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Berlin Alexanderplatz: Die Geschichte vom Franz Biberkopf. Roman [Taschenbuch]

Alfred Döblin
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (53 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. Juni 2002
»Biberkopf hat geschworen, er will anständig sein, und ihr habt gesehen, wie er wochenlang anständig ist, aber das war gewissermaßen nur eine Gnadenfrist. Das Leben findet das auf die Dauer zu fein und stellt ihm hinterlistig ein Bein.«

Die Geschichte des Transportarbeiters Franz Biberkopf, der, aus der Strafanstalt Berlin-Tegel entlassen, als ehrlicher Mann ins Leben zurückfinden möchte, ist der erste deutsche Großstadtroman von literarischem Rang. Das Berlin der Zwanziger Jahre ist der Schauplatz des Geschehens. Dabei wird die Großstadt selbst zum Gegenspieler des gutmütig-jähzornigen Franz Biberkopf, der dieser verlockenden, aber auch unerbittlichen Welt zu trotzen versucht.

Mit Berlin Alexanderplatz vollzog Döblin die radikale Abkehr vom bürgerlich psychologischen Roman. Hier wurde kein Einzelschicksal analysiert. Das kollektive Geschehen, das Allgemeine einer menschlichen Situation erfuhr hier eine gültige dichterische Gestaltung. Der Roman zählt zu den großen Epen unserer Zeit.

Ben Becker liest aus »Berlin Alexanderplatz«: Termine und Tickets >>

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 454 Seiten
  • Verlag: DTV; Auflage: 42. (1. Juni 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423002956
  • ISBN-13: 978-3423002950
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 18,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (53 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 6.354 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Berlin Alexanderplatz
OA 1928Form Roman Epoche Expressionismus/Moderne
Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin gilt als erster und bedeutendster deutscher Großstadtroman. Der Zusatztitel Die Geschichte vom Franz Biberkopf deutet die ambivalente Struktur des Werks an: Die Stadt Berlin und die Figur des Biberkopf sind gleichermaßen Protagonisten des Romans. So geht es um die chaotische Lebendigkeit der Metropole – und um einen Menschen, der in dieser Stadt immer wieder scheitert. Döblin zeigt mit Biberkopf ein Individuum, das den Widrigkeiten des Großstadtlebens ausgesetzt ist und von Schicksalsschlägen getroffen wird; begründet ist sein Scheitern aber letztlich durch einen übersteigerten Selbstbehauptungswillen, der sich in Selbstüberschätzung, ständiger Demonstration der vermeintlichen eigenen Stärke und mangelnder Anpassung an die Außenwelt manifestiert.
Inhalt: Der ehemalige Transportarbeiter Franz Biberkopf hat wegen der Ermordung seiner Geliebten eine vierjährige Haftstrafe verbüßt. Nach der Entlassung aus dem Zuchthaus will er ein anständiges Leben führen; er findet sich jedoch nicht zurecht, wird menschlich enttäuscht, gerät in kriminelle Kreise und lässt sich auf ein Kräftemessen mit Reinhold, dem dämonischen Anführer einer Verbrecherbande, ein. Bei einer Diebestour stößt Reinhold Biberkopf aus dem Auto; Franz verliert dadurch einen Arm und wird zum Invaliden. Wild entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen, sucht Biberkopf erneut die Konfrontation mit Reinhold und prahlt ihm gegenüber mit seiner Braut Mieze. Reinhold versucht daraufhin, die junge Frau für sich zu gewinnen; als ihm dies nicht gelingt, bringt er sie um. Biberkopf erkennt seine Mitschuld, bricht zusammen, wird unter Mordverdacht verhaftet und in die Irrenanstalt eingeliefert. Im Angesicht des Todes vergegenwärtigt er sich seinen Unheil bringenden Hoch-mut und legt seine alte Persönlichkeitsstruktur ab. Nach Freispruch und Entlassung stellt er sich zum ersten Mal bewusst dem Leben.
Struktur: Dem Konzept des Futurismus entsprechend schafft Döblin ein Kunstwerk der Bewegung. Um die Vielschichtigkeit der Stadt abzubilden, schöpft er die Möglichkeiten der literarischen Montage voll aus: Verschiedene Textsorten wie Zeitungsausschnitte, Reklame-slogans, Bibelzitate, Nachrichtenmeldungen, Wetterberichte und Liedtexte stehen übergangslos nebeneinander. Hinzu kommt der Einsatz disparater Sprachstile, vom Jargon bis zu lyrischen Passagen. Auch die Erzählhaltung wechselt ständig: Mit der Konzentration auf die Figur des Franz Biberkopf dominiert eine personale Erzählsituation, die sich des inneren Monologs, der erlebten Rede und langer Stream-of-consciousness-Passagen bedient. Immer wieder meldet sich dazwischen ein kommentierender Erzähler zu Wort.
Wirkung: Berlin Alexanderplatz war der erste große Erfolg Döblins, der ihm zu zeitweiliger finanzieller Unabhängigkeit verhalf. Schon in den 1930er Jahren wurde der Roman in mehrere Sprachen übersetzt. Zu seiner frühen Popularität trugen auch eine Hörspielfassung und die Verfilmung von Piel Jutzi (1896–1946) aus dem Jahr 1931 bei. 1980 erreichte die mehrteilige Fernsehserie von Rainer Werner Fassbinder (1945–82) hohe Einschaltquoten. Döblins Großstadtroman ist eines der wichtigen großen Epen des 20. Jahrhunderts; sein Autor wurde mit diesem Roman und anderen Werken zum Vorbild für Literaten wie Günter R Grass und Arno R Schmidt. A. K.

