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Berliner Orgie [Gebundene Ausgabe]

Thomas Brussig
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

März 2007
Gefällt einem Sex auch, wenn man dafür bezahlt?, fragt sich der Schriftsteller Thomas Brussig und bekennt: »Ich habe mal wenige Kilometer nach der Einreise in Tschechien am Straßenrand gehalten, weil ich dachte, sie würde trampen. In eine Nachtbar mit blinkenden Lichtern und blickdichten Fenstern bin ich nie gegangen.« Warum also reizt es ihn trotzdem, sich mit den Berliner Orten der Lust zu beschäftigen? – Weil er diese Welt nicht kennt. Weil er nicht glaubt, dass Geld einfach alle Regeln zwischen Männern und Frauen aufheben kann. Weil er seine Vorbehalte gegen das Milieu zu verlieren hofft. – Im Stil eines literarischen Flaneurs stellt Thomas Brussig viele Fragen, die wir nie zu fragen wagten, und erfährt von Menschen, Leidenschaften, Begierden und Wünschen, die sich noch immer mit der Prostitution verbinden.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Piper (März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492050379
  • ISBN-13: 978-3492050371
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 387.785 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Interessante Reportagen, wie ein Literat Prostitution erlebt.« Playboy »›Der Balzac vom Prenzlberg‹ mit einer persönlichen Reportage über Frauen, Sex und Prostitution.« Der Spiegel »Witzig-ironischer Überblick über die verschiedensten Erscheinungsformen der käuflichen Lust, vom Straßenstrich bis zum Edelbordell.« In München »Weil Thomas Brussig auch dahin geht, wo es traurig aussieht oder komisch riecht, zeichnet er ein akkurates Bild vom Zustand der Prostitution in Berlin.« Welt am Sonntag »Kein tiefgehendes Buch, aber eines, das man – angesichts der hervorbrechenden Sonnenstrahlen – gerne mal auf der Liegewiese vernaschen kann.« Teutonica -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Thomas Brussig, geboren 1965 in Berlin, studierte Soziologie und Dramaturgie. 1995 erschien sein international erfolgreicher und von Leander Haußmann verfilmter Roman »Helden wie wir«. Nach dem ebenfalls verfilmten Bestseller »Am kürzeren Ende der Sonnenallee« erschien 2004 sein großer Wenderoman »Wie es leuchtet« und zuletzt »Schiedsrichter fertig«. Seine Romane wurden in achtundzwanzig Sprachen übersetzt. Thomas Brussig lebt in Berlin und Mecklenburg.

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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
4.0 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Preußisch beschriebene Sünden 19. Juli 2007
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Inzwischen liegt der Höhepunkt der Welle ja eigentlich schon wieder hinter uns. Während in den 90er Jahren sogar Verona Feldbusch die neusten Nachrichten aus der Szene in einem mittlerweile nicht nur seriösen, sondern auch noch börsennotierten Privatfernsehsender verkünden durfte, wird die kommerzielle Seite der Liebe heute in der Öffentlichkeit nur noch selten breitgetreten - das Thema ist auf Dauer doch zu langweilig geworden. Und so musste sich selbst Lilo Wanders nach einem neuen Job umsehen.

Aber dennoch bleibt der Verkauf von mehr oder weniger erotischen Dienstleistungen natürlich ein wesentlicher Wirtschaftszweig, gerade in einer Stadt wie Berlin, in der der Tourismus zu den wesentlichen Einnahmequellen gehört. Und welche Form der Unterhaltung wird wohl bevorzugt von den riesigen Mengen von westdeutschen Männern, die völlig frauenlos zu Großereignissen wie dem Pokalfinale oder sogar der WM 2006 in die Stadt einfallen? Natürlich die Form der Unterhaltung, die man in der Heimat nur versteckt wahrnehmen kann, und von der man sich in der Großstadt etwas Abwechslung erhofft. Und wie bei jeder wichtigen Erwerbsquelle, man meint, auch diese müsse erforscht werden. Und so hat man einen bekannten Berliner Autor überzeugt, sich für einen Bericht in die Szene zu begeben.

