Aus der Amazon.de-Redaktion
Behandelt werden ferner auch vertragliche und steuerliche Fragestellungen sowie Probleme der Stimmhygiene und mögliche Maßnahmen im Erkältungsfall; wertvoll sind auch die teilweise mehr zwischen den Zeilen eingestreuten Hinweise auf durchaus verbreitete Mängel in der Hochschulausbildung oder bei privaten Gesangslehrern und Korrepetitoren. Sie können den Neuling davor bewahren, aus Schüchternheit oder übertriebener Hörigkeit gegenüber scheinbar erfahrenen Kräften Nachteile oder gar Schädigungen in Kauf zu nehmen. Kein Zweifel: Knobel und Steinert kennen das Geschäft von Grund auf.
Und wirklich Philosophen geblieben wären sie, wenn sie zum Thema Gesangstechnik geschwiegen hätten: Was hier über Atemstütze oder Stimmsitz zu lesen ist, lässt zwar das Bemühen um eine möglichst allgemeine Formulierung erkennen, bleibt aber dennoch in dem einen oder anderen ideologischen Fettnapf stecken. Da die Stimmerziehung ohnehin Sache des ganz individuellen Vertrauensverhältnisses zwischen Lehrer und Schüler ist, hätte dieses Kapitel getrost kürzer ausfallen oder ganz wegbleiben können. Vorteilhaft wäre hingegen die Ausweitung des Spektrums auf die Gegebenheiten im Konzert- und Liedgesang gewesen, denn die meisten jungen Sänger sind auch in diesen Bereichen tätig. Unbeschadet dieser kleinen Minuspunkte jedoch sei das Buch jedem angehenden Sänger wärmstens anempfohlen. --Michael Wersin
Pressestimmen
"Das Buch, das die Münchner Mezzosopranistin Marita Knobel und die Managerin Brigitte Steinert gemeinsam verfasst haben, begnügt sich nicht mit allgemeinen Weisheiten, sondern versucht es mit konkreten Ratschlägen: vom Verfassen des Lebenslaufes bis zur Wirkung der Kantine im Theateralltag. Dass die Autorinnen immer aus der erlebten Praxis heraus schreiben und sich dort nicht aufdrängen, wo jeder angehende Sänger nur für sich selbst entscheiden kann, macht die Glaubwürdigkeit dieser Ratschläge aus - und ihre Vollständigkeit." (Stephan Mösch, Opernwelt 6/2002)
"Ein unverkrampfter und doch sachlich fundierter Blick auf den Beruf des Opernsängers ... Sehr zu empfehlen!" (Das Opernglas 6/2002)