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Besuchsreise
 
 

Besuchsreise [Kindle Edition]

Anke Gebert
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Caro, 37 Jahre alt, besucht zu Weihnachten ihre Eltern nach vielen Jahren Funkstille in der ehemaligen DDR. Sie selbst war als Jugendliche in den Westen geflohen. Sie wollte die Welt sehen und nutzte eine einzige Japan-Reise spontan zur Flucht. Für ihre zurückgelassenen Eltern bedeutete dies eine Katastrophe: Einschränkungen und Ausgrenzungen standen an der Tagesordnung. Dies hat der Vater seiner Tochter nie verziehen.
Die Wende liegt schon vierzehn Jahre zurück und nichts ist mehr, wie es einmal war:
Die Eltern scheinen der erfolgreichen Fotografin fremd. Es sollte doch ein Fest voller Harmonie werden, doch alte Konflikte und Misstrauen werden lebendig.
Als ein unerwarteter Besucher auftaucht, kommen die Geheimnisse der Vergangenheit endgültig zur Sprache.

»Authentisch und lesenswert.« Subway, Braunschweig


AUSZUG AUS DEM INHALT

Caros Flucht war nicht spektakulär gewesen. Sie war nicht verfolgt worden und hatte keine Wälder oder Flüsse durchqueren müssen. Sie hatte nicht so viel, wie es Tausende andere getan hatten, auf sich genommen.
Sie war nicht einmal geflohen, sie war einfach nur weggeblieben. Nicht in die Deutsche Demokratische Republik zurückgekehrt. Sie hatte nicht zwei Jahre lang auf die Genehmigung eines Ausreiseantrages gewartet. Sie hatte nicht erlebt, wie es war, wenn sich Verwandte, Freunde und Kollegen während der Warterei auf Ausreise ab wandten. Wie es war, wenn einem die Anstellung gekündigt und man in Arbeitslosigkeit entlassen wurde (obwohl es Arbeitslosigkeit in der Deutschen Demokratischen Republik offiziell nicht gab). Jahrelanges Warten auf gepackten Kisten und Koffern, weil es jede Stunde so weit sein konnte, dass es hieß: »Innerhalb von vierundzwanzig Stunden müssen Sie das Land verlassen haben«, hätte Caro niemals auf sich genommen. Die Wahrscheinlichkeit der Ablehnung der Ausreise wäre viel höher gewesen als die der Genehmigung. Der Fall der Ablehnung bedeutete: Aufgeben oder Neuantrag stellen – und erneut Wartezeit. Gleichgültig, ob ausreisewillige Menschen resignierten und in der DDR blieben oder irgendwann »rauskamen«, sie waren, davon war Caro überzeugt, nach dieser Erfahrung nicht mehr dieselben wie zu dem Zeitpunkt, als sie erstmalig den Mut aufgebracht hatten, Ausreiseanträge zu stellen. Dieses »Genehmigt« oder »Abgelehnt« stempelte man nicht nur auf die Papiere, sondern auch auf die Gemüter der jeweiligen Menschen. Stempel, die viele nie wieder los wurden. Caro hatte diese Leute immer für ihren Mut bewundert. Gleichzeitig hatte sie es als verantwortungslos empfunden, sich und seine Angehörigen jahrelang in der DDR Schikanen auszusetzen und naiv daran zu glauben, dass man diese unbeschadet überstehen könnte. Durfte man sein und das Leben anderer aufs Spiel setzen, um für immer ein Land zu verlassen? Caro hatte nie ernsthaft erwogen, in Körbe von Heißluftballons oder in Kofferräume zu steigen oder auf Luftmatratzen oder Surfbrettern über die Ostsee in den Westen zu fliehen.
Der Druck, aus der DDR rauszukommen, war für Caro nie so stark gewesen wie für andere Menschen. Ihr war es in diesem Land immer gut gegangen. Jeder musste für sich selbst entscheiden. Doch war es nicht anmaßend, für seine Kinder mit zu entscheiden und diese ebenfalls der Lebensgefahr auszusetzen? Tausende gescheiterte Fluchtversuche, deren Opfer jahrelanger politischer Haft ausgesetzt waren. Kinder kamen in Heime, manche wurden zwangsadoptiert. Andere Flüchtlinge wurden zwischen 1961 und 1989 an der Grenze erschossen. Durften Mütter oder Väter riskieren, dass ihren Kindern so etwas zustieß? Caro hatte den ungefährlichsten Weg des Wegbleibens genutzt – eine Touristikreise –, was ihr manchmal peinlich war.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Anke Gebert wurde 1960 in Halle an der Saale geboren und nutzte 1988 eine Besuchserlaubnis im Westen, um nach Hamburg überzusiedeln. Sie ist Autorin von Romanen, Krimis, Sach- und Drehbüchern und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für ihre Arbeiten. Bekannt wurde sie mit ihrem Lesebuch ›Im Schatten der Mauer‹ und den Krimis ›Das Treiben‹ und ›Hunde, die bellen‹.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 298 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 251 Seiten
  • Verlag: Virulent; Auflage: 1 (2. Dezember 2011)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B006H9NPGO
  • X-Ray:
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #22.724 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Mehr über den Autor

