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Der Bericht des Arthur Gordon Pym. 2 CDs.
 
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Der Bericht des Arthur Gordon Pym. 2 CDs. [Audiobook] [Audio CD]

Edgar A. Poe , Serotonin , Heiner Heusinger , Roland Renner , Andreas Petri
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Dhv der Hörverlag; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899400585
  • ISBN-13: 978-3899400588
  • Größe und/oder Gewicht: 13,8 x 12,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Edgar Allan Poe
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Produktbeschreibungen

Hörbuch-Rezensionen

Das längste, auch rätselhafteste Prosastück von Edgar Allan Poe erschien 1838. „Der Bericht des Arthur Grodon Pym“ ist eine Mischung aus Entdeckungs- und Abenteuergeschichte, angereichert mit den typischen Poeschen Schreckensmotiven. Der Ich-Erzähler Arthur Gordon Pym (klingt sehr nach Edgar Allan Poe) berichtet von seinen furchtbaren Erlebnissen an Bord eines Walfängers, auf einer von Wilden bewohnten Insel und seiner Flucht bis zur Vision einer weißen, übermächtigen Gestalt... Hier bricht der Bericht urplötzlich ab.

Dieses Hörspiel ist eine beeindruckende Inszenierung aller Schrecken, die der Protagonist zu durchstehen hat: angefangen bei den Qualen in seinem Versteck als blinder Passagier, über das dem Wahnsinn nahe Dahintreiben der letzten vier Überlebenden auf dem Wrack bis hin zur Flucht vor den Wilden – das blanke Entsetzen, das Grauen ist spürbar. Vielleicht liegt es an der erstklassigen musikalischen Untermalung von Jens-Uwe Bartholomäus, vielleicht an den brillanten Sprechern beispielsweise an Heiner Heusinger als Erzähler und Roland Renner als Arthur Gordon Pym, die Schauer in dieser Produktion reißen mit. Und das gänzlich ohne großartige Effekte: Der Ich-Erzähler führt durch die Story, sicher eingespielte Hintergrundgeräusche, perfekt arrangierte Dialoge und die bereits erwähnte geniale Musik, mehr brauchte Serotonin nicht für diese professionelle Hörspielproduktion. Hinter der AudioKunstgruppe Serotonin stehen Marie-Luise Goerke, sie arbeitet als freie Autorin und Regisseurin in Berlin, und Matthias Pusch, der ebenfalls in Berlin als Regisseur und freier Dramaturg arbeitet.

Edgar Allen Poe (1809 bis 1849) prägte mit seinen Texten Horror, Fantasy und die Detektivgeschichte. Poe war ein erstklassiger Analytiker, ausgestattet mit einem außergewöhnlichen, psychologischen Scharfblick und großer poetischer Begabung. Das Leben des literarischen Erfinders des Schreckens war jedoch unstet und gekennzeichnet durch Schicksalsschläge, Armut und Krankheit. Mit zwei Jahren wurde er adoptiert, seine Schulzeit verbrachte er im Heim, von der Militärakademie wurde er unehrenhaft entlassen. Seine Arbeit als Journalist war schwierig. Der berühmteste Vertreter der amerikanischen Romantik, der in die unbekannten Tiefen der menschlichen Seele Einblick nahm, der Verfasser eines der berühmtesten amerikanischen Gedichte mit dem Titel „Der Rabe“ (1845) starb einsam, in finanzieller und gesundheitlicher Not, nachdem zwei Jahre zuvor seine Frau Virginia gestorben war.

Fazit: Ein in jeder Hinsicht empfehlenswertes Hörspiel. Sehr professionell gemacht! Hörspiel, Spieldauer: ca. 112 Minuten, 2 CD. Mit Booklet. Auch als MC (3899403673) erhältlich. -- culture.text

Kurzbeschreibung

Getrieben von der Lust auf Abenteuer schleicht sich der sechzehnjährige Arthur Gordon Pym an Bord des Walfängers "Grampus" und verbirgt sich mit Wissen seines Freundes Augustus, dem Sohn des Kapitäns, im Bauch des Schiffes. Doch sein Versteck im schrecklich düsteren Laderaum wird dem blinden Passagier schon bald zur Hölle: Mit der Meuterei der Besatzung beginnt eine unselige Odyssee über das Meer, auf eine entlegene Insel und mitten hinein in ein rätselhaftes und grauenerregendes Felslabyrinth ... -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Einzige das bleibt 24. November 2006
Format:Audio CD
Hab mir die CDs schon vor ein paar Monaten reingezogen und seitdem immer wieder gehört. Sogar eine antiquarische Ausgabe des Arthur Gordon Pym mit Illustrationen von Alfred Kubin hab ich mir wegen des Hörspiels angeschafft (verdammt, wieder zehn Euro weniger), obwohl im Haus meines Vaters irgendwo in einem Schrank noch mein Diogenes-Taschenbuch von 1988 herumliegen muss.

Dabei mochte ich als Teenager diesen einzigen Roman Poes überhaupt nicht. Die Kurzgeschichten fand ich besser. Heute ist es umgekehrt. - Ich glaube, das hat damit zu tun, dass Poes Gruselgeschichten wirklich nur mehr was für Kinder sind (obwohl sie's zu seiner Zeit sicher nicht waren).

Das Besondere am "Arthur Gordon Pym" ist sicher der Schluss, der einfach abbricht. Wenn ich das Hörspiel höre und mir den Katarakt vorstelle, der den ganzen Horizont ausfüllt, erinnert mich das an psychedelische Visionen. Das Transzendente, die Barriere - das macht den Reiz aus. Die ganze Geschichte ist nur eine Vorbereitung auf die Fahrt in den Katarakt.