Das Problem: Leider hat man jemanden genommen, der zwar sehr gut und überzeugend schreibt, aber den Genüssen, die dort möglicherweise geboten werden, so überhaupt nicht offen gegenüber steht. Es ist etwa so, als ließe man einen Vegetarier über Würste schreiben. Er muss sich in seiner Analyse völlig auf das Aussehen, den äußeren Schein verlassen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bemerkenswert feinfühlig und unprätentiös 13. Mai 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Vor allem für die LeserIN ist Thomas Brussigs Blick hinter die Kulissen des Berliner Rotlichtmilieus hochinteressant - kannte man diese Welt bis jetzt doch nur von außen.

Seine Streifzüge durch Sexkinos, Tabledance-Bars, Edel- und Billigpuffs oder Begegnungen mit Straßenprostituierten rapportiert der Autor bemerkenswert feinfühlig und unprätentiös, mit Humor und Ironie an den richtigen Stellen, was die Berliner Orgie zu einer sehr angenehmen und kurzweiligen Lektüre macht!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesespaß pur! 9. Januar 2008
Von H. Blassl
Format:Gebundene Ausgabe
Man kann über die Lust des Autors an der "Ware" Sex und deren Verkäuferinnen geteilter Meinung sein, aber die Art wie Brussig schreibt ist schon das Geld wert. Amüsant und doch in den meisten Fällen eine genaue Beschreibung des Milieus. Das meiste hab ich auch erlebt. Und ich hab mich ebenso aufgeregt, wenn dann die Verpackung schöner war als der Inhalt. Aber klar, es geht hier in erster Linie um das Geld. Und doch zeichnet der Autor eine schöne Studie der Berliner Rotlichtmeilen ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Fazit: Lesespaß und Milieustudie ohne obszönen Charakter! Herrlich! Liest sich "ratzfatz" durch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Fortsetzung könnte ich mir vorstellen 3. März 2014
Von Teddy
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Eine gelungene Beschreibung der Berliner Rotlichtszene ! Nicht nur etwas für Einheimische. Man fragt sich dabei schon manchmal, wie der Autor wohl gelitten hat.
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant und Respektvoll !!! 28. März 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Als Frau hat man bekanntlich ein ganz eigenes Verhältnis zum Thema Prostitution. Thomas Brussig beschreibt in seinem neuen Buch seine Erlebnisse und Eindrücke nach dem "Flanieren" durch die Berliner Rotlichtszene. Ich, eine "normale" berufstätige Frau komme da nicht hin, deshalb ist schon mal ganz spannend, wenn jemand hingeht und ganz wertfrei darüber berichtet. Dank Brussigs hervorragenden Schreibstils liest sich das Buch sehr amüsant. Ganz uneitel nimmt er immer wieder sich selbst aufs Korn, wenn er z.B. in Boxershorts mit roten Herzchen im Swingerclub auftritt, oder während der Fußball-WM im männerüberfüllten Artemis jede erdenkliche Szene beschreibt, dabei nie pornografisch, sondern ästhetisch und mit viel Humor oder wenn er am Herrentag in einer Villa keine Frauen mehr vorfindet und sich als Steuerprüfer ausgibt (da wäre ich gern dabei gewesen!). Brussig schreibt repektvoll über die meisten Frauen, die er trifft, er hält nicht den Zeigefinger hoch, forscht nicht nach "Zwangsprostitution" u.ä.. Er macht die Erfahrungen, die jeder normale Mann macht, der ins Bordell geht - nicht mehr und nicht weniger! Dazu gehört auch, dass er sich das Recht rausnimmt, bestimmte Etablissements nicht zu besuchen (S/M, oder Schwulenbars oder was es sonst noch geben mag), er geht auch mal wieder weg, wenn ihm der Ort oder die Frauen nicht passen oder er der einzige Mann ist (was mir genauso unangenehm wäre, wie ihm). Warum sollte er sich das auch antun?

Ich glaube, dass auch der männliche Leser interessantes finden kann, natürlich ist es auch so was wie ein Bordellführer, aber meiner Meinung nach ist das Thema nach Lektüre der "Berliner Orgie" ausgiebigst betrachtet, ich könnte mir vorstellen, dass vielen Männern die Beschreibung schon reichen könnte und sie selbst gar nicht mehr hingehen müssen. Ein gelungenes Buch!
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