Best of- Alben haben den Ruf, dass die Plattenfirma schnell mal Kohle machen will, ohne viel investieren zu müssen. Meistens steuern die Künstler ein bis zwei neue Tracks hinzu, und fertig ist das Album.
Bei dem vorliegenden Album von Lisa Gerrard gibt es leider nichts Neues zu hören. Und das ist auch schon der einzige Makel, der diesem Album anhaftet.
Alleine das kunstvoll gestaltete Artwork und Booklet reißt so einiges wieder raus. Aber das sind wir ja von den 4AD-Alben gewöhnt.
Ansonsten gibt es einen wirklich repräsentativen Überblick über das Schaffen dieser Ausnahmekünstlerin mit der unnachahmlichen Stimme. Ihre Zeit mit Brendan Perry wird ebenso ausgeleuchtet wie auch ihre Solosachen. Eingebettet werden diese Lieder in ihre Soundtrackarbeiten. Das gefiel mir bei der Zusammenstellung der Lieder am besten. Erst Soundtrackausschnitte, dann sie mit Dead can Dance bzw. Solo und am Ende gibt es wieder Soundtrackausschnitte.
Fans haben sowieso alles und bräuchten dieses Album nun wirklich nicht. Wobei sie sicherlich der Vollständigkeit halber die Scheibe kaufen. Allen, die sie durch die Soundtracks kennen, sei dieses Album wärmstens ans Herz gelegt.
Und der Rest, der dieses Album nicht hört, verpasst eine Retrospektive einer wirklich großartigen Künstlerin. Ihre Stimme und die Musik sprechen einfach für sich, was soll man sich da mühen, die passenden Worte zu finden.