Ich bin den Weg dieses Jahr gefahren (hin&zurück) und habe die Karte kaum gebraucht. Der Weg ist exellent ausgeschildert. Vielleicht musste ich alle 30-50 Km mal einen Blick drauf werfen, weil ich mir nicht mehr ganz sicher war, noch auf dem Weg zu sein.
Dann half mir die Karte auch oft gar nicht weiter, da selten Straßennamen angegeben sind. Wenn man also bereits 50 Km hinter sich hat, muss man erstmal auf der Karte ausmachen, wo man sich überhaupt befindet. Und das versucht mal ohne viele Straßennamen, wenn ihr irgendwo in einen kleinen Weg abbiegen sollt und das Wegschild evt. hinter einem Busch verdeckt war oder entwendet wurde.
Die touristischen Tipps sind ganz nett. Besonders hilfreich empfand ich die Angaben über Pensionen und Hotels u.a., weil ich nichts gebucht habe und nicht wusste, wieviele Kilometer ich am Tag schaffen würde. Telefonnummern und genaue Adressen der Unterkünfte waren einzusehen und nach Streckenverlauf geordnet. Sehr ordentlich.
Andererseits hatte ich auch nie Zeit, mich für Burgen, Kirchen und Höfe zu interessieren, da ich ja meine Strecke am Tag schaffen wollte. Wer aber eher gemütlich unterwegs ist, kann sich ja mal das eine oder andere ansehen...meiner Meinung nach aber auch eher was für Leute in einem bestimmten Alter. Mit meinen 21 Jahren habe ich mich für beinahe nichts interessiert, was angeboten wurde.
Die Informationen über Natur, Landschaft und Land sind jedoch sehr interessant. Man möchte dann doch wissen, wo man gerade durchgefahren ist.
Mein Fazit: Wer den Radfernweg fahren möchte, benötigt keine gekaufte Karte, um den Weg zu finden. Es gibt genug Material im Internet zum Ausdrucken (gratis). Der Weg ist wie gesagt exellent und zu 95% unmissverständlich ausgeschildert. Selbst für Leute, die ohne Navi nicht mal ihren Kühlschrank finden würden kein Problem.