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Produktinformation
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Unter den Versuchen Fichtes, sein Denken allgemeinverständlich darzustellen, zählt diese 1800 erschienene Schrift zu den inhaltlich abgerundetsten und aufschlußreichsten; bei den Zeitgenossen stieß sie jedoch auf vehemente Kritik, Hegel sah in ihr gar einen besonders illustrativen Text für den Aufweis der Haltlosigkeit der von Fichte in der Wissenschaftslehre vertretenen Position einer auf das Ich als Tathandlung gegründeten Philosophie. Darum vermag allein schon die Lektüre von Fichtes Bestimmung des Menschen und ihrer kritischen Reze tion in Hegels Glauben und Wissen einen Einblick in die Gründe zu vermitteln, warum bis ins 20.Jahrhundert die Philosophie Fichtes weitgehend als ein merkwürdiger Mosaikstein auf dem Wege 'Von Kant bis Hegel' oder, im Hinblick auf den 'Endpunkt' dieses Wegs wohl genauer, in der 'Entwicklung des Spinozismus' betrachtet wurde. Deutlich wird einer neuen Lektüre aber auch, wieviel noch zu tun bleibt, um die wichtigen Erkenntnisse, die im Deutschen Idealismus auf so getrennten Bahnen gewonnen wurden, im Blick auf die gemeinsamen Grundprobleme einer 'Ersten Philosophie' ohne Rückfall in die traditionellen Feindbilder wahrzunehmen und kritisch in die pluralistische Diskussion heutigen Philosophierens einzubringen.
Die Ausgabe wurde auf der Grundlage des Textes von Fritz Medicus revidiert von Horst D. Brandt und mit einer Einleitung versehen von Hansjürgen Verweyen.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Tathandlung des ICHs vom SEIN zum SEIENDEM,
Rezension bezieht sich auf: Die Bestimmung des Menschen (Taschenbuch)
Diese beiden Christenmenschen Kant und Hegel haben ganz gezielt über Fichtes Werk geschmunzelt, da es Ihre Leistungen bei weitem in den Schatten stellt. Mit Fichte, Schopenhauer und Nietzsche sind die großen deutschen Philosophen genannt. Hier findet man eben nicht diesen institutionell christlich verklärten Mitleids und "Gott" Ansatz der die "Sünde" durch Buße erst generiert und möglich macht ja quasi zu Verbrechen grad zu ermutigt. In diesen Werken geht es einzig und ALLein um die Eigenverantwortung des Individums Mensch. Das Ich ist die Tathandlung, die Tathandlung ist das Ich.Fichte beobachtet folgerichtig das das ICH unseres SEINS etwas SEIENDES in Form der Tathandlung hervorruft und zu etwas SEIENDEM wird. Im Gegensatz zu Descarte müsste es eher heissen ICH bin also TAT-handle ICH. Fichtes Sprachstil ist weitaus ALLgemein verständlicher wie die Werke Hegels oder Kants. Wer etwas über das Ende der Scholastik und dessen infantilem römischen Einfluss erfahren möchte dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Es ist schlimm das über 200 Jahre nach diesen Aufklärern bis dato nur die Naturwissenschaft die scholastische Denkweise bedingt durch die Katalysatoren Jean Baptiste Lamarck & Charles Darwin verlassen haben. Die Geisteswissenschaften z.B. der deutschen Gerichtsbarkeit aber immer noch mit gezielter Struktur im scholastischen Denk und Verfahrensmuster arbeitet. ( Staat und Kirche sind hier nämlich immer noch nicht adequat voneinander getrennt und beide tragen mehr als nur symbolisch den Talar. Das Aufmachen zu neuen Ufern ist ein Problem der demokratischen Massenträgheit, die seitens des führenden Mittelmasses auch weiterhin leider Bestand haben wird und sich evolutionär nicht schneller bewegen wird als die Kontinentaldrift an der San - Andreas Verwerfung. Ein ganz tolles Buch. Leider aber dümpelt Fichte weiterhin als unerkanntes und verKAN(n)Tes Bindeglied herrum und bekommt nicht die philosophische Anerkennung die Ihn neben Nietzsche stellen würde. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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