet zu sein. Mit seinem vorgegangenen Film Mein Stück vom Kuchen (2010) hatte er gezeigt, dass ihm die sozialkritische Feelgood-Komödie eher nicht liegt, und auch mit einem Science-Fiction-Film (»Peut-être« [1999]) und einem Thriller (»Not For, Not Against – Es gibt kein Zurück« [2003]) war Klapisch jeweils baden gegangen.

Klapischs Talent liegt bei der locker episodisch strukturierten Komödie, die von den Schwierigkeiten handelt, seinen Platz im Leben zu finden. Seinen größten Erfolg hatte er mit »L' Auberge Espagnole – Barcelona für ein Jahr« (2002) und dessen Fortsetzung »L' Auberge Espagnole – Wiedersehen in St. Petersburg« (2005), jeweils mit Romain Duris, Audrey Tautou und Cécile de France. Hier nun liegt der dritte Teil vor.

Im Jahre 2002 hatte man eine Gruppe von Erasmus-Studierenden als Bewohner einer WG in Barcelona kennen gelernt, drei Jahre später kämpft die Hauptfigur Xavier bereits mit den Schwierigkeiten des Berufslebens und dem Anspruch, sich im Beruf zu verwirklichen. Die WG trifft sich anlässlich einer Hochzeit noch einmal in St. Petersburg wieder.

2013: Xavier ist als Schriftsteller etabliert, aber seine Ehe ist gerade gescheitert. Seine Ex-Frau zieht zu ihrem neuen Partner nach New York. Um den Kontakt zu seinen Kindern nicht zu verlieren, zieht Xavier kurzentschlossen hinterher. Isabelle (Cécile de France), der er zwischenzeitig zu einem Kind verholfen hat, hilft ihm mit Arbeit und Wohnung. Trotzdem hat Xavier in der fremden Stadt mit zahllosen Schwierigkeiten zu kämpfen. Irgendwann taucht auch Martine (Audrey Tautou) auf. Es entspinnt sich ein dichtes Geflecht von Problemen.

Der Beginn des Films kam mir etwas überambitioniert vor. Klapisch bemüht sich allzu sehr zu zeigen, was er drauf hat. Sogar Animationssequenzen werden eingebaut. Doch nach einer Weile wird der Film konzentrierter. Die Figuren werden wieder so ernstgenommen, wie man das aus den vorangegangenen Teilen kannte. Klapisch findet auch das zarte Gleichgewicht zwischen Optimismus und Realismus wieder. Beziehungskitsch mit hohem Feelgood-Impact wird konsequent vermieden.

Fazit: Klapisch ist trotz anfänglichem Schlingerkurses zurück in der Spur. Schöner Film.
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am 20. Juni 2015
Szenen und Schauspieler sind wie schon in den ersten beiden Teilen einwandfrei, das Drehbuch ist allerdings etwas unrealistisch und auch zum Teil weniger schön, was die Familienentwicklungen (ziemlich gedankenloses Patchworking) angeht.

Auch wenn dies im Film merkwürdigerweise oft wiederholt wird - ist New York (vor allem im Vergleich zu Paris oder Barcelona) denn wirklich so schön? Vor allem wenn Xavier in Paris bereits seinen Lebenstraum (Romanveröffentlichung) zu leben beginnt und in NY aber wieder fast bei Null anfangen soll. In NY arbeitet er als Fahrradbote und heiratet eine Fremde, nur um US-Amerikaner zu werden. Tja, und am Ende bleiben alle gleich da. Hm, na ja. Vielleicht das alles wirklich wegen der Kinder, aber so ganz nimmt man das dem Autor Klapisch hier nicht ab.

