Die Geschichte der Housemartins war eine vergleichsweise kurze - nach zwei Studioalben und einer Best of war auch schon wieder Schluss. Das musikalische Potential der Band-Mitglieder bestätigt sich auch durch ihre post-Housemartins Karrieren: Zu Norman Cook aka Pizzaman aka Fatboy Slim muss wohl kein Wort mehr verloren werden, doch auch Paul Heaton und Dave Hemmingway haben sich mit "The Beautiful South" durchaus abermals bewiesen (Übrigens Empfehlung für alle, denen die Housemartins gefallen). Aber nun zurück zur aktuellen Best of Scheibe: Gegenüber der "Now that's what I call quite good" Compilation zwar um einige B-Sides beraubt, dafür aber mit allen der sehenswerten Videos. Die Songs selber sind, wie es sich für eine anständige Best of gehört, ohne erkennbare Schwächen. Eingänge Pop-Songs in jeglichem Tempo und durchaus tiefgründige Texte waren die Stärke der Housemartins. Heute dürfte wohl nur noch das quasi-a-cappella Stück "Caravan of Love" bekannt sein, zugleich der einzige Nr. 1 Hit der `Martins. Wer also mal gerne hereinschnuppern will, warum "Pop" früher noch kein negativ belasteter Begriff war, sollte mal in die Best of der Housemartins reinhören. Besondere Anspieltipps: "The people who grinned themselves to death", "five get over excited" und "i'll be your shelter".