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Berlin Alexanderplatz: Die Geschichte vom Franz Biberkopf. Roman Taschenbuch – 1. Juni 2002


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 454 Seiten
  • Verlag: DTV; Auflage: 42. (1. Juni 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423002956
  • ISBN-13: 978-3423002950
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 2,8 x 19,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (69 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 48.372 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Berlin Alexanderplatz
OA 1928Form Roman Epoche Expressionismus/Moderne
Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin gilt als erster und bedeutendster deutscher Großstadtroman. Der Zusatztitel Die Geschichte vom Franz Biberkopf deutet die ambivalente Struktur des Werks an: Die Stadt Berlin und die Figur des Biberkopf sind gleichermaßen Protagonisten des Romans. So geht es um die chaotische Lebendigkeit der Metropole – und um einen Menschen, der in dieser Stadt immer wieder scheitert. Döblin zeigt mit Biberkopf ein Individuum, das den Widrigkeiten des Großstadtlebens ausgesetzt ist und von Schicksalsschlägen getroffen wird; begründet ist sein Scheitern aber letztlich durch einen übersteigerten Selbstbehauptungswillen, der sich in Selbstüberschätzung, ständiger Demonstration der vermeintlichen eigenen Stärke und mangelnder Anpassung an die Außenwelt manifestiert.
Inhalt: Der ehemalige Transportarbeiter Franz Biberkopf hat wegen der Ermordung seiner Geliebten eine vierjährige Haftstrafe verbüßt. Nach der Entlassung aus dem Zuchthaus will er ein anständiges Leben führen; er findet sich jedoch nicht zurecht, wird menschlich enttäuscht, gerät in kriminelle Kreise und lässt sich auf ein Kräftemessen mit Reinhold, dem dämonischen Anführer einer Verbrecherbande, ein. Bei einer Diebestour stößt Reinhold Biberkopf aus dem Auto; Franz verliert dadurch einen Arm und wird zum Invaliden. Wild entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen, sucht Biberkopf erneut die Konfrontation mit Reinhold und prahlt ihm gegenüber mit seiner Braut Mieze. Reinhold versucht daraufhin, die junge Frau für sich zu gewinnen; als ihm dies nicht gelingt, bringt er sie um. Biberkopf erkennt seine Mitschuld, bricht zusammen, wird unter Mordverdacht verhaftet und in die Irrenanstalt eingeliefert. Im Angesicht des Todes vergegenwärtigt er sich seinen Unheil bringenden Hoch-mut und legt seine alte Persönlichkeitsstruktur ab. Nach Freispruch und Entlassung stellt er sich zum ersten Mal bewusst dem Leben.
Struktur: Dem Konzept des Futurismus entsprechend schafft Döblin ein Kunstwerk der Bewegung. Um die Vielschichtigkeit der Stadt abzubilden, schöpft er die Möglichkeiten der literarischen Montage voll aus: Verschiedene Textsorten wie Zeitungsausschnitte, Reklame-slogans, Bibelzitate, Nachrichtenmeldungen, Wetterberichte und Liedtexte stehen übergangslos nebeneinander. Hinzu kommt der Einsatz disparater Sprachstile, vom Jargon bis zu lyrischen Passagen. Auch die Erzählhaltung wechselt ständig: Mit der Konzentration auf die Figur des Franz Biberkopf dominiert eine personale Erzählsituation, die sich des inneren Monologs, der erlebten Rede und langer Stream-of-consciousness-Passagen bedient. Immer wieder meldet sich dazwischen ein kommentierender Erzähler zu Wort.
Wirkung: Berlin Alexanderplatz war der erste große Erfolg Döblins, der ihm zu zeitweiliger finanzieller Unabhängigkeit verhalf. Schon in den 1930er Jahren wurde der Roman in mehrere Sprachen übersetzt. Zu seiner frühen Popularität trugen auch eine Hörspielfassung und die Verfilmung von Piel Jutzi (1896–1946) aus dem Jahr 1931 bei. 1980 erreichte die mehrteilige Fernsehserie von Rainer Werner Fassbinder (1945–82) hohe Einschaltquoten. Döblins Großstadtroman ist eines der wichtigen großen Epen des 20. Jahrhunderts; sein Autor wurde mit diesem Roman und anderen Werken zum Vorbild für Literaten wie Günter R Grass und Arno R Schmidt. A. K.

Der Verlag über das Buch

»Dieser Mann muss den Teufel al fresco immer von neuem an die Wand malen; es ist kein Wunder, wenn der immer von neuem kommt und ihn holen will.« Walter Benjamin

