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Berliner Orgie: Reportage-Roman
 
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Berliner Orgie: Reportage-Roman [Gebundene Ausgabe]

Thomas Brussig
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Piper (März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492050379
  • ISBN-13: 978-3492050371
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 408.513 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Thomas Brussig
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Gefällt einem Sex auch, wenn man dafür bezahlt? fragt sich der Schriftsteller Thomas Brussig und bekennt: »Ich habe mal wenige Kilometer nach der Einreise in Tschechien am Straßenrand gehalten, weil ich dachte, sie würde trampen. In eine Nachtbar mit blinkenden Lichtern und blickdichten Fenstern bin ich nie gegangen.« Warum also reizt es ihn trotzdem, sich mit den Berliner Orten der Lust zu beschäftigen? - Weil er diese Welt nicht kennt. Weil er nicht glaubt, daß Geld einfach alle Regeln zwischen Männern und Frauen aufheben kann. Weil er seine Vorbehalte gegen das Milieu zu verlieren hofft. - Im Stil eines literarischen Flaneurs stellt Thomas Brussig viele Fragen, die wir nie zu fragen wagten, und erfährt von Menschen, Leidenschaften, Begierden und Wünschen, die sich noch immer mit der Prostitution verbinden.

Über den Autor

Thomas Brussig, 1965 in Berlin geboren, studierte Soziologie und Dramaturgie. 1995 erschien sein in zahlreiche Sprachen übersetzter und von Leander Haußmann verfilmter Roman »Helden wie wir«. Nach dem ebenfalls verfilmten Buch »Am kürzeren Ende der Sonnenallee« erschien 2004 sein großer Wenderoman »Wie es leuchtet«, für den ihn Matthias Matussek vom Spiegel als »Balzac vom Prenzlberg« feierte.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesespaß pur! 9. Januar 2008
Von H. Blassl
Format:Gebundene Ausgabe
Man kann über die Lust des Autors an der "Ware" Sex und deren Verkäuferinnen geteilter Meinung sein, aber die Art wie Brussig schreibt ist schon das Geld wert. Amüsant und doch in den meisten Fällen eine genaue Beschreibung des Milieus. Das meiste hab ich auch erlebt. Und ich hab mich ebenso aufgeregt, wenn dann die Verpackung schöner war als der Inhalt. Aber klar, es geht hier in erster Linie um das Geld. Und doch zeichnet der Autor eine schöne Studie der Berliner Rotlichtmeilen ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Fazit: Lesespaß und Milieustudie ohne obszönen Charakter! Herrlich! Liest sich "ratzfatz" durch!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Inzwischen liegt der Höhepunkt der Welle ja eigentlich schon wieder hinter uns. Während in den 90er Jahren sogar Verona Feldbusch die neusten Nachrichten aus der Szene in einem mittlerweile nicht nur seriösen, sondern auch noch börsennotierten Privatfernsehsender verkünden durfte, wird die kommerzielle Seite der Liebe heute in der Öffentlichkeit nur noch selten breitgetreten - das Thema ist auf Dauer doch zu langweilig geworden. Und so musste sich selbst Lilo Wanders nach einem neuen Job umsehen.

Aber dennoch bleibt der Verkauf von mehr oder weniger erotischen Dienstleistungen natürlich ein wesentlicher Wirtschaftszweig, gerade in einer Stadt wie Berlin, in der der Tourismus zu den wesentlichen Einnahmequellen gehört. Und welche Form der Unterhaltung wird wohl bevorzugt von den riesigen Mengen von westdeutschen Männern, die völlig frauenlos zu Großereignissen wie dem Pokalfinale oder sogar der WM 2006 in die Stadt einfallen? Natürlich die Form der Unterhaltung, die man in der Heimat nur versteckt wahrnehmen kann, und von der man sich in der Großstadt etwas Abwechslung erhofft. Und wie bei jeder wichtigen Erwerbsquelle, man meint, auch diese müsse erforscht werden. Und so hat man einen bekannten Berliner Autor überzeugt, sich für einen Bericht in die Szene zu begeben.

Das Problem: Leider hat man jemanden genommen, der zwar sehr gut und überzeugend schreibt, aber den Genüssen, die dort möglicherweise geboten werden, so überhaupt nicht offen gegenüber steht. Es ist etwa so, als ließe man einen Vegetarier über Würste schreiben. Er muss sich in seiner Analyse völlig auf das Aussehen, den äußeren Schein verlassen. Denn er hat seiner Frau versprochen, nicht zu weit zu gehen. Und zumindest laut seinem Bericht im Buch hält er sich konsequent an dieses Versprechen. Und so sehen wir die Szene durch seine Augen nach wie vor als Außenseiter. Und wir sind ein bisschen genervt, wenn der Autor immer wieder stupide die Frage nach Preis und Leistung stellt und sich dann über das Nachverkaufen der Damen aufregt, auch wenn deren Preise einen Besuch eines guten Restaurants dann doch nur selten überschreiten. Dabei sollte das in der Praxis doch ganz einfach sein: Wenn man Dienstleistungen kauft, gibt es nun mal eine Preisliste. Pauschalpreise gibt es immer nur mit Kleingedrucktem als Zugabe.

Kann man nun mit dem Buch etwas anfangen? Lust auf einen Besuch in den beschriebenen Institutionen macht das Buch jedenfalls kaum. Aber auf der anderen Seite reichen die Beschreibungen immerhin als eine Art von Reiseführer für den Touristen, es werden Namen genannt und die Adressen sollten auch ohne Angabe der Hausnummer ohne Probleme zu identifizieren sein. Einheimische vertrauen sicher eher auf Mundpropaganda. Als Milieubeschreibung ist mir das ganze jedenfalls zu banal.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Vor allem für die LeserIN ist Thomas Brussigs Blick hinter die Kulissen des Berliner Rotlichtmilieus hochinteressant - kannte man diese Welt bis jetzt doch nur von außen.

Seine Streifzüge durch Sexkinos, Tabledance-Bars, Edel- und Billigpuffs oder Begegnungen mit Straßenprostituierten rapportiert der Autor bemerkenswert feinfühlig und unprätentiös, mit Humor und Ironie an den richtigen Stellen, was die Berliner Orgie zu einer sehr angenehmen und kurzweiligen Lektüre macht!
War diese Rezension für Sie hilfreich?

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