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Der Besen im System
 
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Der Besen im System [Taschenbuch]

David Foster Wallace , Marcus Ingendaay
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 624 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 3 (1. April 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499237598
  • ISBN-13: 978-3499237591
  • Originaltitel: The Broom of the System
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,4 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 56.709 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

David Foster Wallace
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

„Ein Genie.“ (Jonathan Franzen) Lenore Beadsman arbeitet in der Telefonzentrale eines erfolglosen Verlages in Ohio, der ihrem Freund Rick Vigorous gehört. Er liebt sie über alles, hat aber Probleme mit dem Sex und erzählt ihr als Ersatz Geschichten, in denen Lenore oft die Hauptrolle spielt. Um seine Probleme zu lösen, besucht er regelmäßig einen Psychiater, den auch Lenore besucht. „Endlich übersetzt: das genialische Debüt von David Foster Wallace.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Der Verlag über das Buch

David Foster Wallace’ erster Roman – endlich auf Deutsch -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nach der Postmoderne 26. Januar 2010
Format:Taschenbuch
Ich gebe zu: ich habe mich von dem Hype um Unendlicher Spaß anstecken lassen - und um mal zu gucken, was denn nun dran an ist an diesem Mann, habe ich seinen ersten Roman "Der Besen im System" gelesen. Mit eindeutigem Resultat: dieses Buch gehört zu den besten, die ich in meinem Leben gelesen habe, und ein paar waren schon dabei. Erstmals seit langem hatte ich den Eindruck, dass da jemand etwas neues zu erzählen hat, und dabei sämtliche Register zieht, die zu ziehen sind. Wer freilich nur Romane liest, die linear und geradlinig erzählt sind, wird an dem Buch keine Freude haben. Perspektivenwechsel, Zeitsprünge, Wechsel der Stilmittel, offenes Ende - so kommen Rezensionen zustande, die das Buch als Zettelkasten bezeichnen. Für mich ist gerade das die Stärke des Romans, neben seinen vielen niedlichen Anspielungen (Judith Prietht, Vlad der Pfähler, etc.) und der großartigen Zeichnung der diversen Charaktere.

Vieles von dem, was in den letzten Jahren vor allem aus den USA nach Deutschland gekommen ist, war sicher sehr gut - ich liebe Bret Easton Ellis, mag Jeffrey Eugenides und Jonathan Frantzen, verehre (natürlich, das geht gar nicht anders) Roth und Updike. Aber (vielleicht von Ellis mal abgesehen) haben sich alle auf die altbewährte Erzählweise des modernen amerikanischen Romans zurückgezogen; Versuche, davon abzuweichen, habe ich bei Pynchon, Gaddis oder DeLillo gelesen. Aber die Wucht eines David Foster Wallace ist einfach unbeschreiblich! Wir erleben eine wirklich neue Literatur, eine neue Form des Romans, und die Überwindung der zwanghaften Postmoderne.

Die Handlung des Buches zu beschreiben, spare ich mir, dazu gibt es zu viele Stränge, die nebeneinander dargestellt werden. Vielleicht nur soviel: das Verschwinden der alten Dame aus dem Seniorenheim, wie es der Klappentext suggeriert, ist keineswegs der Hauptstrang des Buches. Es geht vor allem um moderne Literatur und um den Umgang mit ihr - was junge Autoren für wichtig halten und wie Verlage damit umgehen.

