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Berlin - Moskau - Eine Reise zu Fuß [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Büscher
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

21. März 2003
Im letzten Jahr ist Wolfgang Büscher zu Fuß von Berlin nach Moskau gelaufen. Allein. An die drei Monate. Im Hochsommer hat er die Oder überquert, an der russischen Grenze hat er die Herbststürme erlebt und vor Moskau dann den ersten Schnee. Büscher erkundet Menschen und Orte, erzählt von einer polnischen Gräfin, die eine der geheimnisvollsten Gestalten des Zweiten Weltkriegs war; von Schmugglerinnen, mit denen er die weißrussische Grenze überquert; von einem sibirischen Yogi, den er in Minsk kennenlernt; einem russischen Freund, mit dem er in die verbotene Zone von Tschernobyl fährt; einem Priester aus Smolensk, der ihn in einen mysteriösen Wald mit roten Zauberbäumen schickt; von seltsamen Begegnungen kurz vor Moskau sowie von einem nächtlichen Kampf. Und natürlich trifft Büscher auf die Gespenster der jüngsten Vergangenheit: Er ist teils Napoleons Weg gegangen und ziemlich exakt den der Heeresgruppe Mitte. Berlin-Moskau: eine abenteuerliche Reise, farbig, lebendig und fabelhaft erzählt.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 12. (21. März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498006312
  • ISBN-13: 978-3498006310
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 400.999 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ein Hemd, eine Hose, ein Paar Socken, Regen- und Fleecejacke, Rasierzeug, Karten und ein Schlafsack. Mehr ist es nicht, was Wolfgang Büscher auf seinem 82-tägigen Fußmarsch von Berlin nach Moskau in seinem Rucksack trägt -- und natürlich jede Menge Notizhefte, auf die er all die dramatischen und skurrilen Erfahrungen mit dem "wilden Osten" und seinen Bewohnern niederschreibt.

Das Buch ist natürlich kein gewöhnlicher Reiseführer. Keine einzige Landkarte findet sich hier, nicht einmal ein bescheidener Übersichtsplan über die 2.500 zurückgelegten Kilometer. Auch auf Bilder wurde komplett verzichtet. Es zählt nur das Wort. Und das ist wahrlich die Stärke von Büscher, der normalerweise das Ressort Reportagen bei der Welt leitet und 2002 mit dem angesehenen Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet wurde.

Dass er diesen Preis zu Recht verliehen bekam, beweist er in Berlin-Moskau mit einem äußerst anregenden und feinfühligen Sprachstil, der selbst kriegerischen Grausamkeiten poetische Tupfer verpasst. Der Spiegel jedenfalls zeigt sich begeistert: "Die Niederschrift seiner Reiseerfahrungen gehört zum Besten, was in den letzten Jahren in deutscher Sprache erschienen ist", meldet das Nachrichtenmagazin!

Diese Begeisterung liegt auch daran, dass die Mauer der Unwissenheit immer noch nicht abgerissen ist: Zu wenig ist gemeinhin über Polen, Weißrussland und Russland bekannt -- und auch deshalb verfolgt man so gespannt, wie Büscher die fremden Orte und Menschen erkundet: Schmugglerinnen lernt man kennen, mit denen er die weißrussische Grenze überquert, einen sibirischen Yogi oder einen Russen, mit dem er in die verbotene Zone von Tschernobyl fährt.

Bei seinem Trip begegnet der Autor auch den Geistern der Vergangenheit. Schließlich beschreitet er fast exakt dieselbe Route, die sowohl Napoleon als auch Hitlers Heeresgruppe Mitte eingeschlagen hatten. Auch sein Großvater, den Büscher nie sah, musste im Zweiten Weltkrieg hier entlang marschiert sein. Und so bekommt der Reisebericht mitunter eine sehr persönliche und emotionale Note, wenn sich der Autor vorstellt, "gerade über ihn zu gehen, ohne dass er es merkt. Einfach durch ihn hindurchzugehen wie der Wind". Ein ungewöhnlicher Bestseller! --Christian Haas

Pressestimmen

Buchnotiz zu : Die Zeit, 10.04.2003
Als "großartige Reportage" feiert Ulrich Stock Wolfgang Büschers "Berlin - Moskau" und sieht den Autor "exakt in der Mitte" stehen zwischen den beiden Klassikern der modernen deutschen Reiseliteratur: Michael Holzach herzenswarmes "Deutschland umsonst" und Werner Herzogs expressives "Vom Gehen im Eis". Büscher wahre "die feine Balance zwischen Beobachtung und Reflektion; werden die Gedanken schwer, geht er einfach weiter, durch sie hindurch", notiert Stock. Am Ende der Lektüre, die "das Erhabene [nicht] vom Banalen" trenne, sei man "beglückt von der Erzählung", frage sich aber als Leser, warum seit 1989 noch niemand diese Reise unternommen hat. Der gemeinsame gesellschaftliche Blick "geht nach Westen", philosophiert der Rezensent und Büscher offenbare sich automatisch "als Sonderling", indem er die "elektrische Welt" hinter sich lässt und zu Fuß nach Osten aufbricht. Stock ruft ein Hoch auf den "literarischen Journalismus" aus, der durchaus noch Stärken gegenüber anderen Medien besitze, denn "Berlin-Moskau" als Film scheint ihm undenkbar, weil Büscher "irgendwo auf der nichtelektrischen Seite der Welt der Strom ausgegangen wäre."

