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Dazu könnte das neue Buch von Edward de Bono beitragen. Denn der weltweit anerkannte Erfolgsautor zu den Themen Kreativität und effektives Denken wendet sich nun dem Thema Werte zu. Die nämlich bestimmen nicht nur unsere Wahrnehmung, sondern auch unsere Entscheidungen. "Logik kann uns bei der Entscheidung helfen, wie etwas zu machen ist, aber sie verrät uns nicht, was wir machen sollten", schreibt der Autor. "Die Entscheidung treffen wir letztlich auf Basis unserer Werte." Ziel des Buches ist es, den Lesern "eine wirkungsvolle Rahmenstruktur für die Wertbemessung" an die Hand zu geben.
De Bono geht es um einen "Denk- und Diskussionsrahmen" für die Entscheidungsfindung. Dabei orientiert er sich an seiner erfolgreichen "Sechs-Hüte-Methode" und präsentiert einen Kanon von sechs Wertekategorien, die griffig mit Materialien assoziiert werden: Gold, Silber, Metall, Glas, Holz, Messing. Diese Wertkategorien sollen die Aufmerksamkeit lenken und strukturieren. Das leicht verständlich geschriebene Buch bietet einen sehr konkreten Rahmen, der es erleichtert, Werte zu ermitteln und einzuschätzen und damit die Grundlagen von Entscheidungen deutlich zu machen. Ob die Wahl der Wertekategorien indes der Weisheit letzter Schluss ist, kann man bezweifeln, denn schließlich zählen auch Gold, Silber und Messing zu den Metallen. Das ist nicht der einzige Stolperstein in einem Buch, das schnell heruntergeschrieben wirkt. --Winfried Kretschmer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mit De Bono eigene Ideen legitimieren,
Von Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Bewerten, beurteilen, entscheiden (Gebundene Ausgabe)
Nach der neuen Denkschule, die gar nicht so neu war, kommt der Vordenker angewandter Kreativität nun mit einem Buch über die Einschätzung von Ideen, Projekten und Strategien wohl wieder auf die Bestsellerlisten von Sachbüchern. Zu Recht. Zwar überrascht er seine Fangemeinde nicht mit völlig Neuem. Aber wer hat schon alle seiner gut dreissig Bücher gelesen, geschweige denn verinnerlicht. Wie Entscheidungen letztlich zustande kommen, wurde in den letzten Jahren auch Untersuchungsgegenstand der Gehirnforscher. Darüber steht in diesem Buch nichts und doch sehr viel. Denn De Bono verzichtet auf sämtliche Fachtermini, kommt aber durch Beobachtung und langjährige Beraterpraxis in grossen Unternehmen zu ähnlichen Schlüssen wie die Neurologen. Tatsache ist jedenfalls, dass Entscheidungen meist aus eindimensionaler Sicht gefällt werden. Und genau dieser Unart will De Bono mit seinem Buch abhelfen. Sein System erlaubt es, wilden Diskussionsrunden, die vor allem durch kaschierte Emotionen geprägt sind, eine systematischere Struktur zu geben. Ausgangspunkt sind dabei die Werte.Indem er sechs Kategorien einführt, die er in Anlehnung an seine sechs Hüte für kreatives Denken geschaffen hat, werden Inhalts- und Beziehungsebenen besser getrennt. "Golden" nennt De Bono die menschlichen Werte, "silbern" die unternehmerischen, "metallen" die Aspekte der Qualität, "gläsern" die verwandten Werte von Innovation, Einfachheit und Kreativität, "hölzern" sind ökologische Werte, und aus "Messing" die wahrnehmungsbezogenen der äusseren Erscheinung. Das alles ist ja nichts Neues unter der Sonne. Aber die Leistung von De Bono bestand schon immer darin, so genannte Banalitäten zu veranschaulichen und auf sinnliche Weise in Erinnerung zu rufen. Das Wichtigste an diesem Buch scheint mir ohnehin, dass Querdenker und Störefriede sich bei ihren Inputs auf den grossen De Bono berufen können. Wenn De Bono die sechs Hüte-Methode und nun die sechs Wertekreise empfiehlt, wird das auch in Vorstandsetagen akzeptiert. Schliesslich geht De Bono dort ein und aus, bei IBM ebenso wie bei Shell, Nokia, Motorola, GM, Ford, Siemens und wie sie alle heissen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der wertvolle Werte-Einschätzer,
Rezension bezieht sich auf: Bewerten, beurteilen, entscheiden (Gebundene Ausgabe)
Edward de Bono, der kreative Erfinder der sechs Denkhüte zum „Paralleldenken" verschiedener Sichtweisen, sowie der sechs Schuhe, für die Umsetzung verschiedener Handlungen, legt nun seine sechs Medaillen für verschiedene Wertkategorien vor.Das dünne Bändchen ist auch sprachlich knapp gehalten, was derjenige als Vorteil empfinden wird, der keine langatmigen Erklärungen sondern schnelles Lesen wünscht. Nach einer Eingewöhnung macht dann die Arbeit an der formalen Einfachheit durchaus Spaß. De Bono's sechs Werte sind: (1) goldene = menschliche Werte, (2) silberne = ökonomische Werte, (3) metallene = Qualitätswerte, (4) gläserne = Kreativitätswerte, (5) hölzerne = Nachhaltigkeitswerte und (6) Messing- = wahrnehmungsbedingte Werte. De Bono beschreibt positive und negative Werte, einfache 4-Punkte-Bewertungen innerhalb der Werte sowie kleine 5-Punkte Checklisten zur Entscheidungsfindung. Es handelt sich bei dem Inhalt um keine Value Scorecard, nicht um das Beurteilen, Messen und Steuern durch Zahlen. Wer das erwartet, wird enttäuscht. Sondern es geht auf einem hohen Niveau von Diskurs und Debatte um das, was der Untertitel sagt: „Ideen, Projekte und Strategien besser einschätzen (!) zu können". De Bono will zwei weitere Bändchen in einer Trilogie nachschieben: (a) „Das Entwerfen von Werten" und (b) „Das Liefern von Werten". Sie sind herzlich willkommen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Von wegen Ratio...,
Von Hausmann Roger "schreibwerkstatt.ch" (Winterthur, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Bewerten, beurteilen, entscheiden (Gebundene Ausgabe)
Jede und jeder von uns muss Vorschläge, Ideen, Strategien oder Projekte beurteilen. Und fast jede und fast jeder von uns ist überzeugt, dass sie beziehungsweise er das rational tut. Weit gefehlt, wie die Psychologen, Hirnforscher und Erkenntnistheoretiker inzwischen herausgefunden haben. Wir entscheiden nicht nach den Regeln der Logik, wir entscheiden auf der Grundlage unserer Werte. Wer das weiss, kann besser strukturieren, wie er entscheidet. Und besser nachvollziehen, wie er entschieden hat. Dieses Buch zeigt anschaulich, wie das geht.
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