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Bettermann: Roman (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Konstantin Richter
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

22. Juni 2009 suhrkamp taschenbuch
Alex entscheidet sich nach seinem Germanistikstudium gegen eine Promotion über das Spätwerk Adalbert Stifters und für eine Karriere als Finanzjournalist. Dabei hat er keine Ahnung von Finanzen. Macht aber nichts. Solange er nur fließend Englisch spricht. Eine Skandalgeschichte soll dem jungen Hamburger den Durchbruch bringen: Die Fusion von Bettermann & Partner, einer alteingesessenen Hamburger Kanzlei, mit einem Londoner Global Player. Aber auch Leute wie Alex haben Eltern, eine Kindheit und Prägungen, die sich nicht so einfach erzählen lassen wie die Geschichte einer Fusion. Konstantin Richter erzählt von einer Generation, die viele Träume hat und in der Fülle der Möglichkeiten manchmal den Überblick verliert. Dabei bekommen nicht nur die jungen Überflieger ihr Fett weg; Richter nimmt gleich den ganzen Kapitalismus in die Mangel.

Produktinformation

  • Taschenbuch: 237 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (22. Juni 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518460986
  • ISBN-13: 978-3518460986
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.133.333 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Konstantin Richter, geboren 1971 in Berlin, hat in Edinburgh und New York studiert. Er war mehrere Jahre lang als Reporter für englischsprachige Medien tätig, unter anderem als Managementkorrespondent für das Wall Street Journal in Brüssel. Sein Roman Bettermann ist 2007 bei Kein & Aber erschienen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Er saß mir gegenüber auf einem beigen Sofa. Zwischen uns standen Flasche und Gläser auf einem niedrigen Tischchen. An der Wand über ihm hing ein abstraktes Gemälde, das meine Mutter bei einer Hamburger Vernissage erstanden hatte. Schwarze und weiße Flecken auf purpurrotem Grund. Das Wohnzimmer sah aus wie die blankgeputzten Locations deutscher Vorabendserien. Mein Vater wirkte verloren inmitten dieses Yuppie-Traums. Er trug eine graue Strickjacke, ein altes weißes Hemd, graue Leinenhosen und Pantoffeln.
"Ich dachte, du willst über diesen Adalbert Stifter schreiben", sagte er, und ich ärgerte mich, weil er mir vor kurzem geraten hatte, die Arbeit daran aufzugeben und mir eine Stelle zu suchen. Warum freute er sich nicht über den Job? Warum war er nicht stolz auf mich? Was hatte er denn erreicht? Nicht mal Veuve Clicquot wollte er mit mir trinken.
"Wenn ich da ein paar Jahre arbeite, verdiene ich so viel wie du«, sagte ich. "Das wünschen sich Eltern doch immer, oder?" Er sagte nichts, und das ärgerte mich noch mehr. Um ihn zu provozieren, betete ich nach, was ich in der angelsächsischen Wirtschaftspresse gelesen hatte. Ich sprach vom "neuen Deutschland". Vom Entstehen einer "Aktienkultur" und von der "abzusehenden Flexibilisierung des Arbeitsmarkts". "Das sind doch alles nur Phrasen", sagte mein Vater. "Du musst dich bei so was fragen, was das im Einzelnen bedeutet. Wer gewinnt? Wer verliert?"
"Weiß ich alles", sagte ich, schenkte mir nach und fuhr fort. "Alle profitieren, wenn sich Deutschland endlich befreit. Dann haben wir hier nicht mehr das Geflecht von Politikern, Gewerkschaften und Verbänden, sondern den ehrlichen Wettbewerb." Mein Vater schwieg." -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ada Moore
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Der Autor hat einen lebendigen und geistreichen Schreibstil.
Darum fand ich es kurzweilig und spannend, das Buch zu lesen.

Gleichzeitig thematisiert das Buch ein wunderbares Phänomen, das viele Menschen kennen.

Der Romanheld ist fasziniert von Herrn Bettermann.
Obwohl er jenem nur ein paar Mal als Teenager kurz begegnet, hat Herr Bettermann sein Leben beeinflusst, geht ihm über die Jahre nicht ganz aus dem Kopf.
Wer kennt das nicht? Einigen Menschen begegnen wir nur kurz und vergessen sie trotzdem ein Leben lang nicht.
Andere treffen wir zig-Mal und erinnern und später kaum an sie.
Diese verrückte Asymmetrie und Unquantifizierbarkeit menschlicher Begegnungen wird hier auf einfühlsame Art beschrieben.

Menschen, die uns auf so unerklärliche Art in Bann ziehen, geben manchmal Antwort auf einen Lebenskonflikt, den wir haben.
So ist auch Bettermann eine Antwort auf das ausweglos erscheinende "Entweder - Oder Denken" des Helden,
entweder ein geistvoller Mensch, kreativ und sich selbst treu, dann aber nahe dem Prekariat - Oder Anpassung als Finanzjournalist, innerlich Absterben.

Bettermann hat einen Kompromiss gefunden, ein "Sowohl - Als auch"
Er ist als Anwalt erfolgreich, aber wahrt Distanz zum schnöden Berufehrgeiz, zur Verabsolutierung des gängigen "Erfolgs".
Er liest, schreibt, ist kulturell interessiert, macht lange Mittagspausen, lange Urlaube und bewahrt sich so seine Nischen, seine "andere Seite".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Anfang, schwaches Ende. 23. Juni 2011
Format:Taschenbuch
Das Buch ist lesbar. Die sehr guten Kritiken und Rezensionen sind für mich aber nicht nachvollziehbar. Das Buch beginnt mit einer angenhemen und lakonischen Erzählweise. Man denkt, hier wird subtil Spannung aufgebaut. Aber in der Mitte geht dem Erzähler die Luft aus und es plätschert nur noch so dahin. Der Schluss ist schwach. Fazit: Kann man lesen, ist aber nicht so gut, wie die Kommentare es nahe legen.
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5.0 von 5 Sternen Schönes Buch 3. Juli 2013
Von J.D.
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Schönes Buch auch wenn die Handlung vorhersehbar ist. Aber darum geht es in diesem Buch ja auch nicht. Leider schnell durchgelesen.
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