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 29.04.2003
Höchsten Respekt zollt Rezensent Roland Mischke dem Journalisten Wolfgang Büscher für sein Unternehmen, zu Fuß von Berlin nach Moskau zu reisen. Dieser "Bericht einer ganz persönlichen Osteroberung", befindet Mischke, hat nicht nur höchste Preise verdient, sondern gehört auch in den Deutschunterricht. Büscher durchquert - mit Zwei-Hosen-zwei-Hemden im Rucksack - zunächst Polen, das ihm noch "zu wenig Osten" ist, das "ungeheuer müde" Weißrussland mit seiner radioaktiv-verstrahlten Todeszone um Tschernobyl, er folgt den Routen der napoleonischen Heere und der Heeresgruppe Mitte und begreift, wie Mischke darstellt, dass "zwischen den Völkern nichts vorbei, nichts vergessen ist". Den Rezensenten haben schließlich nicht nur die ungeheuerlichen Erlebnisse des Autors auf seinem 2500-kilometerlangen Fußmarsch gefangengenommen, sondern auch die geschickt komponierte Dramaturgie des Buches.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Perlentaucher.de

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu Fuß ins Herz der Finsternis 14. August 2005
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Drei Vorzüge besitzt das vorliegende Buch, und jeder einzelne wäre schon Grund genug, das Werk zu kaufen. Zunächst handelt es sich um klassische Reiseliteratur - um die Beschreibung einer Reise zu Fuß von Berlin nach Moskau auf dem allereinfachsten Niveau mitsamt den abenteuerlichen Unwägbarkeiten und Verwicklungen, die mit einer solchen Tour verbunden sind. Sodann bietet das Buch das Portrait einer ganz speziellen Kulturlandschaft, die sich nur auf dem Hintergrund der europäischen Geschichte erschließt: die Region entlang der Routen der Napoleonischen und der nationalsozialistischen Armeen gen Osten und der Roten Armee in der umgekehrten Richtung nach Westen. Der dritte und möglicherweise herausragende Vorzug des Buches besteht in seiner prägnanten und zugleich poetischen Sprache, die jedes einzelne Kapitel zu einem literarischen Genuss macht.
Die Reise beginnt an einem heißen Sommerabend in Berlin und führt den Autor zunächst durch den skurrilen Osten Deutschlands nach Polen - mitten hinein in die geschichtlichen Erinnerungen an Adelsgeschlechter, Vereinigungsverlierer und preußische Ruinen. Bis an die Grenze Weisrusslands geleitet ihn ein Staffettendienst gutwilliger Lehrerinnen, dann aber betritt er das schrille Reich des Lukascheniko, einen kafkaesken Zombiestaat, in dem es bizarre Gestalten zu treffen und unglaubliche Geschichten zu erinnern gibt.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wozu ist die Straße da ... 27. Juni 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Was treibt einen Fünfzigjährigen dazu, "eines Nachts, als der Sommer am tiefsten war" - Hochsommer kenn' ich, doch wann ist ein Sommer am tiefsten? - die Tür hinter sich zuzuziehen und "so geradeaus wie möglich nach Osten" loszumarschieren? Die Wanderstiefel geschnürt, das Kartenmaterial gesichtet und verstaut, und ab geht's: durch Ostdeutschland, Polen, Weißrussland und Russland, zu Fuß von Berlin nach Moskau. "... bald würden Angestellte in breiter Formation in ihre Büros fahren. Damit hatte ich nichts mehr zu tun." Keine Frage: Das kann ein Grund sein.

Von allen guten Geistern verlassen, geht's auf der Allee der Geister über Wege, Stege, Felder und Wälder, schnurstracks zur deutsch-polnischen Grenze. Durch Werder "mit seinen kommunistischen Dorfstraßen, die nach Karl Marx und Ernst Thälmann heißen".

Wir begleiten Wolfgang Büscher, den wandernden Journalisten, vorbei an den Steinen von Seelow (Soldatenfriedhof Lietzen), auf der Allee der Gehenkten ("die ganze lange Chaussee von Müncheberg bis Küstrin an der Oder"); versöhnlicher ist da schon die Straße der Freundschaft, jedoch "die schnurgerade Allee war ein Vorgeschmack auf die Endlosigkeit des Ostens". Es ist Tour und Tortur, vorbei an den Kriegs- und Nachkriegsschauplätzen der Zeitgeschichte, den Zeiten des Kalten Krieges, Orte der Verdammnis, Plätze des realen Grauens, des Horrors und des Terrors, traurige Begegnungen auf einer 2.500 Kilometer langen Perlschnur. [So z.B. Katyn, nach Unglück und Unseligkeit erst vor wenigen Wochen erneut in den Mittelpunkt von Nachrichten und polnischer Trauer gerückt.]