Der Besen im System ist kein einfaches Buch - aber es ist lesbar. Es macht Spaß, ist witzig, traurig und hat unvergleichlich schöne Momente. Uneingeschränkt empfehlenswert!Ich wünsche viel Vergnügen. Und freue mich auf Unendlicher Spaß, das in meinem Regal auf seine Lektüre wartet!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Eine hübsche junge Frau namens Leonore, die nur weiße Baumwollkleider und ausgeleierte Turnschuhe trägt, eigentlich reich wäre, wenn sie mit dem Vater, der Babynahrung herstellt, nicht gebrochen hätte, und die für vier Dollar in der Stunde in der Telefonzentrale eines obskuren Verlags jobbt, der keine Publikationen herausgibt. Ein Verlagsinhaber, der darunter leidet, ein recht kleines Glied zu besitzen, zum Ausgleich seiner Freundin - Leonore - Geschichten erzählt, die vermeintlich dem Verlag zugesendet wurden, wahrscheinlich aber von ihm erdacht wurden. Ein Nymphensittich namens Vlad, der Pfähler, der plötzlich fließend sprechen kann. Eine Oma, auch namens Leonore, die nur bei 37 Grad Außentemperatur lebensfähig ist und gemeinsam mit mehreren Dutzend anderen Insassen spurlos aus dem Altenheim verschwindet. Eine künstliche Wüste mit der Bezeichnung G.O.D. - Great Ohio Desert. Ein Psychiater, der sämtliche Leiden auf eine hirnrissige Membran-Theorie zurückführt, in seiner Praxis eine Art Autoscooter betreibt und seine Patienten gerne auch mal fragt, ob sie eigentlich bekloppt seien. Ein fetter Industrieller, der durch enorme Gewichtszunahme die gesamte Menschheit verdrängen will. Ein junger Mann, der sich "Antichrist" nennt, in seiner Beinprothese Drogen hortet und als Gegenleistung für Nachschub seine Kommilitonen mit Prüfungsantworten versorgt. Eine durchdrehende Verlags-Telefonanlage, die Anrufe für "Bambis Bondage Studio" durchstellt und viele andere, aber nie die richtigen. Ein Fernsehmissionar, der den sprechenden Vogel als Stimme Gottes verkaufen will. Und, und, und.

Dazu wechselnde Perspektiven und Zeiten, seitenlange Dialoge ohne Nennung der Sprecher, Fragmente aus Geschichten, kryptische Anspielungen, Abkürzungen und Zitate. "Der Besen im System" hält, was der Titel verspricht: Sobald sich der Roman, den Wallace in den Danksagungen als "Projekt" bezeichnet hat, zu etwas entwickeln scheint, verhaken sich die Borsten des immanenten Besens und lassen die Maschine absichtlich unrund laufen.

Das Debüt des gefeierten Autors, der nach dem Erscheinen von "Unendlicher Spaß - Infinite Jest" Selbstmord beging, zeigt die Richtung an, die Wallace später vervollkommnen wird: Verweigerung aller bekannten Formen, wildes Spiel mit Stilmitteln, kreatives Chaos auf höchstem Niveau. Wer Bücher erwartet, die einfach so Geschichten erzählen, ist hier fehl am Platz. Wer sich aber darauf einlässt, einem Schriftsteller zu begegnen, der Strukturen aushebelt und vermeintlich dem "Creative Flow" alle Entscheidungen überlässt, möglicherweise bewusster, als erkennbar wird, kann "Der Besen im System" durchaus mit Genuss lesen.

Davon abgesehen bietet das stotternde System amüsante, kluge, originelle und sehr, sehr unkonventionelle Lesestunden. Bewältigt man das stark fragmentarische, fast 700 Seiten lange Werk, das, was den Anspruch anbetrifft, bestenfalls eine leise Ouvertüre zu "Infinite Jest" darstellt, muss man aber für sich selbst herausfinden, was zur Hölle das eigentlich war, was man gerade gelesen hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kein Besen im System 1. November 2011
Format:Taschenbuch
Der erste Roman von David Foster Wallace sprüht von abstrusen Einfällen und bietet ein wahrhaft gutes Lesevergnügen.

