Berlin ist eigentlich eine hyperspannende Stadt und Musik bzw. Sinfonien auch, aber die hiermit vorliegende Neuinterpretation des ursprünglich in den 1920ern entstandenen Klassikers kommt durch die zu nah am Original angelehnte Machart über gepflegte Langeweile nicht hinaus.
Man sieht zwar die Heterogenität Berlins durch Einzelne, Menschenmengen, Kiezabbildungen, Demos, Fabriken, Kulturstädten, Verkehrsstraßen usw. in Panoramablicken oder Naheinstellungen repräsentiert, aber die stilistisch immer relativ gleiche "Sinfonie" findet weder musikalische Highlights noch oftmals angemessene Klänge für bestimmte Szenen. Will heißen, dass die musikalische Untermalung nach einer Weile den spröden Effekt des Immergleichen in meinem Gehörgang verursacht hat und ich den Film nach 30min ohne Ton anschaute.
Die Bilder sind perfekt m.E., aber musikalisch hat mich das leider nicht angesprochen, auch wenn ich hier als Kritiker selbstkritisch anmerken möchte, dass ich nicht wüsste wie es besser ginge.