Produktinformation
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1975 veröffentlichte die Polydor die LP "Bert Kaempfert Live In London", die 12 Titel des Konzerts enthielt. Wegen anderer Produktionen mit Bert Kaempfert und seinem Orchester in den Folgejahren geriet die damals geplante zweite Vol. 2 in Vergessenheit. Der komplette Mitschnitt des Konzerts lag unbearbeitet im Bandarchiv. Anlässlich des achtzigsten Geburtstags von Bert Kaempfert wird nun dieses legendäre Konzert in gesamter Länge auf der vorliegenden Doppel-CD von der Polydor herausgebracht. Für die umfangreiche Bearbeitung der Bänder setzte sich der Toningenieur Peter Klemt noch einmal ans Mischpult, denn keiner kennt den typischen Kaempfert-Sound so gut wie er, der über zwanzig Jahre gemeinsam mit Kaempfert alle Produktionen abgemischt hat und auch 1974 in London dabei war. Ein aufwendiges Booklet mit ausführlichen Texten wird alle Fans begeistern.
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Das klangliche Flair und die eigene Athmosphäre dieser Live-Aufnahme begeistern und berühren mich in besonderer Weise: Wir erleben nämlich Bert Kaempfert, den Komponisten und Bandleader ganz persönlich. Und das ist ein absolut einmaliges Zeitzeugnis. Dieses Album ergänzt in idealer Weise die Ende letzten Jahres -erstmals- in Ton und Wort erschienene Bert-Kaempfert-Biografie (Doppel-CD: The Bert Kaempfert Story, Polydor 2002 / Stranger in the Night - Die Bert Kaempfert Story von Marc Boettcher, EVA 2002).
Das Konzertprogramm umfasst einen Teil seiner Evergreens (die stilbildendend waren), ferner Swing-Classics und jüngere Kompositionen von Bert Kaempfert und seinen Zeitgenossen. Dass ein Großteil des Programms aus eigenen Kompositionen (incl. Medley: 13 von 29) besteht, ist bei Bert Kaempfert -anders als bei vielen anderen berühmten Bigbands- üblich. Max Greger, Werner Müller, Billy Vaughn, Ray Conniff oder der Kaempfert-Zögling James Last haben alle wunderbare Platten und CD's eingespielt. Sie sind aber nicht als Komponisten, wohl aber als dankbare Abnehmer von Bert-Kaempfert-Melodien für ihr eigenes Repertoire aufgetreten.
Alle Titel hat Bert Kaempfert für die Bühnenbesetzung neu arrangiert. Tempi und Soli weichen gelegentlich in spannender Weise von den Original-Studioaufnahmen ab. Von seinen wichtigsten Musikern, die sich alle auch als authentische Künster einen Namen gemacht haben, nahm er nach London mit: Ack van Rooyen (Solotrompete, Flügelhorn), Herb Geller (Flöte, Saxophon), Bob Lanese (Trompete), Rolf Ahrens (Schlagzeug), Günter Platzek (Piano, Orgel), Helmuth Franke und Bernd Steffanowski (Gitarre), Lucas Lindholm (Elektrik-Bass) und Lady Geisler (Bass-Gitarre, der berühmte Knackbass!). Neben weiteren 41 Musikern aus Großbritannien wurden die amerikanischen Anita Kerr Singers (Background) engagiert. Eine fantastische Besetzung.
Alles in Allem: Diese Doppel-CD möchte ich denjenigen empfehlen, die Swing & Easy Listening sowie einen perfekten Orchestersound lieben und vor allem einen Komponisten und Bandleader verehren, der Musikgeschichte geschrieben hat.
Lange habe ich auf die Veröffentlichung des gesamten Konzerts von 1974 gewartet. Lesen Sie weiter...
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