Die Schreibweise sowie die Inhalte der Bücher von Hans Kammerlander muss man als Bergfreund/in einfach lieben.
Mich beeindruckt einfach immer wieder, wie H.K. neben dem technischen Aspekt des Bergsteigens, der eigentlich nicht so sehr im Vordergrund steht, seine Gefühle und seine Ansichten zu den verschiedensten Situationen zum Ausdruck bringt.
In diesem Buch hat mir ganz besonders seine Beschreibung der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu gefallen, die andere Autoren oftmals übergehen, obwohl sie für viele Himalaya-Expeditionen der Ausgangspunkt ist. Sehr gut sind auch seine kritischen Anmerkungen zur Kommerzialisierung des Bergsports, speziell zu den Auswüchsen mancher Reiseveranstalter, die die "Gipfel im Reisekatalog" anbieten.
Kammerlander nimmt die Rolle der Begleitoffiziere im Himalaya unter die Lupe, berichtet über Korruption und sogar Erpressung, was ich schon ziemlich mutig finde, weil jeder Bergsteiger in dieser Region vom Willen und Wollen dieser Personen abhängig ist.
So könnte ich die Lobrede auf dieses Buch endlos fortsetzen ... über die kurzen, aber treffenden Ausführungen zum Hinduismus und Buddhismus, über die wichtige Rolle der Sherpa. Und über die sehr eingehenden Gefühlsäußerungen, wenn Kammerlander dem Tod begegnet, was leider allzu oft der Fall ist in seinem Metier.
Es ist ein sehr eindringliches Buch, das ich wirklich jedem Bergfreund vorbehaltlos empfehlen kann.