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Moviemans Kommentar zur DVD: Dem formidable Ton widerspricht das allzu verwaschene und graustichige Bild. Schade eigentlich, in einer ausgewogeneren Kombination hätte der Film eine richtig gute Leistung hinlegen können. Auch die Extras wissen vom schlechten Bild zu berichten, das macht der dynamische und mitreißende, durch die wunderbare Musik lebende Ton dann doch nicht alles wieder wett.
Bild: Die Bilder schwanken stark in der Leuchtkraft ihrer Farbgebung. Mal erinnern die satten Bonbontöne (Choreoraphie, 00:14:40) an Musicalformate, mal fallen die Farben in den verregneten Straßen äußerst blass, graustichig, ja fast grobkörnig aus (Bibliothek, 00:47:39). Auch ist die Anzahl der Schwarztöne, besonders auffallend vor dem schwarzen Vorhang (00:15:43) so wenig aufgefächert, dass Schwarz schlicht Schwarz bleibt und keinerlei Kontraste ausgemacht werden können. Auf hellen Flächen (gelbe Wand, 00:47:59) bildet sich Rauschen und leider fallen sowohl Tiefen- wie auch Detailschärfe nicht gerade umwerfend aus. Das Bild vermag, einmal abgesehen von der relativ guten Kompressionsrate, mit dem hervorragend ausfallenden Ton einfach nicht mitzuhalten.
Ton: Gleich zu Beginn des Filmes fällt auf, wie ausgewogen und detailreich die Soundkulisse ausgestattet wurde. Zu keinem Zeitpunkt bleiben die hinteren Kanäle still. Stets dringt Raumatmosphäre aus dem Hintergrund in die Umgebung und weiß sich äußerst dynamisch nach vorne zu verteilen, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Durchs Bild fahrende Autos (00:10:31) fahren akustisch stets durch den ganzen Raum, wobei kein Kanal ausgespart bleibt und dennoch kein unnatürliches Raumempfinden entsteht. Nachhall bleibt subtil und sonor im Raum stehen. Auch Musik und Stimmen verteilen sich dem gemäß und vor allem einwandfrei abgemischt im vorhandenen mehrdimensionalen Klangraum. Englische wie deutsche Fassung sind dabei ausgesprochen gleichwertig gestaltet. Lediglich für die deutsche Version wurde eine minimal dumpfere Sprecherstimme ausgewählt, was die anderen Tonebenen aber nicht im Geringsten beeinflusst.
Extras: Neben einem netten Audiokommentar enthält die Disc vor allem ein Making Of, das die Kulissen des Filmes entpuppt: Die Filmstudios Babelsberg in Potsdam. Spacey und seine Kollegen berichten angeregt vom Dreh in Berlin und vom Tanzen lernen, zu dem Spacey tatsächlich ein großes Talent besitzt. Das alles leider in überaus miserablen, weil von Artefakten übervölkerten, Bildern. Annehmbar, mehr nicht. --movieman.de
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