Der Verlag über das Buch

»Dieser Mann muss den Teufel al fresco immer von neuem an die Wand malen; es ist kein Wunder, wenn der immer von neuem kommt und ihn holen will.« Walter Benjamin

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Millieustudie 17. Dezember 2009
Von kubine
Format:Taschenbuch
Berlin Ende der Zwanziger Jahre: Die Weltwirtschaftskrise ist überwunden, die Wirtschaft hat sich stabilisiert, das Ende der Weimarer Republik ist abzusehen. Franz Biberkopf wird nach 4 Jahren aus der Haftanstalt in Tegel entlassen und weiß nicht mehr so recht, was er mit seinem Leben anfangen soll. Kein geregelter Tagesrhythmus mehr, wie soll es mit ihm bloß weitergehen. Er hat niemanden mehr, nachdem er sein Geliebte Ida erschlagen hat. Durch die Hilfe der Gefangenenfürsorge, findet er zurück uns Leben und schwört, anständig zu bleiben. Er findet Arbeit als Strassenhändler, erst verkauft er Schlipshalter, später Zeitungen. Lina, Franz' neue Freundin unterstützt ihn und sorgt dafür, dass er anständig bleibt. Aber ein Zwischenfall mit Linas Onkel sorgt dafür, dass Franz alles wieder in Frage stellt und seinem anständigen Leben den Rücken kehrt. Er ist verletzt und muss erst mal seine Wunden lecken. Als er sich wieder gefangen hat, macht er die Bekanntschaft von Reinhold, dessen Freundschaft zu ihm Franz fast zum Verhängnis werden soll. Reinhold bringt Franz in Kontakt zu Pums, einem Hehler, der sich seine "Waren" selber besorgt. Bei einem "Einkauf" und einem Streit mit Reinhold verliert Franz seinen rechten Arm. Sein ehemaliger Knastbruder Herbert und seine Freundin Eva kümmern sich um ihn, pflegen ihn gesund. Eva stellt Franz ihre Freundin Sonja vor, die Franz fortan nur noch Mieze ruft. Er scheint wieder ein halbwegs anständiges Leben zu führen, bis er aus Langeweile wieder anfängt, für Pums zu arbeiten. Weder Mieze noch Herbert und Eva können ihn davon abhalten. Als Mieze eines Tage nicht nach Hause kommt, fällt ein dunkler Schatten auf Franz, der ihn fast zu Grunde richtet. Lesen Sie weiter... ›
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44 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Komplexe Weimar-Studie mit hohen Anforderungen 4. August 2005
Format:Taschenbuch
Man mag, kann und muss über Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz" differenziert diskutieren. Die einen geißeln es als überladenes, wirres Roman-Ungetüm, während die anderen in ihm eines der größten deutschen Werke sehen, das sich in methodischer und sprachlicher Qualität als wahrer Schatz erweist.
Ob einem das Buch gefällt oder nicht, mag durchaus daran liegen, mit welcher Intention man sich an es heranwagt. Will ich einen zeitgenössischen Weimar-Roman lesen, der sich primär um die gesellschaftlichen Probleme der damaligen Zeit dreht und diese anhand des „babylonischen Berlins" festmacht oder möchte ich darüber hinaus, und das ist eine nicht zu vernachlässigende Prämisse, in die persönlich-emotionalen Weiten einer tragischen und zugleich umstrittenen Figur (Franz Bieberkopf) abtauchen. Das lässt sich synthetisch nur schwer miteinander vereinbaren, weshalb das Buch an manch gehegter Erwartungshaltung scheitert (siehe hierzu andere Rezensionen).
Franz Biberkopfs Kampf mit der Großstadt Berlin, ist auch ein Kampf mit dem Geist seiner Zeit. Verlockung und Abscheu zugleich: wie der verbotene Apfel im Garten Eden verführt ihn die Faszination an der Kriminalität. Biberkopf stilisiert sich dabei immer wieder selbst als Opfer, das sich den Fängen der urbanen Umgebung ausgesetzt sieht. Vieles von dem wie Biberkopf handelt, ist dabei kennzeichnend für die gesamtgesellschaftlichen Strukturen der Weimarer Republik
Dennoch tut man sich schwer Bieberkopf zu (er)fassen und sogleich auch die historische Dimension der 20er-Jahre („Goldenen Zwanziger") und deren fundamentale Umwälzungen zu begreifen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
