»... viele nützliche Informationen und zahlreiche Anregungen, sich noch näher mit Leben und Werk dieser außergewöhnlichen Romantikerin zu befassen. Mit diesem Buch legt die Autorin sowhl eine unterhaltsame Lektüre als auch ein lebendiges Porträt der deutschen Kultur- und Geistesgeschichte vor.«
Manfred Orlick, www.buchinformationen.de 1. März 2010»"Die Reichen sind nicht ein gemeinsam Volk, da ist jeder für sich, und nur dann sind sie gemeinsam, wenn sie eine Beute teilen auf Kosten des Volkes." Das schrieb Bettine von Arnim in ihrem 'Armenbuch' von 1844, wofür sie im ganzen Land recherchiert hat, und da überrascht es nicht, dass ihr Buch der Zensur zum Opfer fiel. Bettine war mit den großartigsten Zeitgenossen verwandt, befreundet, verheiratet. Soziale Gerechtigkeit war für sie noch keine Phrase. Tolle Frau, tolle Zeit.«
Stuttgarter Nachrichten 27. Februar 2010»Bettine von Arnim war eine der faszinierenden Frauen des frühen 19. Jahrhunderts. Das macht die Germanistin Michaela Diers in ihrer neuen Biografie deutlich ... Diers gelingt es, all diese Facetten der Literatin zusammenzufügen in ein Bild: Bettine von Arnim war eine moderne Frau.«
Fuldaer Zeitung 27. Februar 2010»Das reiche Leben der Bettine von Arnim ... Michaela Diers legt ein Lebensbild der Autorin vor, die nicht wenige ihrer Zeitgenossen als Plage empfanden. Das Motto der Arnim ist ihrer Biografin sympathisch: 'Wer wagt selbst zu denken, der wird auch selbst handeln.'«
Mitteldeutsche Zeitung 6. März 2010»Romantisch und engagiert: Zum 225. Geburtstag stellt eine Biografie die politisch engagierte Zeitgenossin in den Mittelpunkt.«
Deutsche Welle 1. April 2010»Eine furchtlose Frau, tapfer, klug, für Wilhelm Grimm eine der 'Geistreichsten, die mir mein Lebtag begegnet sind'. So sollte jeder Mensch sein, erklärt bewundernd Iwan Turgenjew und meinte ihre Herzensgüte, ihre Lebhaftigkeit, ihre nachdrückliche Art, Klassenschranken nicht zu achten ... ein Buch, das sympathisch und angemessen die Leistung der Schriftstellerin würdigt ...«
Klaus Bellin, Neues Deutschland 3. April 2010»Diers zeichnet diese Biografie unterhaltsam und lesenswert nach. Sie beschränkt sich dabei nicht auf die bloße Vita der emanzipierten Romantikerin, sondern fügt sie in den historischen und gesellschaftlichen Kontext ein.«
dpa 19. April 2010»Michaela Diers zeigt eindrucksvoll, dass Bettine von Arnim nicht nur mit ihrem 'Günderrode-Buch (1840) eine eigene Sprachform innerhalb der männlichen Kulturtradition begründet hat - und dass sie durch ihr 'Königsbuch' von 1843 und das 'Armenbuchprojekt' auch als politische Publizistin bereits zu Lebzeiten großen Respekt wie strikte Ablehnung erfahren hat.«
Carola Wiemers, Deutschlandradio Kultur 29. April 2010»Eine eigene Literaturgattung zu begründen - welchem Dichter ist das schon vergönnt? Ihr ja. Bettina von Arnim wurde schlagartig berühmt durch 'Goethes Briefwechsel mit einem Kinde' und schuf mit ihrer Mischung aus Briefen, Reflexionen und Erinnerungen eine neue Literaturform. 'Bettinisch genannt'. Nicht allein durch ihre Briefbücher blieb sie in Erinnerung. Mehr noch durch ihr Leben: Das unangepasste Leben einer Frau im 19. Jahrhundert. Ungewöhnlich, ungehörig - zumindest in den Augen vieler Zeitgenossen.«
