Pressestimmen
Das 472 Seiten umfassende Werk berichtet nicht nur von den tatsächlich vollzogenen Veränderungen im Stadtbild, sondern auch von den vielfältigen Vorstellungen, nach denen Staatsoberhäupter, Städteplaner und Architekten sowie private und gemeinnützige Bauträger die Stadt umformen wollten. Den Überblick über die Stadtentwicklung vom letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts bis heute haben ausgewiesene Kenner zusammengetragen: Harald Bodenschatz, Professor für Architektursoziologie an der TU Berlin, die Historiker Jörn Düwel und Niels Gutschow sowie Senatsbaudirektor a. D. Hans Stimmann. Sie beleuchten unterschiedliche Epochen der gebauten und ungebauten Stadtgeschichte. Was den Berlinern im Laufe der Jahrzehnte - meist aus Geldmangel, nicht aus Einsicht - so alles erspart geblieben ist, liest sich dabei mindestens ebenso interessant und spannend wie das, was vor allem in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg tatsächlich an baulichen Veränderungen über Berlin hereingebrochen ist. Besonders ausführlich wird die Zeit nach 1945 betrachtet. Kein Wunder, denn die Zerstörungen der Stadt wurden von den Städteplanern beidseits der Berliner Mauer nicht als Aufforderung zum Wiederaufbau, sondern als willkommene Chance für die "Neue Stadt" begriffen. Isabell Jürgens, Berliner Morgenpost (16. März 2009)
Kurzbeschreibung
Berlin war seit dem späten 19. Jahrhundert ein unvergleichliches Labor des Städtebaus. Immer wieder wurde ein Neues Berlin erdacht, erträumt und auch durchgesetzt. Dieses Buch entfaltet die städtebaulichen Leitideen und -projekte der größten deutschen Stadt im widersprüchlichen 20. Jahrhundert. Es widmet sich den großen Themen des Städtebaus, die immer auch gesellschaftliche Anliegen waren Befreiung von überkommenen Fesseln, hoffnungsfroher Fortschritt und sozialer Ausgleich. Mit dem Band Städtebau schließt die 1964 durch den Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin gestartete dritte Ausgabe von Berlin und seine Bauten, ein mit 24 Bänden einzigartiges Publikationsprojekt in Europa.