Das Autorenduo ist angetreten, um das "Medienphänomen Serienmörder" unter die Lupe zu nehmen. Leider sind allerlei handwerkliche und inhaltliche Unzulänglichkeiten zu beklagen. Nur ein Beispiel: Es wird allen Ernstes behauptet, "Jack the Ripper" habe sich selbst so bezeichnet. Fakt ist seit Jahrzehnten und kann überall nachgelesen werden, dass ein Journalist mehrere fingierte Bekennerbriefe geschrieben und als "Jack the Ripper" unterschrieben hat. Sonst bleibt die "Untersuchung" merkwürdig oberflächlich und erweckt nach Diktion und Formulierung den Verdacht, es handele sich lediglich um die etwas erweiterete Version einer Dissertation oder Diplomarbeit einer der Autoren. Die dargestellten Serienmord-Fälle, allesamt "Klassiker" und andernorts wensentlich besser und zutreffender beschrieben, dienen offensichtlich als Lockmittel, um Leser zu ködern. Die gut 200 Seiten sind allerdings so spärlich bedruckt, dass der Eindruck entsteht, als wären Seiten "geschunden" worden. Nach alledem ist dieses Werk nicht zu empfehlen!