Anke Gebert

studierte Kunsterziehung und arbeitete mehrere Jahre als Pädagogin. In Hamburg studierte sie an der Master School Film - mit dem Schwerpunkt Drehbuch.
Seit einigen Jahren ist sie freie Autorin von Romanen (u.a Krimis) und erzählenden Sachbüchern (u.a. Biografien) - und gibt Seminare für Kreatives Schreiben. Zu ihren bekanntesten Büchern zählen der Krimi "Das Treiben" (S. Fischer Verlage), die Biografie "Die Strafverteidigerin" (Kindler Verlag) und "Gute Nacht, bis morgen - Claudia Kotter erzählt die Geschichte ihres Lebens" (Blumenbar Verlag) und der Roman "Die Summe der Stunden" (S. Fischer Verlage).
Anke Gebert lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

www.ankegebert.de


Infos zu den aktuellen e-Books unter: www.facebook.de/virulentes

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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Betroffenheit 1. Juni 2004
Von "bibo249"
Format:Gebundene Ausgabe
Zu den Büchern, die aus der Masse der Neuerscheinungen zur deutschen Teilung herausragen, gehört für mich der Roman „Besuchsreise" von Anke Gebert
Es ist die Geschichte der Carola Wendland, genannt Caro, die 1988 einen Aufenthalt in Japan zur Flucht aus der DDR nutzt. Nach Jahren der Trennung treffen sich die Mitglieder der Familie zum Weihnachtsfest im Dorf der Eltern wieder. Das was sich vor und während diese Familientreffens ereignet löst tiefe Betroffenheit aus. Was hat diese verhängnisvolle Teilung Deutschlands den Seelen der Menschen angetan? Das Leben in der DDR: Diese Mischung aus Unbehagen und Anpassung, dieser neidvolle Blick auf den Glamour im Westen, diese sehnsuchtsvollen Aussichten auf einen unerreichbaren Horizont. Und immer wieder dieser Anpassungsdruck, der ja geblieben ist, es ist jetzt nur ein anderer, nicht mehr so sehr politisch, dafür mehr existentiell.
Es gibt viele bemerkenswerte Aspekte in diesem Buch. Mit oft nur wenigen Sätzen gelingt es der Autorin Situationen heraufzubeschwören, die einem kalte Schauer über den Rücken jagen. Die perfiden Methoden der Stasi, Menschen zur Mitarbeit zu erpressen. Wer vermag schon von sich zu sagen „mich hätten die nicht zum IM machen können". Oder das Drama der Sippenhaft. Diejenigen, die es in den Westen geschafft hatten wussten, die daheim Gebliebenen mussten dafür büßen. Wie konnten und können Menschen auf beiden Seiten mit so etwas fertig werden?
Die DDR war eine Diktatur, aber für viele Menschen war sie einfach nur Heimat - „Er war nicht fähig gewesen sich von seiner verdammten Scholle zu trennen" heißt es über eine der Figuren in diesem Roman.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch! 28. Mai 2004
Von dolferl
Format:Gebundene Ausgabe
So unscheinbar der Titel, so gewaltig der Inhalt. Cora kehrt zurück zu ihrer Familie irgendwo in der Provinz der ehemaligen DDR. Das Besondere: Cora ist/war ein Republikflüchtling - und ihre Familie wurde deswegen von den DDR-Oberen in Sippenhaft genommen und hatte unter diversen Repressalien zu leiden. Um ihre Schuld aufzuarbeiten sucht Cora Versöhnung. Aber alles kommt anders - schlimmer.
Was für ein Buch! Als Wessi wissen wir wohl immer noch wenig über unsere Landsleute im Osten und das, was sie bewegt. Bei Geberts Besuchsreise bekommen wir ein Gespür dafür. Und lernen Dinge zu verstehen.
Besuchsreise ist ein spannendes, informatives, wichtiges Buch, das jeder, der sich für die ehemalige DDR interessiert, gelesen haben sollte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besuchsreise 19. November 2013
Format:Kindle Edition|Von Amazon bestätigter Kauf
Dies Buch liest sich sehr gut und schnell. Es ist sehr authentisch. Ich würde es weiterempfehlen.
Eine gute preiswerte Lektüre
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