Tag 0: SKEPSIS
Ja, ich bin skeptisch. Ist das wirklich so einfach? Dauerhafte Haarentfernung für den Hausgebrauch? Kein lästiges Rasieren oder Epilieren mehr? Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Aber der SensEpil von Beurer verspricht genau das. Und damit nicht genug, schmerzfrei und schnell soll das Ganze auch noch sein. Warten wir es ab.
Als ich den SensEpil aus seiner Verpackung nehme, fallen mir sofort ein paar Kratzer auf dem Handteil ins Auge. Zugegeben, ich bin ein klein wenig irritiert, aber okay. Das kann schon mal vorkommen, erst recht bei einem Testgerät.
Bevor ich mit der Behandlung beginne, werfe ich einen Blick in die (leider sehr klein gedruckte und etwas unübersichtliche) Betriebsanleitung und sehe mir die beigelegte DVD an. Beides kann ich nur empfehlen. Beurer macht auf Risiken und Anwendungseinschränkungen aufmerksam, was ich als Pharmazeutin nur befürworten kann. So ist der SensEpil beispielsweise nur für die Kombination aus heller Haut und dunklem Haar geeignet. Vorsicht ist auch bei der Einnahme bestimmter Medikamente oder bei Besuchen im Solarium geboten. Außerdem sollten Muttermale bei der Behandlung ausgespart werden.
So weit, so gut. Dann also Stecker in die Steckdose und anschalten! Der SensEpil macht ein dezentes blasendes Geräusch, das aber nicht weiter stört. Ein kurzer Piepton kündigt an, dass die Lampe einsatzbereit ist. Die Anwendung an sich ist denkbar einfach: die Liegefläche wird auf der rasierten Haut platziert, dann wird zum Auslösen des Lichtimpulses der Knopf am Handteil gedrückt. Es wird kurz hell (für meinen Geschmack etwas zu hell, eine getönte Schutzbrille wäre sicherlich empfehlenswert), fertig! Meine Haut ist danach weder gerötet noch empfindlich. Was ich vermisse, sind die angekündigten Druckstellen, die verhindern sollen, dass eine Stelle gleich zweimal "geblitzt" wird.
Weil ich nach wie vor ein bisschen skeptisch bin, fange ich erst mal nur mit den Achseln an. Wie es weitergeht, werden die nächsten Wochen zeigen.
Tag 7: GEDULD
Es passiert genau das, was die Anleitung voraussagt, nämlich nichts. Die Haare wachsen wie üblich nach. Ich merke schon jetzt, dass man mit dem SensEpil Geduld haben muss.
Tag 14: ENTTÄUSCHUNG
Die nächste Behandlung steht an. Ich begutachte meine Achseln und muss feststellen: kein Erfolg in Sicht! Beurer sagt, dass die Haare nach circa zwei Wochen anfangen auszufallen. Vielleicht muss ich mich einfach noch ein bisschen gedulden, wer weiß.
Es wird empfohlen, bei der zweiten Anwendung die Lichtintensität um eine Stufe zu erhöhen. Kein Problem, denke ich und muss schnell erkennen, dass ich mich zu früh gefreut habe. Die Regulierung funktioniert bei meinem Gerät nämlich nicht. Macht es dann überhaupt noch Sinn, die Behandlung fortzusetzen? Ich entscheide mich für ja und "blitze" erneut auf der niedrigsten Stufe.
Tag 21: HOFFNUNG
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich tatsächlich schon ein paar Haare verloren habe. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre alles beim Alten, auf den zweiten - sei es Einbildung oder nicht - gibt es vielleicht wirklich ein, zwei winzige kahle Stellen.
Tag 28: FRUST
Ich bin frustriert. Bislang hat sich nicht wirklich etwas getan. Aber ich gebe nicht auf und "blitze" munter weiter - in der leisen Hoffnung, dass doch noch irgendwann irgendwas passiert.
FAZIT
Meine zugegebenermaßen hohen Erwartungen wurden bislang nicht erfüllt. Da ich die Lichtintensität nicht verstellen kann (als Testgerät kann ich den SensEpil leider nicht umtauschen), muss ich weiterhin auf der niedrigsten Stufe "blitzen" , was nicht unbedingt auf einen schnellen Erfolg hoffen lässt. Schade eigentlich, denn dass die Technologie funktioniert, wurde bereits in mehreren Studien belegt.