Hach ja, wat war dat schön: Süße lesbische Autorin in Spe trifft coole Künstlerin und sie verknallen sich so unwiderstehlich, dass es besser ist als Schokolade. Solch ein traumhafter Film muss natürlich mit mindestens ebenso traumhafter Musik untermalt werden und dieser Soundtrack schafft es ganz locker-flockig. Haut rein wie eine Droge und geht unter die Haut mitten ins Herz wie eine neue Liebe. Das ist eigentlich noch untertrieben. Ich denke, man kann ruhigen Gewissens sagen, dass es der beste Soundtrack der jungen Generation ist (gut, "Velvet Goldmine" könnte noch Konkurrenz machen) und auf jeden Fall eine der besten Platten aller Zeiten. Er ist verführerisch ("Night"), er ist verträumt ("32 Flavors" und "Perfect Fingers"), er ist nachdenklich ("I'm not a f***ing drag queen"), er ist verdammt heiß ("Sexy" und "Pure") und er rockt wie Sau ("My place" und "Long Gone"). Dabei war das nur eine kleine Auswahl an Songs, die darauf zu hören sind. Egal, ob schwul, lesbisch, bi, hetero oder "omnisexuell" (Meggie in "Better than chocolate") - diese CD darf in keinem Haushalt fehlen. Für Leute, die richtig gute und griffige Musik für drunter, drüber, nebenbei und zwischendurch zu schätzen wissen und/oder ihre Öhrchen mal wieder auf eine richtig schöne Reise mitnehmen wollen.
Einen dicken, fetten Kritikpunkt gibt es trotzdem: Wo, bitte schön, ist der titelgebende Track "Ice Cream" von Sarah MacLachlan geblieben, zu dem sich unsere Protagonistinnen ins Happy End knutschen? Das vermisst man dann als großer Filmfan doch. Ansonsten: 1A-Platte und eine richtige Delikatesse für Musik-Gourmets.