Der Film war der dritte gemeinsame zwischen Regisseur Gerhard Klein und Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase und Kleins einziger, der es bei "filmportal.de" unter die wichtigsten deutschen Filme geschafft hat. Seine klare politische Tendenz für die DDR und gegen die BRD hätte ihren Überzeugungen entsprochen, sagt Kohlhaase im auf der DVD enthaltenen, aufschlußreichen Interview. 1956/57, als der Film entstand, konnten die Jugendlichen aus dem Prenzlauer Berg noch Geschäfte machen mit den Schiebern in Westberlin. Zu sehen von dort ist die Gedächtniskirche, vom Prenzlauer Berg der U-Bahnhof Eberswalder Straße und der eine oder andere Hinterhof. Im Vergleich zum sonstigen Material ist die Menge dieser alten Stadtansichten gering. Sehenswert macht den Film, wenn, die gelungene Kamera von Wolf Göthe, das eine oder andere doch erstaunlich mutige, auch selbstkritische Wort und dass es nichts Besseres aus jener Zeit von der DEFA zu geben scheint, Mitte/Ende der Fünfziger Jahre - schon gar nicht über Jugendliche. Die Musik ist oft etwas seltsam, erinnert manchmal fast schon unfreiwillig an Godard; die Bildqualität aber sehr gut.