Das Hörspiel setzt das glänzend um. Die Kannibalismus-Szene ist natürlich nichts für gemütliches Einschlafen. Das einzige, was mich am Hörspiel stört, ist das Cover. Zunächst wusste ich gar nicht, was das weiße Ding auf dem Cover sein soll. Bis ich draufkam: Das soll der Katarakt sein. Sieht aus wie ein Wasserfall, der Illustrator hat den Roman sicher nicht gelesen. - Denn es ist eben kein Wasserfall, der da im Roman herunterstürzt, sondern ein "den ganzen Horizont" ausfüllender Katarakt von weißem Dampf, der von so großer Höhe herunterströmt, dass man den Gipfel gar nicht ausmachen kann.

So hat sich ein armes Schwein, das seine Verstoßung aus dem reichen Haus des Pflegevaters nie verwand und anschließend nur mehr auf Branntwein und Opium sein Dasein fristete, mit dieser Geschichte ein ewiges Denkmal gesetzt. Erstaunlich.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Schauerlich-Schrecklich-SCHÖN!

Bei dieser Novelle Edgar Allan Poes aus dem Jahre 1838 handelt es sich um das sicherlich rätselhafteste Prosawerk des Autors. Es zog eine Vielzahl von Interpretationsversuchen nach sich. Besonders der überirdisch-endzeitlich wirkende Schluß des unvollendet erscheinenden Werkes diente als Nährboden für Spekulationen. Was zunächst wie ein spannender -aber nicht einmaliger- Reisebericht aus der Südsee anmutet, welcher sich später in die Breiten der Antarktis erstreckt, wird durch immer neue Motive, Zerrbilder und Schrecknisse zu einem Werk mit ganz eigener destruktiver Dynamik. Die Handlung wird vordergründig als subjektiver Bericht des Seemanns Pym ausgegeben, der kurz vor Vollendung dessen Niederschrift gestorben sein soll.

Die Erlebnisse sind aber vielmehr eine Parabel über die Verdorbenheit und Anfälligkeit zur Niedertracht menschlicher Existenz allgemein. Pyms Geschichte bricht gegen Ende in einem mystischen Durcheinander ab und Poe versichert im Nachwort zur Vollendung noch zwei bis drei Kapitel schreiben zu müssen. Obwohl der erste Teil bis zur Rettung der Schiffbrüchigen eine konventionelle Handlung zeigt, finden sich auch hier schon die individuellen Poeschen Motive mit denen er dem Leser (und jetzt auch Hörer) das Grauen erfahrbar macht (lebendig begrabener Mensch / Menschenfresserei / rassische Motive / Farbsymbolik). Die Handlung zeigt menschliches Verhalten in Extremsituationen und wird zum Spiegel für eine (damals wie heute) autoritätsgläubige Gesellschaft vermein
dlicher Gutmenschen. Beschreibungen der Fauna und Flora finden sich später sehr detailliert auch bei Jules Verne. Eine thematisch-symbolische Verwandtschaft zu Hermann Melvilles Moby Dick ist ebenso offensichtlich.

Dem im doppelten Sinne "ausgezeichneten" Team von Serotonin gelingt es bei diesem Hörspiel in vorbildlicher Art und Weise die Düsternis der Handlung in Klang- und Tonsequenzen umzusetzen. Die eindringliche Sprechleistung bis in die Nebenrollen hinein vermittelt den Eindruck wirklich selber an Bord des Seelenverkäufers vegitieren zu müssen. Poes Schrecken werden erfahrbar. Blinder Passagier zu Sein, über das Weiterleben eines Mitmenschen entscheiden zu müssen und die Hilflosigkeit gegenüber wilden Horden Eingeborener, als dies wird insbesondere durch die musikalischen Effekte (Jens-Uwe Bartholomäus) real. Ein Hörspiel für Erwachsene mit dem der hörverlag erneut Maßstäbe in einer oft wenig beachteten Kategorie des Genres setzt. Sehr empfehlenswert.!

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Mit der vorliegenden Erzählung lieferte Poe seine einzige Arbeit ab, die sich in Bezug auf Länge einem Roman annähert. Im Vergleich zu den arabesken, unheimlichen, pandämonischen Kurzgeschichten, für die der Autor weltberühmt ist, handelt es sich bei "Gordon Pym" um eine typische Abenteuerseegeschichte, wie sie gerne im 19. Jahrhundert erzählt wurde. Hierbei wird kein klassisches Motiv ausgelassen: Der blinde Passagier, die Meuterei, Sturm auf hoher See, Skorbut und Hungersnot, Kannibalismus, die seltsamen, unmenschlichen Eingeborenen. Poe schöpft aus seiner unendlichen Phantasie.
Wahrscheinlich wäre die Geschichte reiner Abenteueraufschnitt, käme nicht immer wieder Poes Abgründigkeit zum Tragen - so bei der Wiedergabe der Wahrnehmung infolge eines Deliriums, der Beschreibung einer wahrhaft grausigen Kannibalenszene und nicht zu guter Letzt dem merkwürdigen, unheimlichen Ende, an dem sich spätere Autoren des Unheimlichen, allen voran Lovecraft, nicht unerheblich bedient haben.
Ein interessantes Buch, aus heutiger Sicht gewiss mit einigen Längen und zuweilen einer gewissen Naivität behaftet und leider ohne die für Poe so bezeichnende psychologische Tiefe (der Schrecken des Unterbewussten) - aber immer noch absolut lesenswert!
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