Es gibt Verbindungsprobleme in der Telefonzentrale des Verlagshauses Frequent & Vigorous in der Leonore Beadsman, Tochter des steinreichen Stonecipher Beadsmann III, dem eigentlich alles gehört, arbeitet. Andauernd melden sich Anrufer die einen Käseladen, eine Abschleppfirma, den Goodyear-Reifendienst oder Bambi' s Bondage-Katakombe erreichen wollen. In dieser Form, die Verbindung von mehreren Zeitsträngen und Erzählperspektiven, findet sich auch im ersten Roman von David Foster Wallace (1962-2008). Die Geschichte beginnt im Jahre 1981, als die noch junge Leonore im Wohnheim ihrer älteren Schwester übernachtet und eine Begegnung, nicht nur mit einem hübschen Mädchen, die hässliche Füße hat, macht, sondern auch mit zwei betrunkenen Studenten. "...alle Probleme im Kontext der von mir angedachten Geschichte nicht nur behandelt, sondern auch gelöst werden können." Was sich nun nach einer schwierigen und unlesbaren Geschichte anhört, "Eine zutiefst beunruhigende Geschichte. Und das Produkt eines zutiefst verkorksten Studi-Hirns", ist in Wahrheit ein wahres Lesevergnügen.
Der unter Depressionen leidende Wallace (1962-2008) hat Kurzgeschichten, Essays und drei Romane verfasst, wobei sein zuletzt erschienener, "The pale king", unvollendet geblieben ist. Die Los Angeles Times nannte ihn im Jahre 2008 nach seinem Selbstmord einen der "...einflussreichsten und innovativsten Schriftsteller der letzten zwanzig Jahre." In seinem ersten Roman, "Der Besen im System", der von der Kritik wohlwollend aufgenommen wurde, setzt sich Wallace unter anderem mit der Literaturszene auseinander. Der Geliebte von Leonore, Rick, er bezeichnet sich auch selber als ihr Verlobter, mehr als Kuscheln war bisher aber nicht drin, liest Leonore Kurzgeschichten vor, die sehr abstrus und lächerlich sind, aber vielleicht gerade deswegen zu Lachanfällen reizen. "Manchmal frage ich mich, was eigentlich mit der amerikanischen Jugend los ist."
Die Welt in dem Buch entspricht unserer Welt mit kleinen aber feinen Unterschieden. Der Psychiater, der Leonore und Rick behandelt, trägt eine Gasmaske und lässt seine Patienten mit automatischen Stühlen, die Sicherheitsgurte haben, in sein Zimmer fahren, eine Wüste, die mitten in Ohio gebaut wurde, entwickelt sich zu einem aufregenden Reiseziel, es werden Mittel erfunden, die die Sprachentwicklung von Säuglingen fördern sollen, verleiten auch Nymphensittiche zu Geschwätzigkeit und die Großmutter von Leonore benötigt exakt siebenunddreißig Grad Außentemperatur, um überleben zu können und vieles weitere noch, was dem Leser zu entdecken bleibt bei über sechshundert Seiten des Buches.
Die in den späteren Werken von Wallace auftauchenden, oft seitenlangen Fußnoten finden sich in diesem Roman noch nicht, dafür aber die Behandlung von philosophischen Themen, wie auch der Gebrauch von Fremdwörtern. "Syllogismus, das ist eine kleine Beweiskette."
Dieses Geschichte, "Eine Geschichte über die Eigenschaft einer Geschichte, im Grunde nie zu Ende zu sein, selbst wenn alle Figuren die Szene verlassen haben", kann mit gutem Gewissen jedem als Einstieg in die Welt von Wallace empfohlen werden.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Beziehungswirrwarrr bei 37 Grad
Eigentlich hatte ich dieses Frühwerk von Wallace schon amüsiert, aber ohne größeres Reflektieren beiseitegelegt, um mich anderen Büchern zu widmen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Dezember 2009 von hartmutw
nicht zu viel versprochen
Das Buch ist genauso wie es immer beschrieben wird: verrückt, vielseitig und schön zu lesen! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. September 2009 von Martunia
Leitunsschwemme
"Ich glaube, ich seile mich ab."*
"Was heißt das?"*
"Dass man sich weigern muss, über dieses Buch eine Rezension zu verfassen."
"... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Februar 2009 von A. Pankraz
Seltsame Stimmungen, großartige Charaktere
Allem Voran: Ich gebe die fünf Sterne nur, weil ich gegen die erschreckend negativen Rezensionen eine gerechtfertigtes Aufwiegen erreichen will. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. November 2008 von langspielplatte
Weder skurril, noch popliteratenhaft - nur eine Handvoll Skizzen
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Veröffentlicht am 3. Dezember 2007 von MayBee
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der Dali unter den Popliteraten
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Veröffentlicht am 5. Mai 2006 von Roland Freisitzer
Minus 10 Sterne!
Ich habe noch nie so einen Mist gelesen. Vollkommen langweilig, sinnlos und zusammenhanglos - und nicht witzig. Lesen Sie weiter...
Am 19. Mai 2005 veröffentlicht
Absolut nicht zu empfehlen
Ich lese ziemlich viel und habe auch schon ander Bücher von diesem Autor gelesen die mir eigentlich gefallen haben aber der Besen im System hat mir überhaupt nicht... Lesen Sie weiter...
Am 21. Januar 2005 veröffentlicht
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