Auf Veranlassung seines Großvaters nimmt der Deutsch-Thai Surasek Farang Meier in einem thailändischen Kloster einen Geheimauftrag entgegen. Er soll einen deutschen Zuhälter, den ehemaligen Paten von Patang, der in Berlin untergetaucht ist, um zwei Mio. Dollar erleichtern. Das Geld ist für die
Unterstützung Aidskranker bestimmt.
Im winterlichen Berlin gerät er sofort in ein Geflecht aus organisiertem Verbrechen, sich bekämpfenden Gruppen von Nord- und Südvietnamesen, Thailändern und Hongkong-Chinesen, in dem sich außer ihm selbst noch weitere Individualisten tummeln, z. B. eine geschasste Polizistin, ein Penner mit Spezialkenntnissen, eine gutgläubige Sozialwissenschaftlerin usw.. Große Teile der Handlung spielen sich im historisch gewachsenen Tunnel- und Bunkersystem unter Berlin ab.
Die Handlung ist nicht übermäßig kompliziert, wird aber durch häufige Perspektivwechsel auf Touren gebracht. Der eigentlich Pfiff liegt im Athmosphärischen, in der Lockerheit, mit der Blettenberg erzählt, in vielen treffenden Details, die trotzdem nicht der Fantasie im Wege stehen,
und in einer gewissen Verspieltheit, die sich hin und wieder in skurrilen Episoden Bahn bricht. Mein Eindruck war, dass hier jemand Spaß am Schreiben hatte. Nichts Weltbewegendes, aber sehr gute Unterhaltung.