Eddie Money entstammte aus einer Polizistenfamilie und war selbst zwei Jahre auf der Police Academy (und dass sein Geburtsname eigentlich Mahoney ist, sollte dem Eingeweihten an dieser Stelle ein Schmunzeln abringen). Jedenfalls gab er seine Polizei- zugunsten einer Musikerkarriere auf, was sich 1978 als richtige Entscheidung erwies: "Baby Hold On" verpasste mit #11 US nur knapp die Top Ten. Bis Anfang der 1990er Jahre konnte er 10 Singles in den US-Amerikanischen Top 40 platzieren - in einer Zeit, als man dafür noch ordentlich Tonträger umsetzen musste. Neben bereits erwähntem Titel waren seine größten Hits "Walk on Water" (#9 US), "Peace in Our Time" (#11 US) sowie "Take Me Home Tonight" (#4 US) - letzterer war sein einziger Charterfolg in Deutschland, und erreichte 1986 #6 DE.
Ist "Best of Eddie Money" wirklich das Beste? Mit "Wanna Be A Rock 'N' Roll Star", "Rock And Roll The Place (Live)", "Trinidad", "No Control (Live)" und "Where's The Party?" finden sich fünf Titel auf der CD, die es nie in die Charts geschafft haben. Angesichts von 23 in den US Hot-100 untergebrachten Titeln ist diese Auswahl etwas eigenartig, insbesondere da mit "I'll Get By" (# 21 US) und "The Love in Your Eyes" (# 24 US) zwei vergleichsweise erfolgreiche Singles ausgelassen wurden.
Warum nur drei Sterne? Weil dem durchschnittlichen deutschen CD-Käufer (wenn er sich denn noch an die 1980er Jahre erinnern kann) nur ein einziger Titel bekannt sein dürfte, weil wie zuvor angemerkt einige Hits ausgelassen wurden, und weil Live-Titel auf einer "Best of" IMHO nichts zu suchen haben (da man den Titel gerne so hören möchte, wie man ihn kennt und mag).