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Berlin 1933-1945: Stadt und Gesellschaft im Nationalsozialismus [Gebundene Ausgabe]

Michael Wildt , Christoph Kreutzmüller
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

21. Januar 2013
Berlin im »Dritten Reich« - Eine Bilanz

Wie haben die Nationalsozialisten die Macht im »roten Berlin« erobert und durchgesetzt? Wie reagierten die »Volksgenossen« auf die Ausgrenzung großer Teile der Stadtbevölkerung? Und wie wirkten sich Krieg, Bombardement und Zwangsarbeit schließlich auf das Leben in der Stadt aus? Das erste umfassende Buch zur Geschichte Berlins im Nationalsozialismus.

Zwischen 1933 und 1945 war Berlin als Reichshauptstadt zentraler Schauplatz politischer, sozialer, kultureller Auseinandersetzungen. Während die Nationalsozialisten das weltstädtische Flair dieser Kulturmetropole bekämpften, nutzten sie die Stadt jedoch auch als Aushängeschild, insbesondere während der Olympischen Spiele 1936. Berlin war einerseits potenzieller Rüstungsstandort ersten Ranges, andererseits aber auch eine »Arbeiterhochburg«.

Als Metropole jüdischen Lebens war die Stadt nicht nur in besonderer Weise von den Maßnahmen der Judenverfolgung betroffen, sondern bot auch Möglichkeiten jüdischer Selbstbehauptung, die andernorts undenkbar waren.

Trotz ihrer überragenden politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung fehlte bislang eine Geschichte der Reichshauptstadt im Nationalsozialismus. Parallel zur großen Berliner Landesausstellung anlässlich des 80. Jahrestags der sogenannten »Machtergreifung« liegt nun endlich das erste umfassende Buch zu Berlin in den Jahren 1933–45 vor – und damit eine moderne Gesellschaftsgeschichte des »Dritten Reichs«.


Wird oft zusammen gekauft

Berlin 1933-1945: Stadt und Gesellschaft im Nationalsozialismus + Ausverkauf: Die Vernichtung der jüdischen Gewerbetätigkeit in Berlin 1930-1945
Preis für beide: EUR 48,99

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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Der Sammelband ist erstaunlicherweise der erste Versuch, eine wissenschaftlich fundierte Stadtgeschichte Berlins in der NS-Zeit zu verfassen. (…) Insofern ist dieses Buch überfällig. Die lange Teilung der Stadt, die Schwierigkeiten des Zugangs zu den Archiven hat die Forschung in den vergangenen Jahrzehnten behindert. Nun aber haben Wildt und Kreutzmüller einen außerordentlich informativen Sammelband vorgelegt. (…) Geschrieben sind die Beiträge nicht mit dem Gestus der Anklage, sondern mit dem nüchtern analytischen Blick der Geschichtswissenschaftler – auch in dieser Hinsicht ist das Buch auf der Höhe der Zeit. (…) Das Buch ist eine lohnenswerte Lektüre für alle, die genauer wissen wollen, wie sich die Reichshauptstadt Berlin 1933 bis 1945 entwickelt hat – und wie ein entschlossenes Regime auf unheilvolle Weise Gesellschaft und Menschen verändern kann.« (Deutschlandradio Kultur)

»Wie es zwischen 1933 und 1945 in der ›Reichshauptstadt‹ zuging, dokumentiert der neue Sammelband so präzise wie detailreich. […] Die Aufsätze geben Aufschluss über die Lebensverhältnisse in der Hauptstadt vor dem Krieg und im Krieg und dementieren den feuilletonhistorischen Mythos von der mit zweifelhaftem Zahlenhokuspokus hochgerechneten ›Gefälligkeitsdiktatur‹ (Götz Aly) Hitlers. Die Autoren enthüllen keine medial aufpumpbaren Sensationen, wohl aber überraschende und präzise Details.« (Süddeutsche Zeitung, 12.03.2013)

»Berlin 1933 – 1945 ist ein lesenswertes Buch. Angesichts der großen Autorenschar fallen die Beiträge zwangsläufig unterschiedlich aus, und Wiederholungen und Überschneidungen lassen sich kaum vermeiden. Dies ist aber zu verschmerzen, denn so kann der Leser wie in einem Kompendium gezielt einzelne Themen herausgreifen, um sich einen Überblick zu verschaffen oder Anregungen zu weiterer Lektüre zu bekommen.« (Deutschlandfunk, Andruck)

Über den Autor

Michael Wildt ist Professor für Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Neben etlichen wichtigen Studien zum Nationalsozialismus ist er mit einer viel beachteten Arbeit über das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes (»Generation des Unbedingten«, Hamburg 2002) bekannt geworden.

Christoph Kreutzmüller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte des »Dritten Reichs« vorgelegt. Seine Studie »Ausverkauf. Die Vernichtung jüdischer Erwerbstätigkeit in Berlin 1930-1945« erscheint im Herbst 2012.


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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannend 21. Januar 2013
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Meines Wissens ist es das erste Mal, dass am Beispiel der Metropole Berlin gezeigt wird, wie sie sich diese während der Zeit des Nationalsozialismus verändert hat.

