Unter Pop-Klassik stellt man sich vor, daß bekannte populäre Songs von einem Orchester gespielt werden. Das hat bereits etwas für sich. Die Best Of Night of the Proms (Vol. 2) geht aber noch einen Schritt weiter. Größen der Popgeschichte der 1980er und 1990er Jahre werden klassisch begleitet, der Popsänger singt selbst, Schlagzeug und E-Gitarre fehlen nicht. Die Mischung ist also überaus gelungen. Das gilt auch für die Songauswahl, die stilvoll ist: Emilia, Paul Young, Bryan Ferry, Simple Minds ... Was letzteres anbelangt, wächst Jim Kerr mit "Belfast Child" über sich selbst hinaus. Den Musikern macht dieses seltene Zusammenspiel eben Freude, und das hört man heraus. Wenn es die Absicht der Musiker ist, Popmusikhörer auf Klassik aufmerksam zu machen, so gelingt das hier vorzüglich. Denn eingestreut sind hier Klassikstücke - es muß schließlich nicht immerzu gesungen und Gitarre gespielt werden. Eine fröhlich-temperamentvolle Slavonic (A. Dvork) tut es auch. Daß zu alledem das Cover schön blitzert, macht die CD auch noch zu einem in jeder Hinsicht schönen Weihnachtsgeschenk; wer sie für sich selber kauft, macht sich selbst eine Freude. So soll es sein.