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Beute. 6 CDs.
 
 
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Beute. 6 CDs. [Audiobook] [Audio CD]

Michael Crichton , Hannes Jaenicke
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (150 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wer sein Schicksal herausfordert, kommt bekanntlich darin um. So ist es in der griechischen Tragödie, und auch die wissenschaftsthriller des Amerikaners Michael Crichton funktionieren nach dem gleichen Muster: "Die Dinge entwickeln sich nie so, wie man denkt", heißt es dementsprechend gleich mehrmals in Crichtons neuem, packenden Bestseller Beute. Was allerdings auf dem Gebiet menschlichen Schicksals als Unberechenbarkeit des Lebens (bei Chrichton: der Forschung) die Protagonisten ins Unglück stürzt, sorgt allemal für spannenden Lesestoff. Deshalb ist es bei Crichton ganz anders als bei seinen tragischen Helden: Was immer er auch anpackt, es gelingt.

Entführte uns Crichtons Jurassic Park noch in den Makrokosmos einer von Dinosauriern bevölkerten und von Wissenschaftlern neu belebten Vergangenheit, so ist Beute ganz der Bio- und Nanotechnologie der Zukunft gewidmet, die mit ihrer bald vielleicht schon sehr realen Utopie von kleinsten, auf organischer (Bakterien-)Basis funktionierenden Computern und Maschinen die Welt in eine ganz und gar andere verwandeln könnte.

Der arbeitslose Biotechnologe Jack wird in die Wüste von Nevada gerufen, wo ein Riesenunternehmen im Auftrag des US-Militärs Miniatur-Überwachungsanlagen bauen soll, die auf organischen Mini-Strukturen basieren. Menschliches Versagen hat hier zu einer Katastrophe geführt, die sich auszubreiten droht. Denn die künstlichen Maschinen-Organismen sind entwichen, und drohen nun ihrerseits Beute auf den Menschen zu machen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

"Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden fünfzig bis hundert Jahren eine neue Kategorie von Organismen entstehen wird, die ursprünglich vom Menschen entworfen wurden", orakelte einst J. Doyne Farmer, und ein anderer Experte, K. Eric Drexler, äußerte ob der schönen neuen Welt der Nanotechnologie erhebliche Ängste: "Das Ausmaß der möglichen Veränderungen ist bedenklich, und es besteht die große Gefahr, dass die Gesellschaft ohne ausreichende Vorbereitung nur sehr schlecht damit umgehen wird." Auch nach der Lektüre von Crichtons packendem Thriller werden wir auf die Unwägbarkeiten dieser Zukunft mit "lebenden" Computersystemen und Maschinen nicht besser vorbereitet sein. Eine Beute für fesselnde Leseabende ist dieser neue, großartig spannende Crichton aber allemal. --Thomas Köster

Amazon.de Hörbuch-Rezension

Der Rezensent liebt Hörbücher besonders auf der Autobahn. Aber Crichtons Gruselstory morgens um vier hinter Hamburg, das war fast zu viel: Der Autor katapultiert den Hörer an Orte und in Zustände, die man sehr gern schnellstens wieder verlassen möchte. Nur für Hardcore-Fans!

Hier geht es um Horror, den kalten, nackten, den totalen. Der Feind (bei Horror grundsätzlich unsichtbar und fast immer aus unerwarteter Richtung) befindet sich hier auch in Ihrem Innern. Er ist dumm, aber rasant lernfähig, ein Hightech-Produkt, das sogar Menschengestalt annehmen kann.

Man könnte das raunend lesen, sicher auch mit einem Anflug von Hysterie (jeder Grund dazu ist ja vorhanden). Aber man kann es auch lesen wie Hannes Jaenicke, mit diesem speziellen Phlegma dessen, der längst über alle Panik hinaus ist. Weil die Wirklichkeit jeder Panik Hohn spricht. Das ist ziemlich genial und bringt Crichtons Thriller so richtig schön zur Geltung. --Michael Winteroll

Lesung einer gekürzten Hörbuchfassung auf sechs CDs in der Kunststoffbox, Gesamtspieldauer 360 Minuten, sehr knappes Booklet.