Diese Herangehensweise von Geschichtsvermittlung ermöglicht eine völlig neue und direktere Art Zusammenhänge darzustellen und die Autoren sind gezwungen die einfachen Schablonen von schwarz - weiss Malerei zu verlassen. Wie war es beispielsweise in den großen Mietskasernen in denen vorne das Bürgertum und hinten im Schatten das Proletariat wohnte? Wer war wodurch anfällig für die neue Ideologie die sich breit machte?

Waren es mehr einzelne Bevölkerungsschichten die anfällig waren oder war es nicht vielmehr so, dass die Ideologen immer mehr die einzelnen Themen und Bereiche des Alltagslebens besetzten und so an die Berliner Bevölkerung heran kam? Sehr schön und detailliert untersuchen die Autoren dieses Buches beispielsweise auch wie sich Hochschulen veränderten, aber auch einzelne Plätze ihr Aussehen veränderten und was all dies im Denken der Berliner veränderte.

Ein wirklich spannendes Buch, welches sich quer durch Bevölkerungsschichten und gesellschaftliche Themen zieht und dabei auch Veränderungen auf Straßen und Plätzen zeigt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Andreas Wiedermann (Media-Mania) TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Michael Wildts und Christoph Kreutzmüllers "Berlin 1933-1945" ist ein beeindruckender Sammelband, der sowohl den Forschungsstand zusammenfasst als auch viele Anregungen für weitere Forschungen bietet. Das Werk besticht vor allem durch zwei Eigenschaften: Zunächst haben die Autoren sich für diesen Band intensiv miteinander ausgetauscht. Dadurch ergänzen sich die Beiträge sehr gut. Nur selten gelingt es so gut, dass ein Sammelband mehr ist als nur eine Aneinanderreihung unabhängig voneinander geschriebener Artikel.

Zum anderen fällt die fast durchweg sehr gute Lesbarkeit der Beiträge auf. Es wurde augenscheinlich darauf geachtet, die Texte sowohl für eine breite Öffentlichkeit interessant zu gestalten als auch für die Historikergemeinde. Herausgekommen ist ein Standardwerk zu Berliner Geschichte im Nationalsozialismus, das jedem Interessierten sehr zu empfehlen ist.

Ein Sammelband kann kaum ein vollständiges Bild liefern, aber durch viele verschiedene Ansätze und Themen einen guten Einblick in die Vielfältigkeit eines Themas bieten. Auch das schafft der Band. Die Autoren beschäftigen sich mit vielen Themen, die der Leser erwartet, wenn es um die Nazis geht: Gleichschaltung, Terror, Verfolgung, Krieg. Aber er erzählt auch viel Neues. Wie hat sich der öffentliche Personennahverkehr entwickelt in den 1930er Jahren? Wie sind die Nationalsozialisten mit der Verwaltung und Verfassung der Reichshauptstadt umgegangen? Viele bisher wenig beachtete Aspekte werden herausgearbeitet, zum Beispiel wie Widerstand im privaten Alltag geübt wurde oder wie durch den massiven Einsatz von Zwangsarbeit in der Stadt die von den Nazis gehasste Vielfalt eher zu- als abnahm.

Fazit: Ein rundum gelungener Sammelband, der konzeptionell, inhaltlich und durch seine Lesbarkeit überzeugt. Jeder an Zeitgeschichte interessierte Leser kann bedenkenlos zugreifen!
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3.0 von 5 Sternen Der Anfang ist gemacht. 10. Mai 2013
Von Barlow
Format:Gebundene Ausgabe
Die in diesem Buch abgedruckten Aufsätze scheinen eher eine Vorarbeit für eine noch zu schreibende Berlingeschichte 1933-1945 zu sein. Man hat den Eindruck, das Buch musste nun unbedingt fertig werden. (Termindruck? Wie der Klappentext besagt: 80. Jahrestag der Machtergreifung).

So sind die Aufsätze teilweise nicht aufeinander abgestimmt, teilweise sehr flach (Erfahrungshorizonte Berliner Jugendlicher im Nationalsozialismus"), mal gut dargestellt ("Aufstieg der NSDAP in Berlin").

Man versucht das Berlintypische darzustellen, was aber nur ansatzweise gelingt. Zu sehr wird auf die nationale NS-Poltik eingegangen (Zugegebenermaßen ist deren Kenntnis Vorassetzung, um die Vorgänge in Berlin zu verstehen). Mehr Berlinbezug, historische Orte und Begebenheiten wären wünschenswert. Und natürlich mehr Fotos und Stadtpläne: Der Leser möchte z.B. schon wissen, wo der Sportpalast stand und wie er aussah.

Einige Artikel wirken wie eine Zusammenfassung bereits vorhandener Abhandlungen, wobei man aber vergaß, die noch spärlich vorhandenen Zeitzeugen zu befragen. Das sollte dringend nachgeholt werden, so lange das noch möglich ist. Später wird man nur noch auf die mehr oder weniger vorhandenen und mit fraglichen Wahrheiten behafteten Akten zurückgreifen können, was möglicherweise nur ein verzerrtes Bild der Zeit ergibt.
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