Aus der Amazon.de-Redaktion
Trotz des viel aufwendigeren und temporeicheren optischen Stils im Vergleich zum ersten Film von 1984, ist die Melodie die gleiche geblieben: Foley versucht, seinen Job in Detroit zu behalten, während er gleichzeitig für die Polizei in Beverly Hills Fälle löst. Murphy nutzt abermals den Kulturschock als Quelle der Komik, und das lockere Verhältnis zwischen Foley und Billy (gespielt von Judge Reinhold), nun eine fröhlich überzogene Rambo-Figur, steht immer noch im Mittelpunkt der Serie.
Wenn dieser Film auch nicht sonderlich originell ist, drückt ihm Regisseur Tony Scott (Crimson Tide, Der Staatsfeind Nr. 1) doch seinen eigenen Stempel auf und sorgt dafür, dass die Action und die Lacher nicht nachlassen. --Robert Lane
Video Jakob Kurzinhalt
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Optisch ist die Disc klar DANEBEN, der brauchbare Ton, die nette Aufmachung des Menüs mit Neonoptik und einigen netten akustischen Effekten sowie die wohlwollende Kenntnisnahme der Abkehr von Extraarmut lassen hier nochmal Gnade walten. Die gebotenen Informationen der Extras sind sogar sehr gut, verzichten Bruckheimer und der damals noch lebende Don Simpson weitgehend auf gegenseitiges Lobhudeln und kommen zur Sache, wenn es um Harold Faltermeyers damals noch ungewöhnlich poppig empfundenen Soundtrack geht. Der Film selbst ist nicht schlechter, aber auch nicht besser als die Erstgeburt. Die Nielsen stakelt mit Sonnenbrille durch die Bank und hofft, nicht erkannt zu werden. Sorry, aber so ein Albino in Beverly Hills würde jeder Parkwächter in 10 Minuten verhaften. Läßt man den Punkt Glaubwürdigkeit wie bei allen Bruckheimern weg, wird man sich vergnügt in die Hände reiben, wenn Eddie Murphy in alter und damals noch frischer Manier vom Leder zieht. Well done!
Bild: Das heftige Grieseln ist nahezu unerträglich und eine Beleidigung für die Augen (00.03.26, 00.04.13, 00.21.30). Böte man so etwas im Kino an, würden die Kunden ihr Geld zurückverlangen. Und die DVD kostet weit mehr als eine Kinokarte. Die Farbsättigung hat nicht mehr die knallige Gelacktheit, die damals auf der Kinoleinwand erreicht wurde. Weil man auf ein Entrauschen offensichtlich verzichtet hat, liegt die Schärfe auch nach 15 Jahren noch auf gutem Niveau, wirkt dabei aber etwas grobkörnig. Der Kontrastumfang ist ausgewogen und zeigt die Hetzjagden im sommerlichen Los Angeles in einer Vielzahl der üblichen Lichtverhältnisse. Auch Schatten werden sauber konturiert sichtbar. Die Kompression hat arg mit dem Rauschen zu kämpfen und braucht eine hohe Datenmenge, um nicht ins Ruckeln zu geraten. Das geschieht dann aber doch schon mal bei 00.21.15 im Schwenk.
Ton: Eddie Murphy klingt auf deutsch merklich dumpf und dünnbrüstig. Atmosphärisch kommen zwar einige kleinere Surroundeffektchen zustande, die jedoch nahezu völlig ohne Dynamik sind. Schießereien, wie sie ja schließlich öfter vorkommen, werden in der gleichen Lautstärke absolviert wie das Laufen eines Wasserhahns. Wäre nett, dann könnten einige im Frankfurter Bahnhofsviertel ruhiger schlafen, aber auf DVD ist derlei Rücksichtnahme auf die Ohren nicht angebracht. Auch eine akustische Zuordnung ist nicht möglich, obwohl wir es hier mit einem Dolby Surroundfilm zu tun haben. Gegenüber der englischen, aufgemischten 5.1-Spur kann die deutsche Tonspur jedoch mit ein wenig Vorteil im Bassfundament, wenn man es denn so nennen will, punkten. Diese bietet aber auch die in der deutschen Tonfassung gewünschte räumliche Aufteilung der akustischen Geschehnisse. --movieman.de