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von buechermaxe am 28. Oktober 2006
Format: Audio CD
Die Geschichte von Franz Biberkopf, Berlin Alexanderplatz, ist in dieser Hörbuch-Version ein Highlight. Hannes Messemer, der die Texte liest, setzt das Buch mit seiner sehr variantenreichen, virtuosen Stimme in bestechender Weise in gesprochene Sprache um, so dass die Geschichte und ihre Dialoge mit allen Gestalten pointiert und im Wechselspiel ihrer Einstellungen und Situationen sehr eindrücklich für den Hörenden entsteht. Auch schafft er es für meine Begriffe, den atmosphärischen Kolorit der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts sehr gut zu treffen. Dieses Hörbuch mit seinen 11 CDs und seinem großen Umfang an Text Alfred Döblins und sonstigem Material (Booklet) kann daher als ein ganz eigenes Kunstwerk auf Basis von Alfred Döblins Romanwerk angesehen werden. Das Hörbuch hat mich ohne Zweifel sehr beeindruckt und sehr gefallen. Ich habe es gerne angehört.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von kubine am 17. Dezember 2009
Format: Taschenbuch
Berlin Ende der Zwanziger Jahre: Die Weltwirtschaftskrise ist überwunden, die Wirtschaft hat sich stabilisiert, das Ende der Weimarer Republik ist abzusehen. Franz Biberkopf wird nach 4 Jahren aus der Haftanstalt in Tegel entlassen und weiß nicht mehr so recht, was er mit seinem Leben anfangen soll. Kein geregelter Tagesrhythmus mehr, wie soll es mit ihm bloß weitergehen. Er hat niemanden mehr, nachdem er sein Geliebte Ida erschlagen hat. Durch die Hilfe der Gefangenenfürsorge, findet er zurück uns Leben und schwört, anständig zu bleiben. Er findet Arbeit als Strassenhändler, erst verkauft er Schlipshalter, später Zeitungen. Lina, Franz' neue Freundin unterstützt ihn und sorgt dafür, dass er anständig bleibt. Aber ein Zwischenfall mit Linas Onkel sorgt dafür, dass Franz alles wieder in Frage stellt und seinem anständigen Leben den Rücken kehrt. Er ist verletzt und muss erst mal seine Wunden lecken. Als er sich wieder gefangen hat, macht er die Bekanntschaft von Reinhold, dessen Freundschaft zu ihm Franz fast zum Verhängnis werden soll. Reinhold bringt Franz in Kontakt zu Pums, einem Hehler, der sich seine "Waren" selber besorgt. Bei einem "Einkauf" und einem Streit mit Reinhold verliert Franz seinen rechten Arm. Sein ehemaliger Knastbruder Herbert und seine Freundin Eva kümmern sich um ihn, pflegen ihn gesund. Eva stellt Franz ihre Freundin Sonja vor, die Franz fortan nur noch Mieze ruft. Er scheint wieder ein halbwegs anständiges Leben zu führen, bis er aus Langeweile wieder anfängt, für Pums zu arbeiten. Weder Mieze noch Herbert und Eva können ihn davon abhalten. Als Mieze eines Tage nicht nach Hause kommt, fällt ein dunkler Schatten auf Franz, der ihn fast zu Grunde richtet.Lesen Sie weiter... ›
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Leser am 1. Juni 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Ich habe Berlin Alexanderplatz nach zwanzig Jahren wieder zur Hand genommen und war erneut völlig begeistert von der virtuosen Beschreibung der Erlebnisse des Franz Biberkopf im Berlin der Jahre 1928-29. Die Geschichte ist die eines Kleinkriminellen, der aus dem Gefängnis entlassen beschließt anständig zu werden und doch an verschiedenen Prüfungen des Lebens scheitert, wieder kriminell, und dann zum Krüppel wird, schließlich seine Braut verliert und zum Schluss erkennt, dass er sich im Leben nur auf sich selbst und auf Gott verlassen kann. Döblin beschreibt ihn als den 'Hiob' Berlins.

Was mich bei der diesmaligen Lektüre jedoch besonders berührt hat, sind die Beschreibungen Berlins kurz vor dem Sieg der Nationalsozialisten. Es besteht eine breite Kluft zwischen der großen Masse der Armen, der Arbeiter, Arbeitslosen, Kleinhändler, Handwerker etc. und den wenigen Großbesitzern (die Letzteren bleiben im Roman anonym). Die Armen kämpfen ums Überleben und wenn sie 'anständig' bleiben, dann ist es vor allem aus Angst vor der Polizei und vor Strafe. Es gibt eine große Gewaltbereitschaft, politisch wählt man die Extreme und jeder sehnt sich nach einer Perspektive für eine positivere Zukunft. Die Beschreibungen erinnern in Manchem an das heutige Moskau, Bukarest oder Kiev. Man bekommt Angst, wenn man Döblin liest, dass sich die Geschichte wiederholen könnte, wenn die Politik im Osten sich nicht ändert und weiter wenig Gewinner, viele Verlierer und wenig Perspektive und Stolz auf das Erreichte hervorbringt.
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45 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gordian Ezazi am 4. August 2005
Format: Taschenbuch
Man mag, kann und muss über Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz" differenziert diskutieren. Die einen geißeln es als überladenes, wirres Roman-Ungetüm, während die anderen in ihm eines der größten deutschen Werke sehen, das sich in methodischer und sprachlicher Qualität als wahrer Schatz erweist.
Ob einem das Buch gefällt oder nicht, mag durchaus daran liegen, mit welcher Intention man sich an es heranwagt. Will ich einen zeitgenössischen Weimar-Roman lesen, der sich primär um die gesellschaftlichen Probleme der damaligen Zeit dreht und diese anhand des „babylonischen Berlins" festmacht oder möchte ich darüber hinaus, und das ist eine nicht zu vernachlässigende Prämisse, in die persönlich-emotionalen Weiten einer tragischen und zugleich umstrittenen Figur (Franz Bieberkopf) abtauchen. Das lässt sich synthetisch nur schwer miteinander vereinbaren, weshalb das Buch an manch gehegter Erwartungshaltung scheitert (siehe hierzu andere Rezensionen).
Franz Biberkopfs Kampf mit der Großstadt Berlin, ist auch ein Kampf mit dem Geist seiner Zeit. Verlockung und Abscheu zugleich: wie der verbotene Apfel im Garten Eden verführt ihn die Faszination an der Kriminalität. Biberkopf stilisiert sich dabei immer wieder selbst als Opfer, das sich den Fängen der urbanen Umgebung ausgesetzt sieht. Vieles von dem wie Biberkopf handelt, ist dabei kennzeichnend für die gesamtgesellschaftlichen Strukturen der Weimarer Republik
Dennoch tut man sich schwer Bieberkopf zu (er)fassen und sogleich auch die historische Dimension der 20er-Jahre („Goldenen Zwanziger") und deren fundamentale Umwälzungen zu begreifen.
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