In den heutigen Tagen wird viel über Berlin geredet und die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts werden sowieso meist als „goldig" bezeichnet. In diesem Roman ist eben das Berlin der 20er Jahre Schauplatz und auch Thema. „Berlin Alexanderplatz" war der erste bedeutende deutsche Roman, in dem die Großstadt nicht nur Schauplatz und Rahmen der Handlung war, sondern thematisiert wurde. Und: er ist bis heute der bedeutendste deutsche Roman dieser Art. Die Großstadt Berlin der goldenen 20er(der Roman ist 1928/29 entstanden und spielt auch in dieser Zeit) ist es, in die der Strafgefangene Franz Biberkopf zurückkehrt. Die Stadt ist ihm fremd geworden und er fühlt sich unsicher und sehr einsam. Er will ehrlich werden, was aber durch vielfältige Gegebenheiten stark erschwert wird... Der Roman „Berlin Alexanderplatz" ist für alle, die sich mit der Stadt Berlin auseinandersetzen einfach ein Muß. Und für alle anderen ist das Buch wenigstens von der Geschichte her noch interessant und vielleicht kommen sie dadurch auch der Stadt Berlin etwas näher. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitgeschichte 15. Dezember 2009
Format:Taschenbuch
Eines steht fest: Man liebt dieses Buch oder man hasst es, man liest es zu Ende oder hoert mittendrin auf. Wenn ich ein Buch dieser Komplexitaet zur Hand nehme, muss ich mich fragen, warum ich es tue und welche Erwartungen ich damit verbinde. Döblin schafft es, die damalige Zeit der Weimarer Republik lebendig werden zu lassen. Er macht sich zum Chronisten, beschreibt soziale und politische Zusammenhaenge, zeigt auf, laesst erahnen, wie es zum 3. Reich kommen konnte. Berlin ist nicht nur die Hauptstadt, sondern auch der Schmelztiegel, in dem sich die verschiedenen gesellschaftlichen Schichten vereinen und auf engstem Raum nebeneinander leben, erhalten Einblicke voneinander. Hier ist es dem einzelnen moeglich, sich in einem bestimmten Rahmen auszuleben, Eigenarten zu entwickeln. Dennoch ist der Zwang zur Konformitaet gross. Berlin ist fortschrittlicher als die anderen Regionen des Landes, aber auch damals schon bunter. Berlin verfuehrt. Die Probleme engen, menschlichen Zusammenlebens, die Haerten des Lebens sind hier offensichtlicher und werden weniger durch die Gemeinschaft abgefedert, als es in beschaulicheren Teilen der Republik der Fall ist..
Mit den alltaeglichen Problemen konfrontiert, geht es fuer viele 'einfache' Buerger nur ums Ueberleben. Tagein, tagaus. Ums Ueberleben, ohne sich dabei verkaufen zu muessen. Was angesichts der Verhaeltnisse schwer genug zu sein scheint. Das versucht auch die Hauptperson Franz Biberkopf, um bei diesem Versuch zu scheitern und sich den Anforderungen der damaligen Zeit zu ergeben und zum kopflosen Mitlaeufer zu werden. Welche andere Chance haette er gehabt? Diese Frage muss jeder fuer sich selbst beantworten.
Doeblins Meisterwerk ist eine Bestandsaufnahme Berlins und der damaligen Zeit.
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4.0 von 5 Sternen Berlin, Berlin
"Berlin Alexanderplatz" ist ein großer Roman, weil er etwas wagt. Er hat eine eigene Erzählstimme und eine ganz eigene Erzählhaltung. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von berenstein veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen dem leser eingeprügelte grossstadthektik
lesenswerter roman aufgrund seiner scheinbaren zeitlosigkeit in der darstellung des grossstadtlebens mit seinen menschlichen schicksalen,den aufdringlichen reklamesprüchen und... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von theo veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen der Klassiker
ich habs als Geschenk aus Berlin mitgebracht und damit gepunktet.
Spielt vor den Ost/West und Einheitsdebakel und damit ein ganz toller Klassiker.
Vor 23 Monaten von Irian. veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Große Literatur? Sicherlich. Allein der Funke sprang nicht...
Franz Biederkopf hat es nicht leicht, das Leben meint es nicht gut mit ihm. Zu Beginn des Romans Berlin Alexanderplatz wird er aus dem Gefängnis entlassen, in dem er eine... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Y. veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk in Sachen Zähigkeit.
Intro:

