Kurzbeschreibung
Zum 200. Mal jährt sich ein Ereignis von kultureller Tragweite für die Stadt Mainz: Ein Erlaß des französischen Innenministers Chaptal verfügte, daß in 15 Städten Frankreichs Museen gegründet und aus dem überquellenden Gemäldebestand des »Musée Central« im Louvre mit Bildern versorgt werden sollten. Auch Mainz, die Hauptstadt des neuen Departements »Mont Tonnerre«, gehörte zu den Auserwählten. Das Landesmuseum Mainz nimmt dies zum Anlaß, der »französischen Schenkung von 1803« eine umfangreiche Jubiläums-Ausstellung zu widmen. Im Mittelpunkt stehen die Bilder, die 1803 aus Paris nach Mainz kamen und vorher in Belgien, Holland und Italien als »Tribut« durch die Revolutions- Armeen Frankreichs beschlagnahmt worden waren. Im Katalog beleuchten namhafte französische und deutsche Wissenschaftler diese facettenreiche Thematik in ihren Beiträgen. Welche Kunst gab es vor den Franzosen in Mainz? Wie veränderte Napoleon die Kunstlandschaft Europas und welche Folgen sind heute noch erkennbar? Die Ausstellung geht diesen Fragen nach und führt den Besucher durch die wechselvolle Geschichte der Beutekunst unter Napoleon.
Über den Autor
Dr. Sigrun Paas, Hauptkustos und stellvertretende Direktorin Landesmuseum Mainz, Leitung der Abteilung Gemälde und Skulpturen sowie der Slevogt-Galerie Schloß Villa Ludwigshöhe, Edenkoben.