Aufmerksam geworden bin ich auf das "Bestsellerfressen" durch einen Beitrag im Radio (Büchermarkt, Deutschlandfunk), und es war ein Nebensatz, der bei mir hängenblieb und mich nicht mehr losließ. Er ist aus der Besprechung des Buches "Lügen im Heiligen Land" von Peter Scholl-Latour, Titel "Schaitan im Land der Liebe", und er lautet, ich zitiere: "Und da der _Kommandante Redundante_ immer so weitläufig zu erzählen weiß, (..)". Diese Wort-Neuschöpfung weckte in mir den Verdacht, da seziert jemand mit ungeheurer Sprachgewandtheit die Bücher, die wochen- und monatelang die Bestsellerlisten anführen. Kaufen, dachte ich mir, und obwohl man bei dem ein oder anderen Beitrag monieren kann, dass Nitschke den Inhalt äußerst fragmentarisch wiedergibt, so ist doch anerkennend anzumerken, dass er erstens wirklich all diese Bücher gelesen hat (vermutlich ca. 15000 Seiten), und dass er zweitens sprachlich das hält, was er mit dem "Kommandante Redundante" verspricht - eine Lektüre, die Spaß macht. Dass dabei die besprochenen Autoren nicht gut wegkommen, liegt in der Natur der Satire, und wer sich daran evtl. stört, der sollte das Buch lieber nicht lesen.