Die Berliner Kneipenszene ist legendär und weltberühmt, doch nicht nur Clubs, Bars und Diskos ziehen Besucher aus aller Welt an. Das Buch erinnert daran, daß Berlin bereits seit über 100 Jahren die höchste Kneipendichte überhaupt aufweist und daß hier eine Tradition bewahrt wird, wie es sie kaum sonst wo auf der Welt zu finden ist. Die Berliner Jahrhundertkneipen, die tatsächlich alle 100 Jahre alt oder noch älter sind, erinnern an die gute alte Zeit, als Gemütlichkeit noch groß geschrieben wurde und man den Feierabend bei Molle und Korn in einer rauchgeschwängerten, guten Stube verbrachte. Das Buch macht Lust auf einen Besuch in einem der urigen Traditionslokale, bzw. weckt die Erinnerung an den letzten Berlin Besuch. Ganz nach dem Motto: 'Wer nicht in der Lage ist, seinen Wirt zu ernähren, ist nicht wert, in Berlin zu leben',
Informativ und immer überraschend die Geschichte der alten Gasthäuser, gespickt mit Kurisosem und amüsanten Anekdoten. Der Leser wundert sich auch, welche berühmten Zeitgenossen in welcher Kneipe wieviel tranken. Tolle Fotos von den alten Kneipen mit ihrer zum größten Teil original erhaltenen Einrichtung. Die Highlights sind ZUR LETZTEN INSTANZ in Mitte, gegründet 1621, wo schon Napoleon auf dem Kachelofen saß. ALTE KOLKSCHENKE in Spandau, ein Fachwerkhaus aus dem Jahre 1743 mit nur 6 Tischen und Bier vom Eisblock gekühlt. DIENER TATTERSALL, seit 1896 in Charlottenburg, legendäre Künstlerkneipe mit 500 Fotos berühmter Stammgäste an den Wänden.
Unbedingt empfehlenswert für Berlinbesucher und Kneipenfreunde. Na dann, Prost!