Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Fortschritt, wenn auch ein ungewöhnlicher..., 18. März 2008
Schockiert war ich, wirklich schockiert, als ich zum ersten Mal die erste Single des neuen Avril Lavigne Albums "the best damn thing" hörte. "Girlfriend" wirkte auf mich wie ein Fremdkörper. Ist das Avril Lavigne? Mit "He he he" und Clap-Beats und Rapgesang? Dementsprechend sank meine Vorfreude auf den bevorstehenden Album Release. Gehörte doch die nun verheiratete Kanadierin doch zu meinen bevorzugten Künstlern. Ihre auf den Vorgängern perfekt arrangierte Mixtur aus Traurige Balladen und punkrockigen Spaßnummern, brachte ihr viel Lob, viel Geld aber wohl nicht die richtige Botschaft. Auf dem neuen Output sollte nun alles anders werden. Sie zog sich verschieden Produzenten wie Dr. Luke, ihren Mann Deryk von Sum 41 sowie ihr ehemaliges Bandmitglied Evan Taubenfeld an Land. Selbst der Ex-Drummer von Blink 182, Punkrock Ikone Travis Barker war bei drei Songs mit von der Partie.
Ich werde mich meinen zahlreichen Vorredner diverser Musikseiten und Foren nicht anschließen und es verreißen. Denn das muss vorweg gesagt sein, hab ich hier nicht nötig. Denn das Album ist trotz aller Catchyness und seines Ohrwurms Charakters eine extremer Schritt nach vorner in der Qualität der Musik Avrils.
Die Platte beginnt also mit der besagten ersten Single "Girlfriend". Das Lied ist geprägt durch einen sehr eingängigen Refrain und ganz simple sehr leise Gitarrenriffs, die dann immer wieder durch stampfende Beats und einem sehr gängigen Bass unterbrochen werden. Zugegeben, es ist ihr bis dato dürftigster Opener, dennoch macht die Nummer Spaß auch wenn man an dieser Stelle als Hörer doch sehr geschockt sein sollte. "I Can Do Better" macht da einiges wieder gut, denn hier bekommt Avril erstmals Support von Meister-Drummer Travis Barker, welcher den Song richtig in Schwung bringt. Der Song erinnert in der Tat ein wenig an "He Wasn't" von Lavignes letzter Platte "Under my Skin", zeigt aber den Reifeprozess deutlich. Die Numemr ist schnell, agressiv (wenn man das bei Frauengesang überhaupt sagen kann haha) und sehr abwechselnd im Gesang. Ganz ordentlich, im Vergleich zu ihren früheren Temposongs. Es folgt mit "Runaway" eines der Highlights der CD. EIn flotter Rhythmus, ebenfalls von Barker beigesteuert, und Acoustic-Gitarre begleiten Avrils schönen Gesang der in einem sehr emotionalen Refrain mündet, der sofort hängen bleibt. Sowas gabs von Avril noch nicht zu hören und wirkt deshalb sehr frisch und passt sehr zu ihrer Stimme! Mit in der qualitativen Steigerung der Songs, kommt der Titeltrack "the best damn thing" dazwischen. Wieder einmal überrascht Avril den Hörer, mit einem ziemlichen dünnen Cheerleadergesang im Rapstil. Nunja, das enttäuscht zunächst, geht aber gradlinig in eine sprechgesangartige Strophe und einem perfekten Pre-Chorus, der hier am besten als Refrain hätten wirken sollen, denn der eigentliche Chorus ist nicht mehr als Durchschnitt... "When you're gone" ist die zweite Singleauskopplung und langweilt zunächst einmal enorm in den Strophen. Langweilige musikalische Begleitung fallen ebenso negativ auf wie gesanglicher Einheitsbrei. Auch der Refrain weiß nur in Ansätzen zu überzeugen, denn wirklich aus sich rauskommen tut die Dame nicht. Hier würde durchaus mehr drinne sein, wenn Avril mal etwas lauter werden würde, wie zum Beispiel bei der Nummer "Together" vom Vorgänger!
"Everything Back But You" wird nun wieder schneller, aber textlich nicht wesentlich besser, maximal fallen Avrils doch erhöhter gebrauch von Schimpfwörter auf... Der Song macht Spaß und zeigt Avrils Facettenreiche Stimme. Das ganze hat sogar ein wenig Punk und Ska in sich und gefällt wirklich. Lyrisch entgültig am Ende sind wir bei "Hot" angekommen. Ein ziemlich eklig kitschiger Text, der die Beziehung zu ihrem Mann Deryk darstellen soll, lässt sich vermuten. Die Nummer ist durchweg langweilig und kann in keinster Weise überzeugen. Jetzt wird es traurig in der Welt der kleinen Kanadierin. "Innocence" ist die stärkste Nummer der ganzen Cd. Verträumt und traurig stimmt Avril den Song sanft an, nur begleitet von einem Klavier. Es setzen Gitarre und Drums ein und Avril wird mehrstimmig begleitet im Ansatz. Das ist nahezu perfekt arrangiert und auch textlich etwas gehobener. Der Song zählt definitiv zu den besten in Avrils gesamten Song-Reportoire. Selbst Streicher begleiten am Ende des Songs, der vor dem letzten Refrain in einem stimmlichen Höhepunkt mündet.
