Wie an feinen Schnüren gezogen finden mich die Bücher der Autorin meist zum richtigen Zeitpunkt - bei diesem habe ich den Eindruck, sie hat es direkt für meine momentane Lebenssituation geschrieben. Aus zwei Teilen besteht es und beginnt mit Gefahr, Bedrohung, Schutz" und zeigt der Leserin auch hiermit wieder, dass einige Sachen, die wir bereits als gelassen" in unseren Alltag übertragen haben, eigentlich schon eine gewohnheitsmäßige Bedrohung" sind - wir haben es nur geschehen lassen und nun sollten wir unseren Schutz aktivieren. Mit dem Satz: Liebe ist die Verbindung zweier Menschen die einander auf gleicher Augenhöhe begegnen, die miteinander gewachsen sind" wirft sie wohl so manche Überlegung bei den Frauen auf, die solch eine gleichberechtigte Partnerschaft nicht kennen oder vergessen ha-ben, dass es eigentlich so sein sollte, um eine Weiterentwicklung zu fördern. Ein Kapitel hat sie dem Lachen gewidmet und in Sätzen, wie: Lachen ist Erleuchtung als Schnittstelle zwi-schen Körper und Geist" und Wer lacht ist nicht faßbar, vollkommen geschützt und unbe-zwingbar im Augenblick eines heftigen Lachanfalls" erinnert sie uns daran, das so manch ei-ne nichts mehr zu Lachen hat oder dies schon seit langem verlernte. Mit der gern manipulier-ten Angst vor dem Tod schließt sie den ersten Teil und erinnert an einen sehr wahren budd-histischen Ausspruch: Wir alle können sterben, das ist leicht - die Kunst ist, vorher gelebt zu haben" und das kann eine nur zulassen, wenn sie sich genügend geschützt fühlt.
Im zweiten Teil, wo sie über Übungen, Substanzen und gelebte Schutzmagie spricht, bestärkt sie auch mit Sätzen, wie: Traum ist das Herz der Wirklichkeit. Mantren sind mächtig. Was gesprochen, gerufen wird, kommt. Was geträumt ist, hat begonnen" die Frauen darin, dass kein komplizierter Vorgang die Schutzmagie aktiviert, sondern es sollen einfach nur die Macht des Wünschens und die Gedanken des Herzens wieder erhört werden und es ist die eigene Sicherheit, die in den Vordergrund zu stellen ist - bevor man sich um alles andere sorgt. Denn nur eine in sich selbst starke Frau kann auch eine Behüterin ihrer Lieben sein, weil sie dann das Rüstzeug" dazu hat.