Paul van Dyk hat mit seinem neuen Album "in between" meine Erwartungen voll und ganz erfüllt, die ich nach seinem Gig in der Frankfurter "Unionshalle" hatte! Er hat ein sehr gutes Trance-Album abgeliefert, das mit einigen Pop Songs glänzt und viele schöne Melodien bietet. Wobei er (fast) die gesamte Bandbreite der Clubmusic des Jahre 2007 auffährt!
Los geht es mit dem sehr chilligen "Haunted", das mich an die "Relax" Ausflüge von Blank & Jones erinnert, anschließend wird mit der ersten Single Auskopplung "White Lies" das Tempo erhöht und der 4/4 Beat eingeführt.
"White Lies" ist meiner Meinung nach der beste Vocal-Trance track, den Paul bisher herausgebracht hat, schon wegen der sehr verträumten Gitarrenmelodie im Break! Mit "Sabotage" liefert er einen richtig schönen Underground Club-Hit ab. Während "Complicated", "Get back" und "Far away" durch ihren engelsgleichen Gesang den Himmel aufbrechen lassen, damit die Sonne bei "Another Sunday" ungehindert in das Herz des Trancers scheinen kann.
Anschließend wird es mit "Talk in Grey" ziemlich electro-rock lastig, als kleiner Break zwischendurch ganz nett (im Stil von "times of our lives"), aber kein Vergleich zu dem genialen "in circles", bei dem sich die Pianomelodie immer im Kreis zu drehen scheint.
Die anschließenden Trance tunes "in between" und "Stormy Skies" halten weiter die Trancefahne hoch, um mit Detourement ihren Höhepunkt in einem Geigenteppich zu erreichn, wobei dieser Track für meinen Geschmack aber etwas zu kurz geraten ist.
Dies ist eigentlich auch das einzige Manko an dem neuen Album von PvD, es ist komplett gemixt und somit hört man leider nicht alle Tracks in ihrer vollen Länge. In dieser Hinsicht hätte ich es auch besser gefunden, wenn Paul einige Tracks weggelassen hätte und dafür alle Lieder in ihrer vollen Länge da gewesen wären. Nichtsdestotrotz wird es mit den "New York City" Nights wieder schön undergroundig, um anschließend 2 Tracks im guten alten PvD-Stil zu präsentieren, bevor das Album mit "Let Go" wunderschön popig beschloßen wird. "Fall with me" kann man als Bonus Track ansehen, wobei er nicht gerade umwerfend ist, aber als Abschluß in Ordnung ist.
Insgesamt hat dieses Album nicht nur eine Nominierung (wie der Vorgänger), sondern gleich den Grammy verdient, weil Paul van Dyk ein sehr schönes und abwechslungsreiches Trance/Dance/Pop Album komponiert hat!
Das man immer und immer wieder hören kann!
Anspieltipps: "White Lies", "Sabotage", "Another Sunday", "In circles", "New York City", "La dolce Vita" und "Let Go"!