"...Lari lari la. Nein. Nicht ablenken, musst lesen - immer weiterlesen.
Aufgeben darfste nicht. Das kommt nicht in die Tüte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. August 2012 von Amazon Customer
1.0 von 5 Sternen miserabel reproduziert
Diese Rezension richtet sich nicht gegen Döblins Werk, sondern gegen die Art der Produktion. Die Schrift ist derart klein, dass ich große Schwierigkeiten hatte zu lesen,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Februar 2012 von laconstance
3.0 von 5 Sternen Stilistischer Murks
Man nähert sich diesem Roman wohl am besten, wenn man erst mal schonungslos die stilistischen Mängel auflistet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juli 2010 von helmut seeger
5.0 von 5 Sternen leichter als es manche es darstellen
Ich habe lange überlegt ob ich mir das Buch kaufen soll, wegen der negativen Rezensionen bezogen auf die Erzählweise und der Sprache, aber ich war positiv... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juni 2010 von Marcel Siewert
3.0 von 5 Sternen Harte Kost
Mit Büchern geht es einem oft wie mit Menschen. Wenn man mehrfach und aufrichtig versucht hat, zu jemandem in Kontakt zu treten und es immer wieder scheitert, dann lässt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juni 2010 von Rheinischer Lesekreis
3.0 von 5 Sternen Ein Leseerlebnis wie eine Tropfenfolter - nur etwas für extreme...
Mit Büchern geht es einem oft wie mit Menschen. Wenn man mehrfach und aufrichtig versucht hat, zu jemandem in Kontakt zu treten und es immer wieder scheitert, dann lässt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. April 2010 von euripides50
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