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Mäßige Beyond Budgeting Artikelsammlung - kein Beyond Budgeting Buch!, 21. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Beyond Budgeting (Broschiert)
Das vorliegende Werk ist eine von mittlerweile vielen Veröffentlichungen zum Thema Beyond Budgeting. Zu aller erst gilt es klarzustellen, dass es sich nicht um ein Buch, sondern lediglich um eine Artikelsammlung handelt. Zudem sind viele der Artikel in meinen Augen eher schwach, mit Ausnahme des Artikels von Schäffer/Zyder (Beyond Budgeting als Management Hype), wobei dieser Artikel bereits an anderer Stelle veröffentlicht wurde und somit nicht neu ist. Ansonsten fehlt dem ganzen die wirklich kritische Auseinandersetzung mit dem Thema.
Beyond Budgeting ist ja zu einem Modethema avanciert, welches insbesondere von einigen Autoren und Unternehmensberatern immer wieder neu lanciert und umpositioniert wird. Bei aller Euphorie, die irgendwelche isolierten Einzelbeispiele verströmen mögen, gilt es zu beachten, dass man von irgendwelchen Einzelfällen kaum allgemein gültige Schlüsse ableiten kann. Bis heute ist Svenska Handelsbanken das einzige Fallbeispiel bei welchem tatsächlich alle 12 Beyond Budgeting Prinzipien umgesetzt sind. Argumentiert man mit solchen Einzelfällen, würde sich die Frage nach Beyond Budgeting außerdem gar nicht erst stellen, schließlich gibt es tausende und abertausende Unternehmen aller Branchen weltweit, welche erfolgreich sind MIT dem Einsatz von Budgets!
Was in diesem Werk zu kurz kommt ist die konzeptionelle Entstehung von Beyond Budgeting und eine darauf aufbauende kritische Einordnung. Hope & Fraser, die Urheber des Konzepts, stellten es Mitter der 90. Jahre (womit es schonmal nicht mehr so neu ist) als Managment-Modell für das Informationszeitalter vor. Der Einfluss der New Economy auf die damaligen Veröffentlichungen ist unübersehbar. Damals war es ja auch in Mode, Unternehmen dezentral zu steuern. Viele damals kurzfristig erfolgreiche Firmen hatten außerdem keine ausgereiften Controllingstrukturen (z.B. keine Budgets). Dementsprechend ist Beyond Budgeting nicht mehr als ein Produkt des damaligen Zeitgeists, auch wenn dies mittlerweile von Beyond Budgeting Seite nicht mehr gerne gehört wird. Um nochmal auf die Fallbeispiele zurückzukommen, welche ja immer wieder angeführt werden, um die angebliche Überlegenheit von Beyond Budgeting zu beweisen: Unzählige New Economy Unternehmen waren faktisch gesehen Beyond Budgeting. Sie waren dezentral und hatten keine ausgereiften Controllingstrukturen. Daher kann man allein aus der New Economy Zeit hunderte Fallbeispiele von Unternehmen nennen, die gescheitert sind, obwohl sie Beyond Budgeting eingesetzt haben!
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Nette Theorie, 22. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Beyond Budgeting (Broschiert)
Beyond budgeting ist eine nette Theorie, die jedoch noch lange brauch bis sie tatsächlich in der praxisarbeit des Rechnungswesens ankommt.
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Gelungener Beyond Budgeting-Sammelband, 18. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Beyond Budgeting (Broschiert)
Dies ist die erste ernstzunehmende Artikelsammlung in Buchform zum Trend-Thema Beyond Budgeting. Während das bereits 2004 bei SchäfferPoeschel erschienene Buch „Beyond Budgeting umsetzen" (auch ein Herausgeberwerk) noch kaum sichtbar auch nur den Versuch machte, sich wirklich mit Beyond Budgeting auseinnderzusetzen, so finden sich in diesem, von Jürgen Daum (SAP) herausgegebenen Werk fast durchgängig Texte, die wertvolle Aufschlüsse über Beyond Budgeting-Modell und -Praxis geben. Das Buch bleibt seinem Untertitel: „Impulse zur grundlegenden Neugestaltung der Unternehmensführung und -steuerung" insofern weitgehend treu. Dennoch: Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel: Das Inteview mit Siemens-Benelux hat in einem Buch über Beyond Budgeting streng genommen nichts zu suchen (es geht fast ausschliesslich um Reporting); der Schlussaufsatz von Prof. Schäffer (EBS) ist weder State of the Art, noch geeignet, ein angemessenes Resumee zu diesem Tagungsband des Frankfurter Beyond Budgeting Summit zu ziehen. Andere Texte dagegen überraschen sehr positiv: etwa der pointierte Artikel von Steve Morlidge über Dynamic Performance Management bei Unilever; oder der kurze Text von Dieter Brandes über das Steuerungsmodell von Aldi („Keine Budgets - keine Controller"). Insgesamt ein grösstenteils lesenswertes, aber etwas hoch gepreistes Buch.
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