Kurzbeschreibung

Ein Forschungslabor mitten in der Wüste von Nevada. Die Wissenschaftler trauen sich nicht mehr aus dem Sicherheitstrakt heraus, denn draußen lauert der Tod. Mutierte Mikroroboter raffen Kaninchen, Kojoten und schließlich auch Menschen dahin. Der Biotechnologe Jack, extra eingeflogen, um den Killerschwarm zu vernichten, muss sehr schnell feststellen, dass seine Mission fast hoffnungslos ist...Der Biotechnologe Jack steigt aus dem Helikopter, die flirrende Hitze nimmt ihm schier den Atem. Vor ihm liegt mitten in der Wüste von Nevada die Forschungsstation der Firma Xymos. Das weltweit agierende Nanotechnologie-Unternehmen stellt im Auftrag des Pentagons Miniaturkameras für die Kriegsführung her, die auf der Struktur von Bakterien aufbauen. Aber dem Forscherteam ist bei der Produktion ein folgenreicher Fehler unterlaufen. Über Wochen hinweg entwichen mutierte Mikroroboter aus dem Labor durch ein nur unzureichend abgedichtetes Lüftungsrohr in die Wüste. Jack, der das Computerprogramm entwickelt hat, mit dem Xymos arbeitet, soll retten, was noch zu retten ist. Denn die Partikel lassen sich nicht mehr kontrollieren. Sie finden sich zu einem Schwarm zusammen, der in immer neuen Kampfformationen zunächst nur Kaninchen und Kojoten, schließlich auch Menschen jagt, sie tötet oder - schlimmer noch - in ihnen weiterlebt und nach und nach alle Zellen ersetzt! Mit der Zeit erkennt Jack, dass die Forscher seinen Kampf gegen die Killerwolke zu behindern versuchen. Warum nur ignorieren seine vermeintlichen Mitstreiter die Tragweite des Produktionsfehlers? Langsam dämmert ihm die furchtbare Wahrheit.

Klappentext

"Die vielleicht gar nicht so weit hergeholte Vision der entfesselten Nano-Roboter wird man so schnell nicht wieder los."
Kölnische Rundschau

"Ob er Riesen erfindet wie in 'Jurassic Park' oder staubkorngroße Maschinen - in Crichtons Büchern knistert die Luft."
Für Sie

"Michael Crichton hat wie immer sorgfältig recherchiert und aus der einschlägigen Literatur einen Roman destilliert, der die komplexe Materie populärwissenschaftlich vereinfacht, ohne sie zu trivialisieren."
Frankfurter Allgemeine Zeitung -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Michael Crichton, 1942 in Chicago, studierte in Harvard Medizin. Crichton, der seit Mitte der sechziger Jahre Romane schrieb, verquickte immer neueste Erkenntnisse aus Naturwissenschaft, Medizin und Technik mit rasanter Handlung. Michael Crichton starb am 4.11.2008 im Alter von 66 Jahren in Los Angeles an Krebs.Hannes Jaenicke lebt als Schauspieler in den USA und in Deutschland. Er wurde durch den Film "Abwärts" an der Seite Götz Georges schlagartig bekannt und spielte seitdem in zahlreichen internationalen Filmen. Als Audiobuch-Sprecher war er u.a. in Michael Crichtons "Prey (Beute)" zu hören und er las "Der Schakal" von Frederik Forsyth.

Auszug aus Beute von Michael Crichton, Ulrike Wasel, Klaus Timmermann, Jeffery Hudson. Copyright © 2004. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