Beats aus dem Drum-computer leiten den zu anfang recht miesen Song "I Don't Have To Try" ein, der dann mit EInsatz von Avril Gesang, dann doch rehct attraktiv für die Ohren wird. Etwas rau im Sound und in der Stimme kann der Song vollkommen überzeugen. Man merkt hier dann wirklich den von mir angesprochenen Reifeprozess der Songs. Wo früher miese Uptemponummern wie "Skater Boy" oder "He wasn't" Platz nahmen, können wir uns nun an richtigen PunkRock Nummern auf Avrils Platte erfreuen. Auch "One Of Those Girls" macht dort keine Ausnahme, geht aber etwas zahmer zu Werke, ist aber dennoch ein überdurchschnittlicher Song der besonders im Pre-Chorus glänzt! Dann neigt sich die Platte langsam dem Ende zu und es folgen noch zwei wirklich gute Tracks. "Contagious" ist eine extrem kurze up-tempo nummer die gute Laune macht und auch mal in Sachen Songwriting zu glänzen scheint. Der letzte Song, stimmt dann wieder auf Emotionen und dürfte bereits aus dem "Eragon" OST bekannt sein aus dem vergangenen Winter. "Keep Holding On" ist eine übermäßig kitschige Ballade, die mit allen Klischeés samt Orchester alles andere als geizt. Allerdings anch dem zweiten dritten Hören, erkennt man die Schönheit dieser hoffnungsvollen Ballade und wird zum Ende dann auch wirklich davon überzeugt, dass Avril nicht mehr Pop als vorher ist, sondern einfach facettenreicher zu Werke geht.
01 Girlfriend (06/10)
02 I Can Do Better (07/10)
03 Runaway (08/10)
04 The Best Damn Thing (06/10)
05 When You're Gone (05/10)
06 Everything Back But You (08/10)
07 Hot (04/10)
08 Innocence (09/10)
09 I Don't Have To Try (09/10)
10 One Of Those Girls (07/10)
11 Contagious (08/10)
12 Keep Holding On (09/10)
= 7,17
Das tut sie dann auch mindestens eine Klasse besser als ihre Kolleginen Ashlee Simpson oder Kelly Clarkson. Ich halte "The Best Damn Thing" für Avrils bis dato bestes und abwechslungsreichtes Album.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Wieso versteckt sich die gute Avril?, 23. März 2008
Ob der Titel Programm ist ... na wer weiß. Neu erfunden hat sich Madame Lavigne hier jedenfalls. An Stelle vieler ernsthafter Gedanken des Vorgängers Under My Skin soll, glaubt man der gesamten Aufmachung des Albums und der Vorabsingle Girlfriend, nun die punkige Spaßgesellschaft treten. Das setzt sich auch eine Weile fort, Hilfen sind dabei unter anderem I Can Do Better, Runaway, I Don't Have To Try und der Titeltrack. Erst nach mehreren, intensiven Durchläufen fallen dem Hörer die Perlen dieser Platte auf, die auf paradoxe Weise an die jüngere aber reifere Avril Lavigne erinnern. When You're Gone ist ein solches Juwel: durchdacht, gesanglich überzeugend, durch Tiefe glänzend. Innocence besticht mit ähnlichen Eigenschaften, ebenso Keep Holding On.
Schade, dass die neue Avril Lavigne nur mit den leisen Tönen wirklich überzeugen kann, in den eingängigen Melodien eher Mittelmaß erreicht (Hot, Contagious) und den Rest weniger der musikalischen Qualität als dem Image unterordnet. Bleibt die Hoffnung auf die Rückbesinnung auf die guten alten Zeiten.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Yeah, Yeah, Yeah, 24. Mai 2008
The best damn thing ist Avrils drittes Album und das schwächste bisher, gleichzeitig auch das fröhlichste. War der Vorgänger Under my skin besser, weil er die nachdenklicheren Texte und die düsteren Melodien hatte? Bei manchen Kritikern scheint es ja mitunter so zu sein, dass sie die Gleichung Schwermütig = Kunst und Fröhlich = Kommerzmist verwenden, um CD's zu bewerten. Aber das ist es hier einfach nicht. Die Songs auf Avrils aktuellen Album wirken überhastet und unmotiviert hingerotzt. Es fehlt nicht nur an Tiefgang, sondern auch an Abwechslungsreichtum und eigentlich singt sie in fast jedem Lied immer nur: Yeah, Yeah, Yeah. Das ist natürlich nicht wahr. Manchmal singt sie schon was anderes, zum Beispiel: Hey, Hey, Hey.
In einem Making-of auf MTV erzählte sie, dass sie glücklich verheiratet ist und keine Lust mehr auf Problemthemen hatte. Das sei ihr gegönnt! Aber sie verriet auch, dass sie drei Stücke betrunken eingesungen hat. Das hört man! Es hat die Qualität ihres Gesangs nicht verbessert.
Die Single When you're gone passt nicht recht auf das Album, sie klingt wie die typische Radio kompatible Ideal Standard Ballade.
Hot ist einer der Songs, die am meisten Spass machen und zusammen mit der ersten Single Girlfriend zu Avrils Klassikern werden dürften.
Anspieltipps: Hot, Girlfriend, I can do better
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