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Berlin 1961: Kennedy, Chruschtschow und der gefährlichste Ort der Welt -: Kennedy, Chruschtschow und der gefährlichste Ort der Welt - Das Jahr, in dem die Mauer gebaut wurde
 
 
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Berlin 1961: Kennedy, Chruschtschow und der gefährlichste Ort der Welt -: Kennedy, Chruschtschow und der gefährlichste Ort der Welt - Das Jahr, in dem die Mauer gebaut wurde [Gebundene Ausgabe]

Frederick Kempe , Michael Bayer , Norbert Juraschitz
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Eine glänzend erzählte Abrechnung mit Kennedy. Es liest sich alles äußerst spannend.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.08.2011 )

»Kempes Buch wirkt wie ein amerikanischer Cinemascope-Film, bildreich und blumig inszeniert.« (Die Zeit, 04.08.2011 )

»Elegant formuliert mit einem durchaus angemessenen Sinn für Dramaturgie. Sein Buch liest sich wie der Augenzeugenbericht eines politisch Kundigen, der hinter den Kulissen steht und alles festhält, was ihm erwähnenswert erscheint.« (Die Welt )

Kurzbeschreibung

Das Jahr, in dem die Mauer gebaut wurde

1961, der Höhepunkt der sogenannten Berlin-Krise, die Welt befindet sich am Rande eines Atomkriegs. Frederick Kempe erzählt auf der Basis neu zugänglicher Dokumente die atemberaubende Geschichte dieses Jahres, in dem Berlin der »gefährlichste Ort der Welt« war, wie Chruschtschow meinte. Ein Blick hinter die Kulissen der treibenden Mächte, eine faszinierende Darstellung der wichtigsten Protagonisten jener Zeit.

Im Juni 1961 erneuerte der sowjetische Regierungschef Nikita Chruschtschow sein Berlin-Ultimatum und forderte unter anderem den Abzug der westalliierten Truppen aus der Stadt. Die USA unter ihrem Präsidenten Kennedy hielten diesen Forderungen eigene Bedingungen entgegen. Mit Walter Ulbricht auf der einen und Konrad Adenauer auf der anderen Seite standen sich auch die deutschen Staatschefs feindselig gegenüber und trugen zur Verschärfung der politischen Lage bei.

In den folgenden Wochen und Monaten spitzte sich die Situation extrem zu, die Massenflucht aus der DDR nahm immer dramatischere Ausmaße an. Am 13. August schließlich wurde die Mauer durch Berlin gebaut, Ende Oktober richteten sowjetische und amerikanische Soldaten am Checkpoint Charlie ihre Panzer aufeinander. In diesem Moment war Berlin zur weltpolitischen Arena geworden, aus dem Kalten Krieg drohte ein heißer zu werden.


