Zuerst liest sich das Buch wie ein Reiseroman. Barcelona, Rouen, Dieppe dann landet Piet in Berlin, zuerst ist es sehr erfreulich, dass man die Gegend kennt zwischen Kudamm und Kantstr.Paris-Bar und Elsässer Weinstuben. Berliner Originale - das hat Atmosphäre. Theaterstimmung kommt auch gut.
Der Krimi ist allerdings nicht besonders spannend.
Der Autor bedient doch tatsächlich dieses Zwillingsthema a la Rosamund Pilchner...
Der Autor vergißt sogar, das der eine verwechselbare Zwilling ja wohl doch einen leichten holländischen Akzent hat? Oder?
Der Autor stellt ständig seine Bildung unter Beweis, aber seine Schlüsse sind nicht gerade psychologisch. Man merkt schon vor dem Hinweis, daß hier Vorbilder Sam Spade
und Marlowe bedient werden.
Manchmal abrupte, ruppige Sprache, etwas viel Macho und Klischees von der GeschäftsSuperfrau, die vampartig unwiderstehlich ist und natürlich böse. In der Handlung manche Ungereimtheiten. Zu schnelles Ende. Nun ja - aber für Berliner und Berlin-Freunde lesenswert.