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Die Bestie vom Schlesischen Bahnhof: Dokumentarischer Roman aus den 20er Jahren: Dokumentarischer Kriminalroman aus den 20er Jahren
 
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Die Bestie vom Schlesischen Bahnhof: Dokumentarischer Roman aus den 20er Jahren: Dokumentarischer Kriminalroman aus den 20er Jahren [Taschenbuch]

Horst Bosetzky
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423208325
  • ISBN-13: 978-3423208321
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 21.284 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Horst Bosetzky
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Für Leser mit starken Nerven ist dies eine fesselnde Lektüre: Spannend, mit reichen Milieu- und Detailschilderungen, historisch authentisch und kriminal-psychologisch schlüssig. Die derben Schilderungen des noch derberen Umgangs Großmanns mit den Opfern jedoch verlangen dem Leser/der Leserin einiges ab.«
bau-pr.de 01.06.2007

»Mit der Geschichte um den Massenmörder Karl Großmann, der nach dem Ersten Weltkrieg eine Spur zerstückelter Frauenleichen in Friedrichshain und Kreuzberg hinterläßt, setzt der Frohnauer Autor die Reihe seiner dokumentarischen Krimis fort [...] Starke Nerven sind bei der Lektüre unbedingt erforderlich!«
Der Nordberliner

Kurzbeschreibung

Die Geschichte des grausamsten Sexualmörders seiner Zeit.

Berlin um 1920. Leichenteile schwimmen im Luisenstädtischen Kanal und versetzen eine ganze Stadt in Angst und Schrecken. Hinter den gräßlichen Funden verbirgt sich eine Serie bestialischer Sexualmorde. Zu lange dauert es, bis die Ermittlungen zum Erfolg führen. Wie ist es möglich, daß Karl Großmann, der größte Serienmörder in der Berliner Geschichte, so lange sein Unwesen treiben konnte?

Horst Bosetzky erzählt in Romanform die authentische Geschichte eines Mannes, der sowohl der Polizei als auch Psychologen und Laien bis heute Rätsel aufgibt: Einzigartig in seiner Brutalität, ohne jedes moralische Empfinden, gelingt es ihm immer wieder, seine späteren Opfer zu sich in die Wohnung zu locken. Viele von ihnen gehen auf seine außergewöhnlichen sexuellen Wünsche ein. Und alle – Nachbarn, Zeugen und Polizei – verschließen viel zu lange die Augen …


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Drastisch, aber spannend 8. Januar 2006
Format:Taschenbuch
Um es vorwegzunehmen: Für diesen Roman braucht man starke Nerven und die gewisse „dicke Haut“. Auch wenn diese Beurteilung eigentlich fast schon eine Platitude ist, so trifft sie auf Horst Bosetzkys Schilderung der Gräueltaten des Berliner Serienmörders Karl Großmann wirklich zu.
In diesem Kriminalroman geht es um den Werdegang und die Taten des grausamsten Berliner Sexualtäters der 20iger Jahre – um den eher wenig bekannten Karl Großmann. Zwischen 3 und 100 Frauen soll er, nachdem er sich zuvor äußerst sadistisch an ihnen vergangen hatte, auf bestialische Weise ermordet und danach zerstückelt haben, um sie dann in einer Tasche in den Luisenstädtischen Kanal in Kreuzberg zu werfen oder in seinem Ofen zu Hause zu verbrennen. Dank Bosetzkys Fähigkeit, historische Fakten, biographische Angaben des Täters sowie kriminalpolizeiliche Aufzeichnungen mit fiktiven Romanelementen zu einem dokumentarischen Roman „im Sinne von ‚true crime’“ (S.315) zusammenzufügen, ist es dem Leser möglich, sich gut in die Atmosphäre der 20iger Jahre einzustimmen. Dies gelingt nicht zuletzt durch zahlreiche Einblicke in das damalige Tagesgeschehen, welches entweder in die Handlung miteingefügt oder durch den Autor kommentiert wird. Außerdem kann sich der Leser mit Hilfe der Dialoge und inneren Monologe der Figuren in den gelungen umgesetzten Berliner Jargon einfühlen. Schließlich ist es für Berliner und Berlinkenner eine wahre Freude, sich durch die originalen Handlungsorte und genauen Wegbeschreibungen in die Handlung hineinzuversetzen. Ansonsten muss ich nun wieder auf die benötigten starken Nerven zu sprechen kommen: Ähnlich wie in Bosetzkys Roman „Wie ein Tier“ wird, um der Frage nachzugehen, wie ein Mensch zu solch einer Bestie werden kann, dem Leser eine detaillierte Einsicht in die zum Teil fingierte Sozialisation und Gedankenwelt des Serienmörders gegeben. Dies ist an vielen Stellen sehr drastisch, denkt man an die genaue Beschreibung von Großmanns Ausleben seines sexuellen Triebes, der nur in Kombination mit Blut und dem Schmerz des Opfers befriedigt werden konnte. Das kann - vor allem einer Leserin - manchmal etwas zuviel werden. Wie Bosetzky in seiner Schlussbemerkung erklärt, mussten daher, um solche sehr deskriptiven Widerwärtigkeiten dem Publikum zumuten zu können, diese mit einer fiktiven Liebesgeschichte und anderen Handlungselementen „aufgefangen“ werden. Dies empfinde ich als sehr gelungen, da die fingierte Rahmenhandlung fast schon collageartig um die besagte Lebensgeschichte gestaltet wurde und daher die Spannung nicht zu kurz kommt. Letztendlich sind die im „Anhang Eins“ (S.291) gemachten gerichtsmedizinischen und sozio-psychologischen Ausführungen über den Ursprung und das Wesen von Serienmördern sehr interessant und aufschlussreich, wenn sie auch die Verbindung zu den heutigen Sexualtätern außer Acht lassen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Brutale Realität 23. Oktober 2006
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Bosetzky erzählt eine Geschichte mit authentischem Hintergrund nach, die Geschichte des Serienmörders Karl Großmann, der sich in einer explosiven Mischung von Veranlagung und Millieu zu einem monströsen Verbrecher entwickelte und im Berlin der 20er Jahre jahrelang sein Unwesen treiben konnte, durchaus nicht unbemerkt, aber faktisch toleriert in einem ggü. menschlichem Elend gleichgültig gewordenen Kiez.

