Auf den ersten Seiten des Buches schluckt man noch ganz brav die komplizierten Sätze, doch umso weiter der Leser in die tiefen Verschachtelungen der Kapitel (z.B. 4.6.1.4.2 >> 5 Ebenen) vordringt, desto unwilliger wird er. Ein recht typisches Phänomen für deutsche Wissenschaftsliteratur hat Koppelmann in diesem Buch meiner Meinung nach auf die Spitze getrieben, Profilierung mit möglichst nichtsagenen, verschachtelten und vor Fremdwörtern wimmelnden Sätzen. Andere Authoren wie z.B. Ulli Arnold in Beschaffungsmanagement (leider nur noch schwer erhältlich) punktet bei mir mit klarer Struktur und auf den Punkt gebrachten Aussagen.
Koppelmann verliert sich in vielen Kapiteln zu 3/4 in der wissenschaftlichen/theoretischen Einleitung und verwendet nur 1/4 des Kapitels um eigene Aussagen zu vermitteln. Eindeutig zu wenig für den Anspruch, den der Author selbst an sich stellt (siehe Vorwort).
Meinem Vorredner kann ich zur Anfängertauglichkeit nur widersprechen, es ist ein fundierter wirtschaftswiss. Fremdwortschatz nötig um die wenigen Informationen sauber zu erfassen.
Alles in allem möchte ich sagen: Herr Koppelmann, ihre ca. 400 Seiten hätten bei sorgfältigerer Auswahl der relevanten wirtschaftswiss. Theorien und Präzision sowie Vereinfachung ihrer Aussagen auf 250 Seiten reduziert werden können.
Für alle Studienanfänger die sich dieses Buch zu Einführung in die Beschaffung zulegen möchten, greifen sie zu anderen Büchern, schlechter geht es kaum.