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tom Kadi VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser Meinung ist auf jeden Fall Kempe in seinem ungemein informativen und fesselnd geschriebenen Buch. Frederick Kempes Mutter war Berlinerin, in Pankow geboren, und wanderte 1930 in die USA aus, wo sie ihren Mann, der aus einem kleinen sächsischen Ort stammte, kennenlernte. Insoweit hat der Autor, der 25 Jahre als Journalist für das Wall Street Journal gearbeitet hat, einen engen persönlichen Bezug zu Berlin. Seine Darstellung der dramatischen Entwicklung, die im Bau der Mauer endete, ist gewissermassen mit Herzblut geschrieben. Ein grosser Wert des Buches liegt darin, dass Quellen ausgewertet werden konnten, die erst nach dem Zusammenbruch des Ostblocks zugänglich wurden. Dabei arbeitet sich der Autor Woche für Woche, bisweilen Tag für Tag, von Schauplatz zu Schauplatz eilend bis zum 13. August und den Wochen danach vor. Das Buch ist dabei fundiert aber zugleich in gutem Sinne reportagehaft geschrieben. Im Mittelpunkt stehen Chrustschew und Kennedy - als die beiden Protagonisten des Ost-West-Konflikts. Der charismatische neu gewählte Präsident der USA auf der einen und der mit allen Wassern gewaschene Machtpolitiker aus der UdSSR auf der anderen Seite. Für mich, der ich als Elfjähriger aus unmittelbarster Nähe den Mauerbau miterlebte, war dabei am spannendesten, wie in diesem Werk Kennedy entzaubert wird. Kempe arbeitet heraus, dass er nicht der strahlende jugendliche Held war, sondern ein unerfahrenes Greenhorn, das sich von Chrustschew zuerst beim Wiener Gipfeltreffen und später auch in den Augusttagen an der Nase herumführen liess. Nach Meinung des Autors hätte bei einem entschiedenerem Auftreten der Amerikaner die Teilung der Stadt verhindert werden können. Doch diejenigen, die sich wie Lucius D. Clay vor Ort für eine solche etwas aggressivere Politik einsetzten, wurden vom weissen Haus zurückgepfiffen. Kempes These ist sicher kritisch zu hinterfragen - denn die Welt stand damals am Rand einer atomaren Katastrophe. Auch kann niemand wissen, wie sich die Dinge entwickelt hätten, wenn die USA dagegengehalten hätten und dies zwar die mauer verhindert dann aber zum Sturz Chrustschews geführt hätte. Denn auch dies arbeitet Kempe plastisch heraus: Die Führer der beiden Grossmächte standen unter grossem Druck der Falken im eigenen Land und agierten deshalb häufig weniger konziliant als es ihnen eigentlich recht war.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Aufschlussreich 8. August 2011
Von Cheswick
Format:Gebundene Ausgabe
Spannend wie ein Thriller, dramatisch wie ein Krimi: F. Kempe beschreibt detailreich die Tage vor und nach dem Mauerbau.
Auf der Seite ein geschwächter US-Präsident (katastrophales 1. Präsidialjahr, Krankheit, Schmerz, Medikamente, Affären) und auf der anderen ein bauernschlauer Bluffer aus der Sowjetunion.
Kennedy wollte den Atomkrieg auf jeden Fall verhindern - aber hat er auch alles unternommen, um den 4-Mächte-Status Berlins zu verteidigen? Hat er Berlin auf dem Altar anderer Traktanden geopfert? Hat Chruschtschow mit einem lausigen Blatt hoch gepokert und den Westen hinters Licht geführt? Welche Rolle spielten Adenauer und Ulbricht?
Und...war die Mauer wirklich nicht zu verhindern?
Kenntnisreich versucht der ehemalige Wall-Street-Journal Journalist Frederick Kempe die Hintergünde zu erhellen und erzählt die Geschichte der dramatischen Lage anfangs der 60er Jahre. Ein fesselndes Buch, eine hochspannende Reportage, die sich wie ein Roman liest.
Tolle Lektüre!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
In einem Geschichtsbuch, das sich liest wie ein Kriminalroman, hat der amerikanische Journalist Frederic Kempe auf über 600 Seiten die Geschichte des Mauerbaus 1961 in Berlin dokumentiert, der sich in diesem Jahr zum 60. Mal jährt. Viele Bücher und Artikel sind in diesem Zusammenhang erschienen. Das vorliegende Buch ist die vielleicht ausführlichste und beste Darstellung eines Geschehens, das in seiner Vorgeschichte und seinen Nachwirkungen die Welt in Atem hielt.

Denn dass der Mauerbau keine rein innerdeutsche Angelegenheit war, sondern dass die beiden Großmächte UdSSR und USA mit ihren Spitzen Kennedy und Chruschtschow im Hintergrund die Fäden zogen, das wird in dem klug aufgebauten Buch deutlich.

Über sieben Jahre Arbeit hat Frederick Kempe in dieses Buch gesteckt, bisher unzugängliche Quellen gesichtet und ausgewertet. Er folgt mit seiner Darstellung der damaligen Chronologie und kommt abschließend zu der These, der damalige amerikanische Präsident Kennedy habe durch schlechtes Krisenmanagement und sein unentschlossenes Handeln in der Krise den Bau der Mauer in Berlin mit verschuldet.

Mag sein, dass er hier in der historischen Bewertung zu hart urteilt, setzte doch Kennedy gegenüber der UdSSR konsequent die Politik seines Vorgängers fort. Dennoch: da das Buch nicht den Anspruch eines wissenschaftlich-historischen Werkes erhebt, sondern als ein journalistisches Werk angesehen werden muss, kann dies durchgehen. Es ist ein spannendes Buch, mit vielen Schwenks aufgebaut wie ein Dokumentarfilm.

Wer sich über die Vorgeschichte, den Mauerbau und seine Folgen ausführlich und verständlich informieren möchte, ist mit diesem Buch gut beraten.
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