Nichts für schwache Nerven oder Mägen, und erst recht nichts für Leute, die gern die wilden Zwanziger romantisieren. Heute gibt es auch viel Elend in Berlin, aber im Vergleich zu dem, was in diesem Buch einem Schlächter seine meist weiblichen Opfer in die Arme treibt, ist das alles noch sozial abgefedert.

Bosetzky wartet wieder einmal mit erstklassiger Recherche auf, Orte und zeitgeschichtliche Bezüge wirken absolut stimmig, sind tlw. auch schon so detailliert, dass es für mich nach Abschweifung aussieht. Die Figuren berlinern nicht oft, aber wenn, dann wirklich richtig. Wo es passt, lässt Bosetzky auch authentische Figuren die Szene betreten, z. B. in einer Nebenrolle Ernst Gennat, einen der besten Ermittler der damaligen Zeit.

Wenn man Krimis mit realistischem Hintergrund mag, sollte man dieses Buch unbedingt lesen. Wenn man einfach nur spannende Unterhaltung sucht, gibt es sicher Besseres, auch vom gleichen Autor.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Als Doku-Krimi gut 23. März 2007
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist der erste Krimi von Bosetzky (aka -ky), den ich gelesen habe, und ich habe -offen gestanden- etwas anderes erwartet.

Die Qualität des Buches liegt meiner Meinung nach in seiner gründlich recherchierten wahren Geschichte, den blutigen Details der Verbrechen, um die es geht. Der Autor hat sich tief in die Details von Kriminalakten und Vernehmungsprotokollen sowie Zeitungsberichten eingegraben, um eine spannende wie detailreiche Nacherzählung zu liefern.

Ein weiteres dickes Plus ist denn auch die sorgfältig betriebene "Fütterung" mit Hintergrundinformationen, welche das Leben im Berlin unmittelbar nach Ende des 1. Weltkrieges lebendig und authentisch wirken lassen.

Negativ fällt einem aber auch ins Auge, dass das umrahmende Element dieser Geschichte, die Liebesgeschichte zwischen dem Provinzreporter und einer Dirne, das Bosetzky laut eigenen Angaben dazuerfunden hat, um das Morden erträglicher zu machen, nicht so richtig hineinpasst. Die Figuren sind nicht sehr plastisch geraten und wirken zwar nicht unglaubwürdig, aber doch irgendwie wie ein Fremdkörper in dieser ansonsten unglaublich spannenden (und zugegebenermaßen brutalen) Geschichte.
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