1. Tag, 10.04 Uhr
Die Dinge entwickeln sich nie so, wie man denkt.
Ich hatte nie vor, Hausmann zu werden. Ein Ehemann, der zu Hause bleibt. Ein Vollzeitvater, wie immer man es auch nennen will - die Begriffe taugen alle nicht richtig. Aber genau das war ich seit sechs Monaten. Jetzt war ich bei Crate and Barrel im Zentrum von San Jose, um ein paar Gläser nachzukaufen, und bei der Gelegenheit sah ich, dass sie auch eine gute Auswahl an Tischsets hatten. Wir brauchten noch ein paar Sets; die geflochtenen, ovalen, die Julia vor einem Jahr gekauft hatte, waren ziemlich hinüber und mit Babynahrung verkrustet. Weil sie geflochten waren, konnte man sie nicht waschen, und das war das Problem. Also blieb ich vor der Auslage stehen und schaute, ob sie gute Sets im Angebot hatten, ich fand ein paar blassblaue, die ganz hübsch waren, und nahm noch ein paar weiße Servietten. Und dann fiel mein Blick auf gelbe Sets, denn sie leuchteten richtig und waren schön, also nahm ich die auch noch. Es waren keine sechs Stück mehr im Regal, und ich dachte, sechs wären besser für uns, also bat ich die Verkäuferin nachzusehen, ob sie noch welche im Lager hatten. Während sie weg war, legte ich ein Platzdeckchen auf den Tisch, stellte einen weißen Teller darauf und legte eine gelbe Serviette daneben. Das Arrangement sah ausgesprochen fröhlich aus, und ich überlegte gerade, ob ich vielleicht acht statt sechs nehmen sollte, als mein Handy klingelte.
Es war Julia. "Hi, Schatz."
"Hi, Julia. Wie läuft's?", sagte ich. Im Hintergrund hörte ich eine Maschine, ein gleichmäßiges Stampfen. Wahrscheinlich die Vakuumpumpe für das Elektronenmikroskop. In ihrem Labor gab es mehrere Rasterelektronenmikroskope.
Sie sagte: "Was machst du gerade?"
"Ich kaufe Tischsets."
"Wo?"
"Crate and Barrel."
Sie lachte. "Bist du der einzige Mann da?"
"Nein ... "
"Na dann ist ja gut", sagte sie. Ich spürte, dass Julia sich nicht die Bohne für unser Gespräch interessierte. Sie war mit ihren Gedanken woanders. "Hör mal, weshalb ich anrufe, Jack, es tut mir furchtbar Leid, aber es wird heute Abend wieder spät."
"Aha..." Die Verkäuferin kam zurück und brachte weitere gelbe Sets. Mit dem Handy am Ohr winkte ich sie zu mir. Ich hielt drei Finger hoch, und sie legte drei Sets hin. Zu Julia sagte ich: "Ist alles in Ordnung?"
"Ja, ja, hier geht's bloß mal wieder drunter und drüber, wie üblich. Wir senden heute per Satellit ein Demo an unsere Investoren in Asien und Europa, und wir haben Probleme mit der Satellitenschaltung hier, weil der Ü-Wagen, den sie geschickt haben - ach, ich will dich nicht langweilen... jedenfalls, wir werden zwei Stunden länger brauchen, Schatz. Vielleicht noch mehr. Vor acht bin ich ganz bestimmt nicht zu Hause. Kannst du den Kindern was zu essen machen und sie ins Bett bringen?"
"Kein Problem", sagte ich. Und das war es auch nicht. Ich war daran gewöhnt. In letzter Zeit machte Julia ständig Überstunden. Meistens kam sie erst nach Hause, wenn die Kinder schon schliefen. Xymos Technologies, die Firma, bei der sie arbeitete, versuchte bei den Geldgebern erneut Kapital lockerzumachen - zwanzig Millionen Dollar -, und der Druck war enorm. Zumal Xymos sein Geld damit verdiente, Technologien für die "molekulare Produktion" zu entwickeln, wie die Firma es nannte, was jedoch die meisten Leute als Nanotechnologie bezeichneten. Nano erfreute sich heutzutage bei Investoren keiner großen Beliebtheit. Zu viele Geldgeber waren in den vergangenen zehn Jahren enttäuscht worden, denn Produkte, die angeblich zum Greifen nahe waren, kamen nie aus den Labors heraus. Investoren betrachteten die Nanotechnologie inzwischen als leere Versprechung, die Produkte verhieß, aber nicht lieferte.
Aber das war Julia nicht neu; sie hatte selbst für zwei Investorenfirrnen gearbeitet. Nach ihrer Ausbildung als Kinderpsychologin war sie Spezialistin für "Technologie-Inkubation" geworden und half Technologie-Unternehmen, die noch in den Kinderschuhen steckten, auf die Sprünge. (Sie witzelte gern, dass sie im Grunde noch immer Kinderpsychologie betrieb.) Nach einiger Zeit gab sie den Job als Unternehmensberaterin auf und ließ sich von einer der betreuten Firmen einstellen. Inzwischen saß sie bei Xymos im Management.
Julia sagte, Xymos habe etliche Durchbrüche geschafft und sei der Konkurrenz in dem Bereich weit voraus. Es sei nur noch eine Frage von Tagen, bis sie den Prototyp eines kommerziellen Produkts fertig hätten. Doch ich war da skeptisch.
"Hör mal, Jack, ich muss dich vorwarnen", sagte sie mit schuldbewusster Stimme, "Eric ist bestimmt stinksauer."
"Wieso?"
"Na ja ... ich hab gesagt, ich würde zu dem Spiel kommen."
"Julia, wieso? Wir haben uns doch darauf geeinigt, solche Versprechungen nicht mehr zu machen. Das schaffst du nie. Es ist uni drei. Wieso hast du ihm gesagt, du kommst?"
"Ich hab gedacht, ich würde es schaffen."
Ich seufzte. Es war, so sagte ich mir, ein Zeichen dafür, wie wichtig ihr die Kinder waren. "Okay. Keine Sorge, Schatz. Ich regle das schon."
"Danke. Oh, und Jack? Apropos Tischsets. Kauf egal welche, bloß keine gelben, ja?"
Und sie legte auf. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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