Beim Experimentieren mit ihren Hexenkünsten färbt Amelia "Amy" Bourne das Haus ihres Onkels blau ein. Daraufhin belegt ihr Vormund sie mit einem Zauberspruch, der sie bis auf weiteres ihrer magischen Fähigkeiten beraubt, und schickt sie zu einem Bekannten nach London. Dort soll sie in die Gesellschaft eingeführt werden und einen passenden Ehemann finden. Den sieht sie in dem kühlen, überheblichen Lebemann Sebastian "Fox" Stapleton ganz und gar nicht. Auch er zeigt kein Interesse an ihr, bis ihnen beiden durch eine Intrige ein Liebestrank verabreicht wird. Von nun an können sie die Augen kaum voneinander abwenden und verloben sich bald. Fast zu spät bemerkt Amy, dass dunkle Mächte ihre Finger im Spiel haben. Sie muss herausfinden, ob die Liebe auch ohne Hexerei Bestand hat und wie sie Fox vor dem Bösen beschützen kann.
Bei Sandra Schwab kann man sich einer Sache ganz sicher sein: keines ihrer Bücher ist wie das andere. Anstatt sich bequem in einer Nische niederzulassen, spielt die Autorin immer wieder mit neuen Ideen. Mit "Bewitched" hat sie paranormalen Boden betreten und glänzt dabei genauso wie bei ihren Ausflügen ins Gothic- oder Märchenfach in ihren ersten beiden Veröffentlichungen. Die Geschichte um die betörende Amy und den verführerischen Fox beginnt als sehr beschwingter Regency mit leicht zauberhaften Anklängen. Amüsant ist zu verfolgen, wie aus ihrer Abneigung auf den ersten Blick kurz darauf ein gegenseitiges Anschmachten wird. Auch der Dreh in die finster-übersinnliche Richtung glückt dank einiger gut platzierter Vorboten einwandfrei. Hinreißend ist der Historical durchweg, egal ob lustig oder düster. (TD)