Dennoch, wenn man hie und da durchblicken und abstrahieren kann: auch der 3. Film dieser "Auberge Espagnole"-Reihe ist sehenswert. Xavier ist letztlich ein Glückskind, dessen Probleme fast allesamt selbstgemacht sind. Er findet wohl dennoch das Glück in NY. Die "Erwachsenen" kreisen in diesem Teil ziemlich um sich selbst. Vier Sterne, wenn man`s mag.
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am 9. April 2015
Eine etwas holprige chaotische, aber auch süße Geschichte eines Schriftstellers der zwischen einer frischen Trennung seiner Ehefrau in Paris, einer notgeilen lesbischen Freundin, dass ein Kind von Ihm will, eine fake Ehe und eine noch älteren Ex Beziehung hin und her torkelt. Ah ja und die Beziehung zu seinem Verleger hat er ja auch noch zu erfüllen. Und das alles meistert er mit einer französischen Gelassenheit. War unterhaltsam mit ab und an ein Augenverdrehen nicht zu vermeiden.
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am 18. August 2015
Der dritte Teil der Xavier-Trilogie führt uns nach Barcelona und St. Petersburg nun in das unvermeidliche New York. Warum das Häuflein Europäer - der immer noch erfolglose Autor Xavier, die mit einem reichen Ami liebäugelnde Wendy, die mittlerweile uneheliche Zweifach-Mama Martine und die zur toughen Börsenmaklerin aufgestiegene Isabelle - ausgerechnet in der Stadt, die niemals schläft, ihr Glück finden wollen, bleibt etwas unklar. Die Sinnsuche der so verschiedenen Menschen, die durch irgendwelche geheimnisvollen Bande schicksalhaft miteinander verbunden sind, in Big Apple gestaltet sich dementsprechend chaotisch wie gewohnt. Das Geldsorgen eigentlich nie eine Rolle spielen und man ohne Greencard, mit zweifelhaften Jobs und viel Zeit zum Müßiggang in Big Apple dennoch prima und ausschließlich um sich selbst kreisend über die Runden kommt, gut isst und trinkt und in netten Wohnungen wohnt, ist blanke Schönfärberei und ein Märchen. Kommissar Zufall spielt Schicksal und so bekommt der wie gehabt als tumber Tor durch die Kulissen stolpernde "Held" mit mehr Glück als Verstand im Chinesenviertel von New York nicht nur eine Wohnung, sondern sogar zum Nulltarif eine nette chinesische Schein-Braut für die Greencard. Zwischendurch werden mal so en passant in der fremden Stadt Kinder gezeugt und großgezogen, Geschäfte abgewickelt, die Behörden übertölpelt und ganz am Schluss dann die große erfüllende Liebe in Gestalt der - Überraschung! - uralten abgelegten Beziehungskiste aus Teil 1 gefunden.

Mit der Realität hat das alles nichts zu tun, aber es ist flott und nett erzählt und in wunderschöne Bilder vor allem von Brooklyn und Chinatown eingetaucht. Xavier ist mittlerweile handzahm geworden und legt keine fremden Frauen mehr flach, während die lesbische Erfolgsfrau Isabelle - Cécile de France ziemlich abgehärmt mit Tränensäcken - den Macho raushängen lässt und die Partnerin flott betrügt. Und Audrey Tautou, die hier eine sehr gute und differenzierte Figur macht, spricht bei Verhandlungen als Bio-Unternehmerin fließend Chinesisch. Das war einer der lustigsten Momente des Films.

Der Film ist in jedem Fall reifer und routinierter als seine Vorgänger - ein bisschen eine Art Woody Allen für Arme mit den entsprechenden klugscheißenden Dialogen, nur nicht so intellektuell und so bissig - , definitiv besser als der Barcelona-St.Petersburg-Film (Teil 2 aus der Trilogie), doch er hat nicht mehr den Charme der frühen Jahre von "Barcelona für ein Jahr". Die Helden sind müde und reifer geworden, ob auch klüger, bleibt abzuwarten. "Hier bleiben wir, das ist unsere Stadt, hier rühren wir uns nicht vom Fleck", meint Xavier sichtlich erleichtert am Schluss. Bleibt abzuwarten - vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen in Berlin, Sydney oder Hongkong........
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am 8. März 2015
leider gibt es einige Stellen, die den Zuschauer unyufrieden zurueck lassen. Als Martine so seltsam yu den Chinesen spricht, weiss man leider gar nicht, was das ganye soll. Es koennte ein Gedicht gewesen sein oder so. Naja, davon gibt es dann noch einige weitere Stellen, die man sich nicht erklaeren kann. Dennoch, der Film ist absolut sehenswert, auch wenn er nicht mehr in Franzoesisch ist wie die sehr authentischen Vorgaenger.
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