Perlen? Ja. Denn Büschers Marsch macht und gibt auch Hoffnung.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ex oriente lux 14. Januar 2007
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Freunde, die meinen Hang zu einsamen Wanderungen kennen, haben mir in jüngster Zeit zwei Bücher zu diesem Thema geschenkt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das eine beschreibt den frohgemuten Pilgerzug eines Narren ans westliche Ende der europäischen Welt, das andere, von dem hier die Rede ist, erzählt vom langen Marsch eines einsamen Wanderers auf dem engen Weg ins östliche Licht. Den einen Weg bin ich auch selbst gegangen, freiwillig und im Alter, auf dem anderen vor vielen Jahren im Winter, als Kind und gezwungenermaßen, lediglich ein Stück in der anderen Richtung.

Büschers Weg von Berlin nach Moskau war der beschwerlichere, der gefährlichere, der längere und langweiligere, fast unverständlich in seiner Motivation. Er war aber ohne Zweifel wichtiger für den Wanderer selbst, und ist für uns, die wir seinen Bericht lesen dürfen, von größerer Bedeutung. Er erschließt uns Bereiche unserer Geschichte, über die wir lange nur propagandistisch gefärbte Darstellungen lesen durften, aus denen man nichts lernen konnte und die einen über die wahren historischen Umstände und Ereignisse hinwegtäuschten, ad majorem Dei gloriam.

Wir begleiten Büscher auf den einzelnen Stationen seines Weges und erleben mit ihm die unglaubliche Vielfalt der Einzelschicksale der Menschen, denen er begegnet. Hier spiegeln sich alle historischen Ereignisse, die das turbulente 20. Jahrhundert geformt haben. Diese Menschen waren handelnde und gleichzeitig leidende Akteure, haben Verbrechen begangen und sind Opfer von Verbrechen geworden, haben zu falschen Göttern gebetet und vielleicht am Ende ihres Lebens ihre Irrwege erkannt und bereut.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Wolfgang Büscher
Berlin - Moskau; ...... dieses Buch sollte in keiner Sammlung fehlen und möchte dieses deshalb nur weiterempfehlen; beste Unterhaltung ist garantiert;
Vor 6 Monaten von Maurer Kurt veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Kurzweilig
Weniger eine Wegbeschreibung als die Widergabe von einigen Begegnungen, die der Autor unterwegs hatte. Offen bleibt, wozu er abends immer Frauen suchen musste.
Vor 6 Monaten von peter veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Berlin -Moskau : Eine Reise zu Fuß
Das buch hat mir gut gefallen, man ist fast mit unterwegs.Ich feue mich schon auf das nächste buch von Wolfgang Bücher
Vor 9 Monaten von rita v veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Zuviel erwartet
Ich habe an einem Tag 120 Seiten gelesen, mich geärgert und das Buch weggelegt. Ich habe erwartet, daß der Autor die Länder erwandert und den Leser an seinen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Oktober 2010 von P. Hatz
1.0 von 5 Sternen Zeitverlust
Wenn Sie in Osten nie waren, Osten nicht verstehen, wird das Buch Ihnen kaum helfen, Ihr Wissen und Verstehen zu vertiefen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Februar 2010 von Tom Builder
3.0 von 5 Sternen Gepflegte Reiseerzählung für Impressionisten
Reiseerzählungen funktionieren über Exotik, Skurrilität oder Komik, die fremde Orte zu bieten haben, über die Spannung, die sich aus dem Zweck einer Reise oder... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. September 2009 von Wirtshausberater
5.0 von 5 Sternen Einzigartig und Lesenswert!
Ein detaillierter, teils abstrakter Reisebericht, den man nicht mal eben so durchliest.
Dafür ist er mit seinen vielen kleinen Details auch viel zu schade. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Juli 2009 von F. Genrich
2.0 von 5 Sternen Viel erwartet, sehr enttäuscht
Der Titel "Berlin-Moskau" und der Zusatz, "eine Reise zu Fuß" klang ziemlich spannend. Meine Erwartung war ein interessanter Bericht über eine lange Reise durch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. März 2009 von Stefan Schulz
5.0 von 5 Sternen ... wandern ganz ungewöhnlich
Ein sehr beeindruckendes Buch.

Die Wanderung von Berlin nach Moskau (der Autor kommt wirklich an) beschrieben mit allen Widrigkeiten und vielen Begegnungen am Weg. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Februar 2009 von Hauke Hastig
3.0 von 5 Sternen Berlin ' Moskau, eine Reise zu Fuß ins Besondere einer anderen...
Büschers 82-tägiger Fußmarsch von Berlin nach Moskau im Sommer 2001 ist zu einem Bestseller geworden ' und das mit Recht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juli 2008 von buechermaxe
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