Hartmut Schade, MDR 4. April 2010»Der geistfunkelnden, beherzt selbstständigen Literatin widmet die als Verfasserin von Biografien erfahren Germanistin Michaela Diers eine flüssig lesbare Monografie. Bettina ehelichte den publizistischen Partner ihres Bruders, tauschte sich mit den vorzüglichsten Köpfen der Zeit aus, korrespondierte mit Goethe, widmete der tragischen Karoline von Günderrode schwärmend ein Lebens- und Trauerbuch, begehrte gegen die politisch-gesellschaftlichen Missstände in Preußen auf ... Hätte sie hundert Jahre später gelebt - den Nazis wäre nichts anderes übrig geblieben, als sie zu ignorieren oder fortzujagen.«
Michael Thumser, Frankenpost 12. Mai 2010»Michaela Diers zeigt die Dichterin Bettine von Arnim als selbstbewusste und politisch einflussreiche Zeitkritikerin ... Verständlich arbeitet die Germanistin heraus, wie Begegnungen, Literatur und historische Umstände von Arnims Entwicklung zum Freigeist, zur Dichterin und Sozialkritikerin vorantreiben. Kompakt schält sie deren Idealbilder des Menschen, des Künstlers und der Gesellschaft heraus.«
Anja Hamm, Märkische Oderzeitung 12. Mai 2010»Ihre Zeitgenossen wussten noch, was sie an ihr hatten: der handverlesene fortschrittliche Teil des Bürgertums verehrte sie für ihr unerschrockenes Eintreten für die Freiheit aller und für die Verbesserung der Lage der Armen ... Ihre Biografin zeigt in einer kleinen Rezeptionsgeschichte von Person und Werk, dass Bettine in der Bundesrepublik lange aufs Schöngeistige reduziert, von der DDR als Trägerin eines sozialkritischen Erbes und als eine der ersten politisch aktiven Frauen einvernahmt wurde. Die von Empathie getragene Biografie geht in einem für diese Gattung nicht gerade typischen Montageverfahren vor. Michaela Diers flicht in und um ihre eigenen Sätze Originalzitate aus dem Werk von Bettine. Außerdem wird der fortlaufende Text durch zahlreiche Hintergrundinformationen abwechslungsreich ergänzt.«
Harald Loch, Freie Presse 14. Mai 2010»Diers' angenehm lesbare und facettenreiche Biografie spiegelt eine Person, für deren Dynamik, Vitalität und Schönheit das Alter keine Rolle spielte.«
Die Welt 10. Juli 2010»Vor allem geht es ihr darum, Bettines Schaffen literarisch-philosophisch zu verorten. Jedes Kapitel ist zu diesem Zweck mit einem Exkurs und zahlreichen Zitaten ergänzt. Wie gründlich und verständlich die Biografien diesen geistesgeschichtlichen Hintergrund herausarbeitet, macht die Stärke des Buches aus. Bettines Hauptwerke werden denn auch ausführlich angesprochen, ihr politisches Engagement wird umfangreich gewürdigt.«
Reutlinger General-Anzeiger 14. Juli 2010»Diers hat kenntnisreich und anhand vieler Quellen das Portrait einer Frau verfasst, die 'alle Arten von Schlafmützen und Drückebergern wachrüttelte' und 'Schneisen der Freiheit in das Dickicht so vieler angeblicher Unveränderlichkeiten schlägt'.«
Oldenburgische Volkszeitung 28. September 2010»Rebellisch, wild und schöpferisch ... Schon vor der Erfindung des Feminismus gab es in Deutschland fortschrittliche, nahezu revolutionäre Frauen. Die prominenteste von ihnen wurde lange Zeit als 'Kind der Romantik' missverstanden. Sie wurde - wie es oft mit Frauen geschah - über ihre Familie und nicht über eigene Persönlichkeit, ihre Werke und Taten definiert.«
Harald Loch, Frankfurter Neue Presse 3. Januar 2011