Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Es ist wieder angerichtet..., 10. Mai 2009
So, Beutegier grad beendet.
Bin an sich schon ganz zufrieden mit dem Buch, auch wenn es nicht an seinen Vorgänger Beutezeit herankommt.
Beutezeit war für mich eine wilde und knallharte Achterbahnfahrt, die nicht mehr zu stoppen war. Selten wurde einem in Ketchum's Debut eine Atempause gegönnt. Sein Nachfolger kann mit dieser Geschwindigkeit nicht mithalten und ist eher ein langsames Grauen, welches einen aber dennoch in seinen Bann zieht. Auch die Gewaltschraube wurde ziemlich gelockert.
In Beutegier wurde etwas mehr wert auf die Charaktere gelegt (welche aber noch immer nicht an die Charakterzeichnungen eines frühen Stephen King herankommen). Auch die Kannibalen haben hier mehr Tiefe spendiert bekommen. Eigentlich begrüße ich solche Schritte ja, aber hier finde ich es irgendwie hinderlich. Dadurch verliert die Geschichte ziemlich an Fahrt und Geschwindigkeit.
Was ich auch recht schade finde ist, daß das Buch keine wirklichen Überraschungen bietet. Beutezeit hatte in dieser Richtung mehr zu bieten.
Aber trotz all dem Gemecker ist Beutegier ein klasse Buch, welches sich kein Ketchum-Fan entgehen lassen sollte. Es ist spannend, es ist (noch immer) hart und erbarmungslos und es liest sich äußerst flüssig.
Wenn man einmal damit angefangen hat, legt man es erst wieder aus der Hand, wenn man die letzte Seite beendet hat.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mahlzeit !, 10. Oktober 2009
Mit Beutegier ist Jack Ketchum eine wirklich würdige Fortsetzung von Beutezeit gelungen. Ich will dieses Werk nicht verhamlosen indem ich schreibe dass es nicht ganz so brutal ist, und nicht * ganz so brutal * ist vielleicht sogar der falsche Ausdruck. Ketchum geht bei den Gewaltszenen nicht ganz so ins Detail wie bei Beutezeit und er ist ein klein wenig eleganter beim Beschreiben der Taten. Das ist wohl die bessere Beschreibung. Trotz allem ist es noch immer der blanke Horror wie die extremen Szenen dargestellt werden, und es richten sich einem die Nackenhaare auf. Wem aber bei Beutezeit ganz anders wurde, der sollte dieses Werk dann nicht lesen. Für einen Ketchum Fan aber ist es natürlich ein muss diesen Thriller gelesen zu haben. Allein die einfache Schreibform mit den kurzen Sätzen lässt keine langeweile aufkommen, und man saugt das Buch förmlich in sich auf, und erlaubt einem nicht es aus der Hand zu legen. Ob der mitlerweile in die Jahre gekommene Ex Polizist George Peters, Amy, Carey oder der kleine Luke, alle Charaktere sind gut beschrieben und das macht es einem leicht sich in sie hinein zu versetzen. Für zusätzliche Spannug in diesem Thriller sorgt der Einbau von Careys Ex Mann Steven, das lässt die Frage offen wer eigentlich kränker im Kopf ist, die Kannibalen oder er.......
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ich hatte gerade ein Deja-vu...., 10. Mai 2009
Ca. 10 Jahre nach dem "Klassiker" Beutezeit schrieb Ketchum den Nachfolger und gibt in seinem Nachwort mehr oder weniger offen zu, dass der finanzielle Aspekt durchaus eine wichtige Rolle gespielt hat. Um es vorweg zu nehmen: das merkt man den Buch an.
Die Story spielt ebenfalls 10 Jahre nach dem ersten Teil. Der damalige Polizist, der dem Treiben des Kannibalenstammes ein Ende bereitete, ist nunmehr ein alkohlabhängiger, dickbäuchiger Rentner, der mit seinem Leben nicht so recht etwas anzufangen weiß. Plötztlich wird er wieder wieder zu einem Tatort gerufen, der fatal an die damaligen Vorkomnisse erinnert: grausam zugerichtete Leichen ohne Gliedmaßen. Nunmehr beginnt die Jagd, denn damals wurde keineswegs die gesamte Kannibalenfamilie zur Strecke gebracht. Diese haben sich wieder vermehrt und kehren nun zurück.
Ketchum zieht den Stil, den bereits der erste Teil ausgemacht hat, auch hier konsequent durch. Man durchlebt die Geschichte nicht nur aus der Sicht eines Protagonisten sondern erlebt die Gedankengänge aller Beteiligten, inklusive der Mitglieder der Kannibalenfamilie. Exzessive Gewaltbeschreibungen ohne Tabus (Säuglinge als potentielle Opfer)gehören ebenfalls dazu. Der Autor spielt vor alle mit der Frage, wie Menschen mit Extremsituationen umgehen und hebt sich mit dem Ergebnis wohltuhend von dem "Mainstream" ab, wo allzu häufig der strahlende Ritter auf seinem weißen Pferd daherreitet und die holde Prinzessi rettet. Besonders deutlich wird dies bei Ende von "Beutezeit", als die Polizisten die Höhle des Kannibalenstammes stürmen und auf alles schießen was sich bewegt. Damit erledigen sie zwar die Mörder, aber auch die unschuldigen Opfer. Teilweise findet man dieses Stilmittel auch in Beutegier wieder. Und damit habe ich letztlich den Punkt angesprochen, der mich an diesem Buch stört. Es ist fast eine Kopie des ersten Teils. Ob Geschichte, Gedankengänge der Beteiligten oder Beschreibung der Taten: es gibt wirklich kaum einen Unterschied zu Beutezeit. Ein bißchen was Neues hätte ich mir da schon gewünscht. Ketchum selbst schreibt, dass er Forsetzungen normalerweise nicht mag. Falls das den Hintergrund hat, dass diese häufig wenig inspirierte Versuche sind, nochmals auf einfache Art und Weise Erfolg zu haben, muss er sich diesen Vorwurf selbst gefallen lassen.
Mein Fazit deshalb: wem der erste Teil gefallen hat und noch einmal praktisch genau das Gleiche lesen will, kann ich dieses Buch empfehlen. Wer ein Feuerwerk an neuen Ideen erwartet (so wie es damals Beutezeit war) wird möglicherweise enttäuscht sein.
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