Die einzelnen Abschnitte des Reiseführers, in denen die einzelnen Sehenswürdigkeiten vorgestellt werden, sind längere Texte mit einer Einleitung und der Aufzählung sämtlicher touristisch interessanter Orte in dem Viertel. Unter jedem Ort sind dabei wichtige Informationen gesammelt, wie Adressen und Öffnungszeiten. Wichtige Hinweise oder Namen sind in den Texten fettgedruckt und so sehr gut zu finden. Trotzdem ist besonders der Teil über Mitte nicht ganz so übersichtlich geworden, wie man es sich gewünscht hätte. In den langen Abschnitten tauchen einfach zu viele Informationen auf, als dass man sie auf einen Blick schnell finden könnte - dazu bietet das Layout zu wenig Hilfestellungen für das Auge.
Auch ist es etwas bedauerlich, dass man sich bei einem doch recht umfangreichen Reiseführer vor allem auf Mitte und dort die Gegend zwischen Brandenburger Tor, Alexander Platz und den Hakeschen Höfen konzentriert hat. Zwar gibt es auch noch Tipps und Hinweise für andere Bezirke, aber letztlich wird man das Gefühl nicht los, dieser Reiseführer würde nur für ein verlängertes Wochenende reichen - mit einigen Zusatzinformationen, falls man schon mal in der Stadt war.
Bei 360 Seiten erwartet man etwas mehr als das absolute Standarprogramm. Hier wäre es vielleicht ratsam gewesen, den Teil über Berlin-Mitte kürzen oder Potsdam herauszunehmen.
Auch muss man sich fragen, ob ein Reiseführer, der eine große deutsche Stadt beschreibt, wirklich all die Reiseinformationen am Anfang braucht oder ob man nicht auch hier etwas hätte kürzen können.
Alles in allem wirkt der CityGuide etwas behäbig. Man bekommt das touristische Standardprogramm geliefert mit einigen Tipps, falls man doch ein paar Tage länger in der Stadt verweilt. Ein Reiseführer, der wie gemacht scheint für Menschen, die die Hauptstadt besuchen und keine Ahnung haben, welche Ort man besichtigen könnte.